Friedrich Merz’ Falle für die AfD

Der Schachzug des Friedrich Merz gegen die AfD

Friedrich Merz plant, die CDU als harte, aber gemäßigte Alternative zur AfD darzustellen. Dafür schlägt er eine Verschärfung der Migrationspolitik vor – mit Maßnahmen wie Grenzschließungen und schnelleren Abschiebungen. Gleichzeitig bezeichnet er die AfD als verfassungsfeindlich und extremistisch.

Damit verfolgt Merz eine doppelte Strategie:

  1. Er spricht migrationskritische Wähler an, ohne die CDU in die Nähe der AfD zu rücken.
  2. Er stellt die AfD vor ein Dilemma:
    • Stimmt die AfD dem Antrag zu, erkennt sie indirekt an, dass sie extremistisch ist.
    • Stimmt sie dagegen, kann Merz behaupten, sie sei nicht wirklich an Grenzschutz interessiert.

Der Antrag selbst ist jedoch nicht bindend, denn es handelt sich nicht um einen Gesetzentwurf.

Wird der Plan aufgehen?

Merz hofft, dass so moderate AfD-Wähler zur CDU zurückkehren, weil sie dort eine harte, aber demokratische Migrationspolitik finden. Kritiker warnen jedoch, dass solche Manöver am Ende eher populistischen Parteien helfen könnten.

Ob Merz’ Strategie funktioniert, bleibt abzuwarten. Klar ist: Er setzt auf diese politische Taktik – mit offenem Ausgang.


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Kommentare

11 Kommentare zu „Friedrich Merz’ Falle für die AfD“

  1. Avatar von Agricola
    Agricola

    Warten wir mal ab, ob Friedrich der Grüne sich nicht doch wieder von seinen angehenden Koalitionspartnern am Nasenring an der Brandmauer entlangziehen läßt.

  2. Ich denke, Friedrich Merz, ehemaliger Richter, weiß genau, wo er steht. Und sicher im demokratischen Bereich. Nicht jenseits der Brandmauer.

  3. @theolounge Ich glaube nicht, dass die Strategie aufgeht. #SPD und #Grüne werden sich nicht erpressen lassen, und #Merz wird die Anträge mit den Stimmen von #AfD, #BSW und #FDP durchbekommen. Das war es dann mit der #Brandmauer. Vielleicht bereitet er aber in Wirklichkeit sowieso schon eine Koalition mit der #AfD vor – Begründung: #SPD und #Grüne akzeptieren seine Maximalforderungen nicht, also muss er mit der #AfD zusammengehen, um das Land zu retten…

  4. @theolounge Und dass #Merz die #AfD als politischen Gegner bezeichnet, bedeutet gar nichts, das sind nämlich alle Parteien füreinander. Ich befürchte das Schlimmste.

  5. @JochenDerSucher

    „Vielleicht bereitet er aber in Wirklichkeit sowieso schon eine Koalition mit der #AfD vor“

    Ich gehe nicht erst seit kurzem davon aus, dass das sein Ziel ist, sondern seit langer Zeit.

    @theolounge

  6. @jochen glaube nicht, dass Friedrich Merz mit der afd etwas im Sinn hat. Es geht ihm momentan darum, eventuell noch ein paar Wähler von der afd abzufischen.

  7. @theolounge

    Man muss sehr naiv, ignorant oder die letzten Monate und v.a. Tage im Koma gelegen haben, um die Ziele des braunen Fritz nicht sehen zu wollen—oder Sympathisant:in dieser Pläne.

    Es ist egal, was Deine realitätsfernen Zeilen begründet:

    Willkommen auf meiner Blockliste— Personen wie Du tragen Mitschuld am grassierenden Faschismus.

  8. @theolounge Sicher bin ich ja auch nicht. Aber er hat sich in eine Situation gebracht, in der er nach der Wahl wird eines seiner Versprechen brechen müssen: Entweder muss er doch Kompromisse mit SPD oder Grünen eingehen, oder er muss halt doch mit der AfD koalieren. Ersteres treibt bei der nächsten Wahl noch mehr Wähler in die Arme der AfD. Mal sehen, für welche Alternative er sich entscheidet.

  9. @proscience ich würde mal abwarten, wie sich das mit Friedrich Merz entwickelt. Ich glaube, es ist der Versuch, die afd zu schwächen.
    Ich stehe übrigens gegen Faschismus, nicht dafür. Bitte nicht verwechseln.

  10. @jochen ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Union dann eine große Koalition mit der SPD oder den Grünen macht.
    Mir persönlich wäre eine mit den Grünen sympathischer, weil die einerseits für erneuerbare Energien stehen und andererseits die Ukraine robust unterstützt haben. Anders als die SPD, bei der unter Scholz gefühlt die Hilfen immer zu spät und immer zu halbherzig kamen.

  11. @theolounge Für mich sieht es ähnlich aus. Wenn nicht #Volt, dann #Grüne. #SPD kommt wegen der zögerlichen #Ukraine Politik von #Scholz (Stichwort: #Taurus) nicht in Frage. Und keine Sorge, der Faschismus-Verdacht liegt mir fern, auf die Idee wäre ich nie gekommen.

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