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Verteidigungsminister: Kompetenz oder Parteiklüngel?

In Europa tobt seit fast einem Jahr der russische Vernichtungskrieg gegen die Ukraine, der ganze Städte ausgelöscht hat, nahezu 14 Millionen ukrainischer Menschen zu Flüchtlingen gemacht hat und möglicherweise irgendwann auch auf die EU übergreifen könnte. Da wäre es nicht schlecht, wenn man parteiübergreifend denken und denjenigen als Verteidigungsminister oder Verteidigungsministerin ernennen könnte, der die meisten Kompetenzen mitbringt.

Bundeskanzler Olaf Scholz will nun angeblich zeitnah über einen Nachfolger für Christine Lambrecht entscheiden, wobei zeitnah ein dehnbarer Begriff ist, hatte der Bundeskanzler doch bereits das ganze Wochenende Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Mindestens. Er dürfte zudem schon seit einiger Zeit mitbekommen haben, dass da im Verteidigungsministerium nicht alles so rund lief.

Und zeitnah ist zudem ein etwas strapazierter Begriff, weil doch Deutschland unter Bundeskanzler Scholz zwar nach und nach militärisches Gerät an die Ukraine geliefert hatte, gefühlt aber in etwa immer als letztes Land. Mindestens auf kommunikativer Ebene ist hier noch ziemlich Luft nach oben.

Wenn es nun nach Parteiklüngel geht, dürfte der Bundeskanzler wohl jemanden aus der SPD ins Amt hieven, beispielsweise Eva Högl, SPD, die immerhin Wehrbeauftragte der Bundeswehr ist und sich somit einigermaßen in der Materie zurechtfinden könnte.

Wenn der Bundeskanzler nun aber jemanden ins Amt holen wollte, der kommunikativ sehr stark ist, extrem motiviert und ohnehin fit in der Thematik, würde die Wahl wohl sicherlich auf die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Agnes Strack-Zimmermann, fallen. Aber die ist eben in der FDP, nicht in der SPD.

Die Frage angesichts des größten Krieges in Europa nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ist also:

Kompetenz oder Parteiklüngel ?

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