Kryonik in der Schweiz. Lebst du noch, oder bist du schon eingefroren?

Unter Kryonik versteht man, dass Menschen sich zum Zeitpunkt ihres Todes bei extrem hohen Minusgraden in speziell dafür hergestellten Behältern einfrieren lassen, weil sie hoffen, dass in ferner Zukunft vielleicht die Medizin so weit entwickelt sein könnte, dass man sie wieder auftaut und sie weiterleben könnten.

Eigentlich kennt man Kryonik aus den USA, nun soll aber in der Schweiz auch eine solche Institution aufgebaut werden.

Zum einen ist das Einfrieren zum Zeitpunkt des Todes aus medizinischer Sicht nicht weiter erforscht. Ein Team von Spezialkräften muss bereitstehen, um den eben erst verstorbenen Körper zu präparieren, beispielsweise das Blut durch eine Frostschutzflüssigkeit auszutauschen und zu verhindern, dass der Körper ohne entsprechende Kühlung verwest. Zum anderen ist Kryonik unglaublich teuer, so dass manche Leute nicht ihren ganzen Körper einfrieren lassen, sondern beispielsweise nur ihren Kopf und trotzdem hoffen, in ferner Zukunft könne, aller derzeitigen Wahrscheinlichkeit entgegen, jemand diesen Kopf dann wieder auf einen Körper montieren. Desweiteren weiß man auch nicht, ob über viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte die Kühlung, die ja auch kostenintensiv ist, überhaupt garantiert werden kann.

Ein weites Problemfeld also. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit einem Religionswissenschaftler zu diesem Thema.

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