Lawrence Kohlberg, us-amerikanischer Psychologe, hatte die Stufentheorie der moralischen Entwicklung formuliert.
Ihr zufolge begründen Menschen ihr Verhalten unterschiedlich, je nachdem, auf welcher moralischen Entwicklungsstufe sie sich befinden.
Es gibt im Wesentlichen sechs von diesen Entwicklungsstufen.
Schauen wir uns interessehalber mal an, wie Menschen auf verschiedenen Stufen die folgende Frage beantworten würden:
„Soll man eine Maske tragen, um andere Menschen nicht mit dem Coronavirus zu infizieren ?“
Präkonventionelles Stadium:
Stufe 1: Orientierung an Strafe und Gehorsam:
„Ich trage eine Schutzmaske, um keine Strafe zu bekommen !“
Stufe 2: Do ut des Prinzip – wie du mir, so ich dir.
„Ich trage eine Schutzmaske, aber nur, wenn alle eine tragen !“
Konventionelles Stadium:
Stufe 3: Orientierung an personengebundener Zustimmung: man will good girl / good boy sein in den Augen Anderer.
„Ich trage eine Schutzmaske, damit andere etwas von mir halten und nicht denken, ich sei komisch !“
Stufe 4: Orientierung an Recht und Ordnung und Autorität.
„Ich trage die Schutzmaske, weil der Staat und seine Gesetze es so verlangen.“
Postkonventionelles Stadium:
Stufe 5: Orientierung am Sozialvertrag, teils mit utilitaristischen Zügen. Individuelle und gesellschaftliche Standards und Rechte werden kritisch geprüft und akzeptiert.
„Ich trage die Schutzmaske, obwohl es meine individuellen Rechte zwar einschränkt, aber weil es der Gemeinschaft nützt und das Recht auf Leben im Generellen respektiert, wenn ich so handle.“
Stufe 6: Allgemeingültige Prinzipien der Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde.
„Ich trage die Maske, weil jeder Mensch dasselbe Recht auf körperliche Unversehrtheit haben soll.“
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Quellen: Wikipedia; arbowis.ch, Stangl



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