Ambiguitätstoleranz

Im Leben ist es gut, wenn man einigermaßen damit umgehen kann, dass die Dinge nicht immer so sind, wie man sie gerne hätte.

Manche Dinge sind gut, andere sind nicht so gut, zeitgleich. Dass alles zu 100% gut ist, gibt es eigentlich kaum oder nie.

Man muss diese Ambiguität aushalten lernen. Wenn 80% gut sind, sind das schon die genialen Zeiten im Leben.

Es gibt im Leben immer beides zugleich, das Gute und das nicht so Gute. Den Blick aber auf das Gute zu richten ist ein Zeichen von Weisheit und Lebenskunst.

Der Optimist weiß das, der Realist vergisst es leicht und der Pessimist hat keine Ahnung, was das bedeutet.

Als Optimist lebt man entschieden beschwingter und leichter.

6 Gedanken zu “Ambiguitätstoleranz

  1. Fish: „Manche Dinge sind gut, andere sind nicht so gut, zeitgleich. Dass alles zu 100% gut ist, gibt es eigentlich kaum oder nie.“

    Doch.

    Nur hat der Verstand Probleme, das zu verstehen. Er kann es nicht, weil er das lineare, das logische Denken, dem komplexen vorzieht.

    Das Leben ist aber nicht linear.

    Fish: „Es gibt im Leben immer beides zugleich, das Gute und das nicht so Gute.“

    Wir haben (mittels Verstand) Schwierigkeiten, das Gute, den Segen im „nicht so Guten“ zu erkennen.

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  2. > Wir haben (mittels Verstand) Schwierigkeiten, das Gute, den Segen im „nicht so Guten“ zu erkennen.

    Ich denke, das liegt nicht am Verstand, sondern eher an der Sehnsucht nach einem leidfreien Leben, nach dem Himmel auf Erden. Und an dem zunehmenden Unwillen, Leid als Teil des Lebens zu akzeptieren. Leid, Schmerzen sind unangenehm und dürfen nicht sein – also kann darin auch nichts Gutes liegen.

    Das verbindet man dann gern mit einem Vorwurf an Gott: Wie kann er uns lieben, wenn er uns leiden lässt?

    Da kann es dann ein Segen sein, das Gute, den Segen im „nicht so Guten“ zu erkennen.

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  3. Das Gute im Schlechten zu erkennen ist manchmal vielleicht ansatzweise möglich: z.B. Pandemie ist übel, aber dadurch weniger Flugverkehr, also ein Vorteil fürs Klima.

    Allerdings haben solche Versuche, sich Schlechtes schön zu reden, emotional schon ihre Grenzen.

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  4. Ich kenne die emotionalen Grenzen sehr gut – auch von mir selbst.

    Dennoch kann es hilfreich sein, sich nicht auf das Schlechte zu konzentrieren – im Sinne von Röm 8,28: „Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten zusammenwirken.“

    Wenn das so einfach wäre …

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  5. „…dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten zusammenwirken.“

    Klaus: „Wenn das so einfach wäre …“

    Auch dann, wenn es für uns in dieser Inkarnation nicht erkennbar ist.

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