Verschwörungstheorien. Wo der kleine Denkfehler liegt.

Deutschland ist bisher recht glimpflich beim Coronavirus davongekommen, weil man der Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktbeschränkungen relativ schnell konsequent entgegengetreten war.

Die Intensivstationen sind aus diesem Grund glücklicherweise bei weitem nicht überfüllt, die Todeszahlen im internationalen Vergleich moderat.

Verschwörungstheoretiker sehen die Sache aber ganz anders: weil die Intensivstationen ja nicht überfüllt seien, sei das doch alles gar nicht so schlimm und es habe die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktbeschränkungen doch gar nicht gebraucht.

Übertragen wir das mal auf einen anderen Fall, um es noch deutlicher zu machen. Begeben wir uns gedanklich irgendwo ans Meer:

Weil es an einer Küste Lifeguards gibt, die Ertrinkende vor dem Ertrinken retten, gibt es relativ wenig Ertrunkene.

Verschwörungstheoretiker: weil es wenige Ertrunkene gibt, seien Lifeguards doch gar nicht nötig.

Oder noch ein Beispiel:

Jemand bringt sein Auto regelmäßig zur Inspektion. Deshalb kommt es nie zu Pannen und der Motor funktioniert einwandfrei.

Verschwörungstheoretiker: weil dein Auto nie eine Panne hat und der Motor ja einwandfrei funktioniert, brauchst du es doch nicht zur Inspektion zu bringen!

Verschwörungstheoretiker verwechseln also Ursache und Wirkung.

Ach, ich geb’s auf. Aber wenigstens Sie verstehen mich, oder?

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