Seit letztem Montag, also nun den 8. Tag, gelten in Deutschland spezielle Regeln, um die Coronapandemie einzudämmen. Restaurants und die meisten Geschäfte sind geschlossen, viele Betriebe ebenfalls.
Und schon gibt es die Sorge von vielen Menschen und Betrieben, dass sie in Kürze zahlungsunfähig sein werden. Also nicht nur dann, wenn die Situation noch wochenlang anhält, sondern schon in den nächsten Tagen.
Das zeigt auf erschreckende Weise, wie viele Menschen in Deutschland offenbar in Verpflichtungen und Verbindlichkeiten gebunden sind. Sie halten kaum zwei Wochen aus, wenn Zahlungen weniger werden und die Verbindlichkeiten bleiben.
Das ist nun zuvörderst wohl nicht so sehr die Schuld dieser Menschen, sondern der Grund dürfte im gesamtwirtschaftlichen System liegen, das derartige Abhängigkeiten und Verpflichtungen produziert. Und das könnte einem durchaus zu denken geben.
Überspitzt ist diese Situation in dem Science-Fiction-Film „In time“ abgebildet. Er spielt in einer fernen Zukunft und die Menschen wurden genetisch so verändert, dass sie nicht Geld brauchen, sondern Zeit. Gezahlt wird mit Zeiteinheiten. Wer in einer Fabrik arbeitet beispielsweise, hält abends beim Verlassen der Fabrik dem Vorarbeiter seinen Arm hin und der Vorarbeiter hält ein Gerät an den Arm, das das Zeitkonto wieder um einige Stunden auffüllt.
Wenn die Zeit, die im menschlichen Körper gespeichert ist, abgelaufen ist, stirbt der Mensch augenblicklich.
In unserer aktuellen Situation sterben die Menschen zwar nicht augenblicklich, aber sie geraten innerhalb weniger Tage in eine existenzielle Notlage. Science-Ficiton-Filme bilden in einer fernen Zukunft oft aktuelle oder mögliche Probleme ab. So auch hier.
Anbei die Trailer auf deutsch und englisch:



Kommentar verfassen