Vor vielen Jahren schrieb ich einen Artikel zu der Frage, ob ein Christ einen Nichtchristin heiraten dürfe. Auslöser für den Artikel war ein anderer Blog, auf dem anhand von Bibelstellen nachgewiesen werden sollte, warum dies rein biblisch betrachtet nicht sein dürfe. Ich wandte mich massiv dagegen, zu weltfremd, zu wenig am individuellen Menschen orientiert, zu lieblos fand ich es, Menschen Bibelstellen um die Ohren zu schmeissen, nur um dann festzustellen, als Christ müsste man eine Christin heiraten und umgekehrt. Der Meinung bin ich auch heute noch.
Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht. Es ist natürlich nicht verkehrt, wenn man als Christ eine Christin oder umgekehrt findet. Warum? Weil man dann in der Ehe oder in der Beziehung doch zumindest ein gemeinsames Fundament hat, das bei aller Verschiedenheit von Menschen beiderlei Geschlechts durchaus hilfreich und im Leben tragend sein kann.
Natürlich ist es auch völlig legitim, wenn man als Christ eine Atheisten heiratet, als Muslima einen Juden, als Juden einen Atheisten und so weiter. Solche Beziehungen können natürlich durchaus funktionieren, wenngleich wohl in Bezug auf die Religion ein hohes Maß an Toleranz herrschen muss oder die Beziehungen nicht sonderlich religiös definiert sein dürfen. Wer offiziell katholisch ist und sein Katholisch-Sein beispielsweise darin begründet sieht, einmal im Jahr zu Weihnachten in die Kirche zu gehen, hat vermutlich wenig Probleme damit, mit einer Atheistin verheiratet zu sein, die dann womöglich aus gutem Willen heraus zu Weihnachten im Sinne der Tradition und des ehelichen Friedens auch mit in die Kirche marschiert.
Funktionieren kann also alles mögliche, wenn man sich aufeinander einstellt und tolerant ist. Müssen tut es das jedoch nicht und hier kommt dann eine Idee ins Spiel, um Menschen als Partner oder Partnerin finden zu können, die in religiöser Hinsicht ähnliche Ansichten vertreten wie man selber.
Aus diesem Grund sei hier auf zwei Internetadressen hingewiesen, die sich an Christen und Christinnen richten, welche Single sind und das aber nicht mehr bleiben wollen. Zwar sind derartige Angebote nicht jedermanns Sache, viele Leute treffen einander lieber spontan, bei Freunden, auf Festen, in der Arbeit oder sonstwo. Aber nicht jedem scheint dies vergönnt zu sein und nicht jeder fährt auf die Gemeindemitglieder ab, die er oder sie sonntags in der Kirche vielleicht trifft. Die folgenden beiden Angebote sind derzeit kostenlos und sollen das wohl auch noch längere Zeit bleiben.




Kommentar verfassen