
Er fiel mir schon an der ProChrist-Startveranstaltung am Sonntag auf: Der fröhliche Sänger im ProChrist-Chor, ziemlich zentral platziert.
Und als die ganze Truppe so richtig in Fahrt kam, da sah man ihn – mittendrin – fröhlich mit dem Oberkörper hin- und herwiegend und armeschwenkend lauthals die Lieder mitschmettern.
Und sein Rollstuhl vibrierte heftig dabei …
Ich kenne den fröhlichen und behinderten Sänger nicht. Weiß nicht, wieso er so an dieses Hilfmittel gekettet ist. Wars ein Unfall? Die Folgen einer Krankheit? Vor kurzem? Schon zeitlebens? Ich weiß es nicht.
Nur eines weiß ich: Ihm ist Singen, Christsein und seinen Glauben zu bekennen ein zentrales Lebensanliegen – und deshalb nimmt er die abendlichen Strapazen auf sich, um mit den vielen anderen immer wieder Gotteslob zu schmettern.
Und er ist für mich am Bildschirm ein Zeichen der Hoffnung. Des Hindurchtragens Dessen, an den er glaubt, dem er vertraut. Er ist nicht verbittert, hat sich nicht ins Dunkle und in die Einsamkeit zurückgezogen, sondern stellt sich den Herausforderungen seines ihm zugedachten Lebens. Toll, einfach toll! Und ein Bibelvers kommt mir in den Sinn:
„Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.“ Psalm 126,5
Natürlich hatte er seine dunklen Zeiten, seine Kämpfe, seine Tränen. Er ist ja Mensch. Aber das herausleuchtende Zeichen – das ist sein Glaubensheld. Das ist der, dem er jeden Morgen neu sein schweres Leben anvertraut. Und – wie man sieht – nicht vergeblich.
Ich bete für diesen Unbekannten. Vor allem, dass an den unzähligen Bildschirmen in Europa, an denen ProChrist abendlich verfolgt wird, dieser unbekannte Sänger vielen zum Trost und zur Ermutigung benutzt.
Foto: Prochrist.de



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