Shalom

Sehen Sie hier eine Andacht von Dekan Walter Jungbauer aus der altkatholischen Kirche.

Ich stelle heute das Thema ‘Frieden’ in den Mittelpunkt meiner Sonntagsgedanken.

Der Text aus dem Buch des Propheten Sacharja legt es nahe.

Und es ist ein Thema, mit dem wir uns immer wieder beschäftigen müssen – gerade auch in unseren Tagen.

Denn Christus ist unser Friedenskönig.

Und unser Gott ist nicht ein Gott von Krieg und Gewalt, sondern ein Gott der Versöhnung und der Gemeinschaft.

Teurer Generalverdacht

Das geplante Reformpaket der Bundesregierung setzt bei Krankmeldungen auf schärfere Kontrolle statt auf Vertrauen. Durch die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und das verpflichtende Attest ab dem ersten Tag drohen jedoch fatale Nebenwirkungen. 

Viele Beschäftigte werden sich bei leichteren Infekten lieber krank zur Arbeit schleppen, um den stressigen Gang in die überfüllten Arztpraxen zu vermeiden. 

Im Büro oder im Betrieb werden sie dann unweigerlich Kolleginnen und Kollegen anstecken und die Ausfallzeiten insgesamt nur weiter in die Höhe treiben. 

Wer trotz Symptomen im Wartezimmer sitzt, gefährdet zudem chronisch kranke Menschen vor Ort. 

Statt den Krankenstand effektiv zu senken, verlagert diese Maßnahme die Probleme lediglich in überlastete Wartezimmer und ungesunde Arbeitsumgebungen. Ein bürokratischer Rückschritt, der den wirtschaftlichen Aufschwung durch eine Welle von Folgeinfektionen eher bremsen dürfte.


Das geplante Reformpaket der schwarz-roten Bundesregierung ist bisher ein politischer Beschluss des Koalitionsausschusses vom Juli 2026 und noch kein rechtskräftiges Gesetz. Damit die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die neue Attestpflicht ab dem ersten Tag gültig werden, müssen die Pläne erst den regulären Gesetzgebungsprozess in Bundestag und Bundesrat durchlaufen. Bis zum Abschluss dieses Verfahrens, das für Ende des Jahres angestrebt wird, bleibt die bisherige Praxis der Krankschreibungen unverändert bestehen.

Sightseeing Munich

Folgen Sie Luna zu interessanten Plätzen in München: Münchner Oper bzw. Residenztheater, Odeonsplatz, Lenbachhaus und zum fliegenden Zeltdach des Olympiastadions.

Vor genau 100 Jahren

Symbolbild: ist unsere Demokratie in Gefahr?

Wehrhafte Freiheit

Ein Blick auf den Kalender offenbart an diesem Wochenende eine beunruhigende zeitliche Parallele: Vor genau 100 Jahren – am 4. Juli 1926 – hielt die NSDAP ihren zweiten Reichsparteitag in Weimar ab. Es war ein historischer Wendepunkt, an dem die Nationalsozialisten ganz gezielt einen Symbolort der ersten deutschen Republik besetzten, um ihren Aufstieg einzuleiten. Auf den Tag genau ein Jahrhundert später, am 4. Juli 2026, versammelt sich die AfD zu ihrem Bundesparteitag im nahegelegenen Erfurt.

Historiker sehen in dieser zeitlichen und räumlichen Nähe kein reines Versehen, sondern eine fatale Parallele. Sie wirft massive geschichtliche, ethische und politische Fragen auf. Diese Daten erinnern uns eindringlich daran, dass demokratische Freiheiten niemals selbstverständlich sind und die Vergangenheit schneller an Aktualität gewinnen kann, als uns lieb ist.

Die historischen Parallelen

Die Weimarer Republik scheiterte damals nicht, weil ihre Verfassung mangelhaft war, sondern weil es ihr an überzeugten Demokraten fehlte. Rechtsextreme Kräfte nutzten die demokratischen Werkzeuge des Systems, um genau dieses System von innen heraus zu untergraben.

Wenn heute Kräfte, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werden, den politischen Raum für sich beanspruchen, geschieht dies oft nach einem bekannten Muster: Grenzen des Sagbaren werden Stück für Stück verschoben, und historische Bezüge werden bewusst oder unbewusst normalisiert. Die Geschichte zeigt uns, wohin eine schleichende Akzeptanz von extremistischem Gedankengut am Ende führt.

Die ethische Verantwortung

Aus ethischer Sicht stehen wir vor der grundlegenden Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen. Menschenwürde, Toleranz und der Schutz von Minderheiten bilden das unumstößliche Fundament unseres Grundgesetzes. Wenn Hetze, Ausgrenzung und die systematische Abwertung anderer Menschen im alltäglichen Diskurs wieder gesellschaftsfähig werden, ist das kein rein politischer Richtungswechsel, sondern ein massiver moralischer Rückschritt. In einer solchen Situation bedeutet Wegsehen, der Intoleranz schrittweise den Raum zu überlassen.

Gefahren für unsere heutige Demokratie

Die Bedrohungen für das demokratische Gefüge in Deutschland sind heute vielschichtig und oft digital beschleunigt:

  • Spaltung und Polarisierung: Durch gezielte Desinformation, Verschwörungserzählungen und emotionale Filterblasen in den sozialen Medien wird das Vertrauen in verlässliche Medien und staatliche Institutionen gezielt erschüttert.
  • Angriffe auf die Zivilgesellschaft: Drohungen und Einschüchterungsversuche gegen ehrenamtlich Engagierte, Journalisten und politisch Aktive sollen kritische Stimmen systematisch mundtot machen.
  • Schleichende Entfremdung: Wenn Frust über Krisen in blinden Hass umschlägt, geht die Bereitschaft verloren, demokratische Prozesse und den notwendigen Kompromiss als Kern unseres Zusammenlebens zu akzeptieren.

Was wir tun können: Demokratie aktiv stärken

Demokratie ist kein dauerhafter Zustand, den man einmal erreicht und für immer besitzt. Sie ist ein lebendiger Prozess, der tägliche Verteidigung erfordert. Um aus den Fehlern der Geschichte zu lernen und unsere offene Gesellschaft zu schützen, braucht es konkretes Handeln im Alltag:

  • Haltung zeigen und widersprechen: Ob im Sportverein, beim Gaming, in Chatgruppen, in der Schule oder in der Familie – wenn rassistische, antisemitische oder demokratiefeindliche Sprüche fallen, dürfen sie nicht unkommentiert bleiben. Laut sein gegen Intoleranz setzt im direkten Umfeld klare Grenzen.
  • Fakten checken statt blind teilen: Desinformation ist der Treibstoff für gesellschaftliche Spaltung. Vor dem Weiterleiten von emotionalisierenden Beiträgen im Netz kurz innehalten, Quellen hinterfragen und auf seriöse, unabhängige Berichterstattung setzen.
  • Sich einmischen und mitgestalten: Demokratisches Engagement beginnt weit vor der Parteipolitik. Die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Bündnissen, das Engagement in Vereinen, Jugendprojekten oder die Teilnahme an friedlichen Protesten stärkt das gesellschaftliche Netzwerk gegen Extremismus.
  • Das Stimmrecht nutzen: Die Teilnahme an Wahlen ist das einfachste und zugleich wirkungsvollste Werkzeug der Mitbestimmung. Wer auf seine Stimme verzichtet, überlässt die politische Gestaltung und die Zukunft des Landes denjenigen, die die lautesten und radikalsten Parolen rufen.

Ausblick: Die Zukunft liegt bei uns

Die Ereignisse von vor 100 Jahren lassen sich nicht ungeschehen machen. Aber wir haben es heute selbst in der Hand, wie das aktuelle Kapitel der Geschichte geschrieben wird. Eine wehrhafte Demokratie lebt nicht von Lippenbekenntnissen, sondern von Menschen, die genau hinschauen, mitdenken und aktiv für die Freiheit und Rechte aller eintreffen.

Weitere Hintergründe zum Thema: ZEIT

Is this art?

Luna an der East Side Gallery Berlin.

Blau-weiß

Himmel über München heute.

Du kannst (d)einem Monster nicht entkommen

Die Nacht ist sternenklar, die Milchstraße spiegelt sich fast perfekt auf dem dunklen Wasser der Côte d’Azur.

Doch die friedliche Idylle trügt. Eine Kitesurferin schießt durch die Wellen, gezogen von einem großen, schwarzen Kite. Als die Kamera näher heranzoomt, sehen wir kein entspanntes Urlaubsgesicht: Dunkle, tiefschwarze Augen, Blutspuren, die wie rote Tränen die Wangen hinabfließen, und spitze Vampirzähne prägen ihr Gesicht [00:02]. Sie blickt uns direkt an, lacht [00:30] und raunt uns zu: „Faster than the night“ [00:03], gefolgt von der düsteren Warnung: You can’t outrun a monster!“ [00:21] – Du kannst einem Monster nicht davonlaufen.

Dieses Video bedient perfekt die klassischen Klischees, die uns eigentlich das Fürchten lehren sollen. Eine Vampirin in der Finsternis, die Jagd auf uns macht.

Aber sind wir ehrlich: Vor dieser Kitesurferin gruseln wir uns im Alltag nicht wirklich. Sie ist ein schön inszenierter, kleiner Schocker für den Bildschirm. Die wahren Monster, vor denen wir im echten Leben flüchten, sehen völlig anders aus. Sie tragen keine Masken, aber sie holen uns trotzdem immer wieder ein.

Die Verwandlung unserer Ängste

Jeder Lebensabschnitt hat seine ganz eigenen, unsichtbaren Ungeheuer. In der Kindheit waren sie noch leicht zu greifen. Sie saßen im Dunkeln, lauerten unter dem Bett oder im Kleiderschrank, sobald das Licht ausging. Doch je älter wir werden, desto mehr wandern diese Kreaturen von der Außenwelt direkt in unsere Gedankenwelt.

In der Jugend verändern sie ihr Gesicht. Plötzlich heißen sie Angst vor Ablehnung, die Panik, nicht dazuzugehören, oder der ständige Druck, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Es ist die lähmende Sorge, von anderen bewertet, ausgelacht oder ausgeschlossen zu werden.

Wenn wir dann die Schule hinter uns lassen, im Studium stecken oder die ersten Schritte im Job machen, mutieren die Monster endgültig zu psychologischen Endgegnern. Jetzt heißen sie Zukunftsangst, die tiefe Versagensangst vor wichtigen Prüfungen oder der enorme Leistungsdruck, im Leben sofort alles perfekt abliefern zu müssen. Auch das Gefühl, eigentlich gar nichts zu können und bald als Versager entlarvt zu werden (Imposter-Syndrom), ist so ein moderner Geist, der uns nachts wachhält.

Das Problem dabei: Diese inneren Dämonen lassen sich nicht einfach abschütteln. Egal wie schnell wir rennen, wie intensiv wir uns mit Partys, Serienmarathons oder permanentem Scrollen auf Social Media ablenken – am Ende holt uns die Stille ein. Man kann ihnen einfach nicht entkommen.

Wie du dich deinen Schatten stellst

Was also tun, wenn Weglaufen nicht funktioniert? Die Psychologie hat hier eine sehr eindeutige Antwort: Du musst stehenbleiben, dich umdrehen und dem Monster direkt ins Gesicht sehen. Das kostet im ersten Moment Überwindung, ist aber der einzige Weg, um die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Hier sind vier praktische Tipps, wie das funktionieren kann:

  • Stopp das Vermeidungsverhalten: Jedes Mal, wenn du vor einer Situation wegläufst, weil sie dir Angst macht (zum Beispiel eine wichtige Aufgabe wochenlang aufzuschieben oder ein schwieriges Gespräch zu meiden), fütterst du dein Monster. Es wird dadurch nur noch größer und mächtiger. Wenn du dich der Situation stellst, merkt dein Gehirn: Es ist war zwar unangenehm, aber die Katastrophe ist ausgeblieben. Die Angst schrumpft.
  • Gib der Angst einen klaren Namen: Oft ist die Angst nur ein riesiger, undurchsichtiger Nebel im Kopf. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe genau auf, wovor du dich eigentlich fürchtest. Ist es wirklich die Präsentation vor den anderen? Oder ist es eher die Angst, dich einmal zu versprechen? Sobald die Bedrohung konkret wird, verliert sie ihren magischen Schrecken und lässt sich viel leichter bewältigen.
  • Nutze die Salami-Taktik: Riesige Herausforderungen wirken oft wie unbezwingbare Berge, die uns völlig erdrücken. Zerlege das Problem in winzige, machbare Teilschritte. Wenn du Angst vor der beruflichen Zukunft hast, plane nicht die nächsten fünf Jahre, sondern konzentriere dich nur auf die Aufgaben der aktuellen Woche. Das nimmt den Druck spürbar heraus.
  • Akzeptanz statt Dauerkampf: Versuche nicht, die negativen Gefühle mit aller Kraft wegzudrücken. Es ist völlig okay, mal unsicher zu sein, Angst zu haben oder zu zweifeln. Wenn du akzeptierst, dass diese Gefühle im Moment einfach da sein dürfen, verlierst du viel weniger Energie im anstrengenden Kampf gegen dich selbst.

Dein Weg in die Freiheit

Die Vampirin Luna, die privat sonst eigentlich ganz umgänglich ist und hier nur in eine Rolle schlüpft, hat im Video hat in einem Punkt absolut recht: Vor deinen inneren Monstern kannst du nicht fliehen, denn sie schwimmen im selben Tempo mit dir mit. Aber du musst auch gar nicht schneller sein als die Nacht.

Indem du aufhörst zu rennen und dich deinen Ängsten mutig entgegenstellst, nimmst du ihnen ihre größte Waffe: die Ungewissheit. Erst wenn das Licht der Aufmerksamkeit auf die Schattengestalten in deinem Kopf fällt, erkennst du, dass die meisten von ihnen in Wirklichkeit gar keine Zähne haben.

Wie unfair ist eigentlich running Sushi?

Der unfaire Kampf

Nach dem ersten Running-Sushi. Teller stehen herum. Und an dieser Stelle sei gesagt, dass es ziemlich unfair ist, dieses Running-Sushi.

Als Gast hat man praktisch keine Chance, das alles aufzuessen. Zumal die Leute im Restaurant immer nachlegen und immer wieder was Neues auf dem Förderband steht.

Zutiefst unfaire Sportart also, dieses Running-Sushi-Essen.

Was isst Luna da ?

Wenn dein Gehirn dich austrickst

Du scrollst durch deinen Feed und bleibst an einem kurzen Clip hängen. Eine junge Frau namens Luna sitzt am Tisch. Sie hat spitze Eckzähne, rote Farbe im Gesicht, die wie Blut aussieht, und gießt eine tiefrote Flüssigkeit über ihre Spaghetti. Am Ende sagt sie mit einem Grinsen: „I like it best with red sauce“. Dein Gehirn schaltet sofort auf Grusel-Modus und flüstert dir zu: Vampir! Doch wenn wir psychologisch genauer hinschauen, zeigt uns dieses Video perfekt, wie leicht sich unsere Wahrnehmung austricksen lässt – und wie dieselbe Masche in der Politik genutzt wird, um uns zu manipulieren.

Was ist ein kognitiver Konflikt?

In der Psychologie sprechen wir von einem kognitiven Konflikt, wenn zwei Gedanken, Überzeugungen oder Wahrnehmungen in unserem Kopf nicht zusammenpassen. Es entsteht eine Art mentale Reibung, weil die Realität nicht mit dem übereinstimmt, was wir eigentlich wissen oder erwarten. Normalerweise versucht unser Gehirn, diesen ungemütlichen Zustand blitzschnell aufzulösen. Weil das aber Energie kostet, tut es das oft auf eine ziemlich bequeme und faule Art.

Der Vampir auf unserem Bildschirm

Dieser Konflikt passiert in dem kurzen Video gleich zweimal, und das erste Mal merken wir es gar nicht. Wenn wir Luna mit ihren Fangzähnen sehen, greift unser Gehirn sofort auf ein altes kulturelles Schema zurück. Wir haben durch Filme, Bücher und Halloween gelernt, wie ein Vampir auszusehen hat.

Hier entsteht bereits der erste kognitive Konflikt: Wir wissen im Hier und Jetzt ganz genau, dass es keine echten Vampire gibt. Trotzdem legen wir dieses alte Denkmuster über das Video, blenden die Realität aus und genießen den kleinen Gruselmoment. Das Video ist natürlich auch genau darauf ausgelegt, dieses Muster in unserem Kopf perfekt zu bedienen.

Spaghetti für den Blutsauger?

Der zweite kognitive Konflikt ist fast noch amüsanter, weil wir ihn ebenfalls komplett übersehen: Vampire trinken laut Mythos ausschließlich Blut. Sie essen ganz sicher keine Spaghetti.

Trotz dieser völlig unlogischen Kombination akzeptiert unser Kopf die Szene ohne zu zögern. Warum? Weil das Bild des Vampirs in unserer Vorstellung so dominant ist, dass wir die offensichtlichen Widersprüche einfach ausblenden. Unser Gehirn ist in diesem Moment schlichtweg denkfaul.

Wenn die Denkfaulheit politisch wird

Diese Bequemlichkeit unseres Verstands beschränkt sich leider nicht nur auf unterhaltsame Social-Media-Clips. Genau denselben psychologischen Mechanismus nutzen populistische und rechtsextremistische Strömungen, um uns auf den Leim gehen zu lassen. Sie wissen ganz genau, wie unser Gehirn funktioniert, und nutzen das gezielt aus:

  • Einfache Sündenböcke statt schwieriger Realität: Die Welt und ihre Probleme sind oft verstrickt und schwer zu durchschauen. Populisten bieten uns ein einfaches Schema: „Die da oben sind schuld“ oder „Diese eine Gruppe ist das Problem“. Genau wie bei Lunas Vampir-Kostüm greift unser Gehirn erleichtert nach diesem einfachen Bild, weil es uns anstrengendes Nachdenken erspart. Wir übersehen dabei den riesigen kognitiven Konflikt, dass die Wirklichkeit niemals so einfach schwarz-weiß ist.
  • Radikale Inhalte im harmlosen Gewand: Auf TikTok oder in Shorts verpacken rechtsextreme Accounts ihre Ideologie heute oft in coole Memes, moderne Ästhetik oder scheinbar harmlose Lifestyle-Tipps. Da tanzen junge, sympathisch wirkende Menschen oder machen Witze. Der kognitive Konflikt: Der Vibe ist modern und nett, aber die Botschaft dahinter ist demokratiefeindlich und voller Hass. Weil uns das Video optisch anspricht, schlucken wir die bittere Pille oft, ohne den Widerspruch zu hinterfragen.

Anstatt uns mit der unangenehmen Wahrheit auseinanderzusetzen, nutzen wir mentale Abkürzungen. Wir schauen bei den logischen Fehlern in den Argumenten einfach weg, weil die einfache Story so gut in unser Weltbild passt.

Warum das brandgefährlich ist

Wenn wir solche Widersprüche aus reiner Trägheit ignorieren, hat das spürbare Auswirkungen. Wir werden extrem leicht manipulierbar. Wer unkritisch einfache Parolen nachplappert, weil sie im ersten Moment einleuchtend klingen, verliert die Fähigkeit, echte Lösungen von gefährlicher Hetze zu unterscheiden.

Rechtsextreme Gruppen versuchen so, Schritt für Schritt die Grenzen dessen zu verschieben, was als „normal“ gilt. Wenn wir bei ihren Widersprüchen wegschauen, überlassen wir ihnen die Kontrolle darüber, wie wir über unsere Mitmenschen und unsere Zukunft denken.

Wie wir unser Gehirn wachrütteln

Du musst der mentalen Trägheit aber nicht hilflos ausgeliefert sein. Mit ein paar einfachen Schritten kannst du dein Gehirn trainieren, im Netz und im Alltag wacher zu sein:

  1. Die Denkpause einlegen: Wenn dich ein Beitrag emotional sofort extrem wütend macht oder dir eine viel zu einfache Lösung für ein großes Problem verspricht, atme kurz durch. Schenke dir ein paar Sekunden Zeit, bevor du es likest, teilst oder glaubst.
  2. Nach den „Spaghetti“ suchen: Frage dich aktiv, wo der Haken an der Geschichte ist. Passt das, was eine Person oder Partei behauptet, überhaupt zu den nachprüfbaren Fakten? Oder verkaufen sie dir gerade Spaghetti als Blut?
  3. Die Quelle checken: Wer steckt wirklich hinter dem Account mit den netten Videos oder den knackigen Sprüchen? Welche Absicht hat diese Person oder Organisation?

Ein bewussterer Blick auf die Welt

Es ist völlig okay, sich von einem gut gemachten Grusel-Clip unterhalten zu lassen.

Gefährlich wird es erst, wenn wir unsere Denkfaulheit, die uns un einem solchen Clip das Gruseln lernt, auch auf die echte Welt übertragen.

Wenn du aber lernst, die kleinen und großen Widersprüche in deinem Feed nicht einfach durchzuwinken, gewinnst du eine Menge Kontrolle über deine eigenen Entscheidungen zurück.

Schau genau hin, wer deine Denkmuster bedienen will – und lass dich nicht für dumm verkaufen. Oder, um im Bild zu bleiben: Vampire gibt es gar nicht.

Oder?

Prädikat: Wertvoll

(Was Menschen brauchen)

 

Menschen brauchen zur Lebenszeit

Arbeit, Nahrung und Geborgenheit.

Jeder braucht eine Heimat,

die gute Voraussetzungen zu bieten hat.

 

Menschen brauchen auch Mitteilsamkeit,

um einander zu helfen in Freud und Leid.

Dazu gehört kostbare Geradlinigkeit

mit praktischer Feinfühligkeit.

 

Menschen brauchen Anerkennung

mit ehrlicher Wertschätzung.

Jeder braucht vor allem Halt im Leben,

denn nur Gott kann Bleibendes geben!

 

Menschen brauchen Gottes Wort,

denn klare Orientierung gibt es nur dort!

Jeder braucht die biblische Wahrheit,*

die echten Frieden schenkt und Freiheit.

 

Menschen erfahren darin Gottes Liebe

und dazu frohe Lebensperspektive!

Jeder braucht Gottes reine Erlösung.

ER führt Gläubige zur Bewährung.

 

Gott wartet auf Deine Entscheidung,

um Dir zu geben: Lebendige Hoffnung!

Gott ist gegenwärtig in Seinem Sohn;

wer will, empfängt Errettung und Lohn.

 

Jesus sucht Dein JA in Geduld,

um Dir zu vergeben alle Sündenschuld.

Nur das schafft eine versöhnende Beziehung

mit Dir, denn sie bringt ganze Heilung!

 

Jesus schenkt ewige Glückseligkeit;

wer IHM vertraut, findet völlige Klarheit.

Das ist niemals Haschen nach Wind,

wenn neues Leben beginnt!


 

*Sie besitzt kein Ablaufdatum!

Spr.18,15; Mt.7,8; Joh.3,16 / Ingolf Braun

 

 

Kreativität statt Fußball


Leider habe ich es irgendwie nicht geschafft, heute das Spiel Spanien–Österreich so zu verfolgen, dass ein echter Fußballfan mir zufrieden auf die Schulter klopfen würde.

Stattdessen habe ich noch ein paar KI-Videos erstellt. Irgendwie hat in mir die kreative Ader zugeschlagen.
Lieber selbst etwas produzieren, als nur zu konsumieren.
Okay, zumindest habe ich nebenbei mitbekommen, dass die Spanier 3 zu 0 gewonnen haben. Für die Spanier gut.


Lieber selbst etwas produzieren, als nur zu konsumieren.
Okay, zumindest habe ich nebenbei mitbekommen, dass die Spanier 3 zu 0 gewonnen haben. Für die Spanier gut.

Und ohne dass ich nun der ultimative Fußballfan wäre, lässt sich wohl sagen: Für die Österreicher eher schlecht.

Luna tanzt München

Munich Sightseeing

Luna tanzt in München:

am Odeonsplatz und

der Feldherrnhalle und 

Theatinerkirche dort,

vor der Münchner Oper

und beim UFO an der 

Pinakothek der Moderne.

Luna am Marienplatz – Underground

Tanz den Marienplatz.

Wer schon mal in München war,

kommt an ihm nicht vorbei:

Am Münchner Marienplatz.

Und unten bei der U-Bahn ist er ziemlich im 70er-Jahre-Stil,

nämlich sehr orange.

Eigentlich ein guter Ort für Luna,

um ihn mal zu besuchen.

Russlands blutiger imperialer Schatten

Symbolbild: rote Spur nach Moskau

Die Diktatur von Wladimir Putin dauert nun schon eigentlich über zwei Jahrzehnte an, auch wenn sie sich lange Zeit den Anschein einer gelenkten Demokratie zu geben versuchte. Diese Maske ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine endgültig gefallen und es ist deutlich, dass Russland unter Putin zu einer Diktatur geworden ist.

Wer jedoch glaubt, dass mit dem Ende seiner Herrschaft auch der russische Imperialismus wie durch ein Wunder verpufft, ignoriert die historische Realität. Russland leidet unter einer tiefen moralischen Verrottung, die nicht an eine einzelne Person gebunden ist. Diese Gewaltkultur ist über Generationen hinweg tief in der Gesellschaft verankert worden.

Wie lebendig und zerstörerisch dieser Geist ist, zeigt der schmerzhafte Blick auf die jüngsten Ereignisse. Erst in der vergangenen Nacht (vom 1. auf den 2. Juli 2026) erlebte die Ukraine eine der schwersten Luftangriffswellen des bisherigen Jahres. Russland feuerte ein massives Arsenal von 74 Raketen und fast 500 Drohnen ab.

Das primäre Ziel war die Hauptstadt Kyjiw. Die Folgen dieser Nacht zeigen die nackte Brutalität des Regimes:

  • In Kyjiw wurden mindestens 13 Menschen getötet und über 90 verletzt, als Wohnblöcke, ein Hotel und eine Rettungsstation direkt getroffen wurden. Tausende Menschen mussten die Nacht in U-Bahn-Schächten verbringen.
  • In der Region Dnipropetrowsk schlug eine russische Gleitbombe ein und tötete ein siebenjähriges Kind.

Diese Verbrechen werden nicht von Putin allein begangen. Es sind tausende ganz normale russische Soldaten, die die Knöpfe drücken, die Flugrouten programmieren und die Befehle ausführen. Und es ist eine schweigende oder aktiv zujelnde Mehrheit zu Hause, die diese Taten mitträgt. Das zeigt: Der moralische Kompass eines ganzen Landes ist verschoben.

Warum ein Wechsel an der Spitze nichts ändert

Kultur verändert sich nicht von heute auf morgen. Das Denken in imperialen Einflusssphären – die Vorstellung, dass kleinere Nachbarstaaten kein echtes Existenzrecht haben – zieht sich wie ein roter Faden durch die russische Geschichte. Vom Zarenreich über die Sowjetunion bis hin zum heutigen Regime wurde den Menschen eingetrichtert, dass Größe durch Unterdrückung demonstriert wird.

Diese tief sitzende Haltung hat verheerende Auswirkungen auf die Zukunft. Selbst wenn Putin morgen durch einen anderen Akteur ersetzt wird, bleibt das gesellschaftliche Fundament dasselbe. Ein demokratischer Wandel erfordert eine radikale Aufarbeitung der eigenen Schuld. Doch davon ist die russische Gesellschaft heute weiter entfernt denn je, da die systematische Propaganda Hass und Gewalt komplett normalisiert hat.

Der lange Weg zur Umkehr

Ein echtes Umdenken in Russland wird keine Frage von Monaten sein, sondern von Jahrzehnten. Solange die imperiale Kultur als Identitätsstifter dient und die eigene Bevölkerung die brutale Gewalt gegen Zivilisten toleriert, bleibt das Land eine dauerhafte Bedrohung für den Frieden in Europa. Die internationale Gemeinschaft darf sich daher keinen Illusionen hingeben: Der Weg zu einem friedlichen Russland führt nicht über den schnellen Wechsel eines Herrschers, sondern über den schmerzhaften und langwierigen Zusammenbruch eines jahrhundertealten imperialen Weltbildes.

Quellen:

  • Zeit
  • Financial Times (02.07.2026): „Russia unleashes huge bombardment on Kyiv“
  • The Moscow Times (02.07.2026): „Russian Air Barrage on Kyiv Kills At Least 18“
  • Ukrinform (02.07.2026): „Massiver Angriff auf Kyjiw: Zahl der Todesopfer steigt“
  • Tagesspiegel / Associated Press (02.07.2026): „Nach Warnung von Selenskyj vor Großangriff: Massive russische Attacken auf Kyjiw“

Kleine Hommage an den Olympiapark

Eine kleine Hommage auf

den Olympiapark München 

mit seiner interessanten 

Zeltarchitektur.

Vorgestellt von Luna.

Lobe den Herrn meine Seele experimentell

Zufällig bin ich auf diesen Song gestoßen. Interessant bis gar nicht so schlecht. Einfach mal reinhören.

Hier das Original, das viele wohl mehr im Hinterkopf haben:

Hello, my friends

Unerwartete Begegnung


Stell dir vor, du sitzt mit deinen Freunden gemütlich abends im Garten beim Grillen und plötzlich kommt aus dem Dunkeln eine Unbekannte auf dich zu und sagt: „Hello my friends.“


Und plötzlich merkst du, dass es nicht nur auf den Inhalt der Worte ankommt, sondern auch auf die Situation und darauf, wer und in welcher Intention das spricht.

Regenpause

Heute

hat der Himmel für einen Moment

die Handbremse gezogen.

Der Regen fällt,

als wolle er den Asphalt

an etwas Kühles erinnern.

Fenster stehen offen.

Die Stadt atmet tiefer.

Selbst die Bäume

scheinen einen Satz zu Ende zu sprechen.

Es ist angenehm,

dieses kurze Durchatmen

zwischen zwei Wellen aus Hitze.

Doch schon morgen

wird die Sonne

wieder ihren Platz einnehmen.

Und das

ist auch gut so.

Ich mag

das Licht,

die langen Abende,

das Flimmern

über den Straßen,

den Sommer,

der nicht um Erlaubnis fragt.

Manchmal

braucht selbst die Wärme

nur einen kleinen Regen,

damit wir sie

wieder

willkommen heißen.

„Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine…“

Dieser Song der österreichischen Gruppe Wanda heißt Bologna.

Er handelt von der Cousine des (lyrischen Ichs? des) Sängers.

Warum sein Wunsch nicht in Erfüllung geht ?

Es sind – vermutlich – die Zähne.

Luna tanzt hier übrigens vor dem Bayerischen Hof in München. Das ist übrigens auch der Ort, an dem das Münchner Sicherheitstreffen jährlich stattfindet. Okay, aber das nur nebenbei.

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