
Blutiges Chanukka und kaltes Diktat: Ist das der Untergang?
Es war ein Sonntag, der als Wendepunkt der Dunkelheit in die Geschichte eingehen wird. Am 14. Dezember 2025 zeigte sich der globale Antisemitismus in seiner ganzen brutalen Doppelnatur: Physische Vernichtung an den Stränden Australiens und politische Erpressung in den Konferenzräumen Berlins. Während jüdisches Blut in den Sand von Bondi Beach sickerte, wird aktuell in Berlin dem jüdischen Präsidenten der Ukraine aller Wahrscheinlichkeit nach von Vertretern der Trump-Regierung die Pistole auf die Brust gesetzt.
I. Das Massaker von Bondi Beach: Der Terror erreicht das Paradies
Was als Fest des Lichts begann, endete in einem Albtraum. Am berühmten Bondi Beach in Sydney hatten sich Tausende versammelt, um mit „Chanukah by the Sea“ das jüdische Lichterfest zu feiern. Doch statt Kerzen wurde das Feuer aus automatischen Waffen entzündet.
- Die Tat: Zwei Männer in schwarzer Kleidung eröffneten von einer Fußgängerbrücke das Feuer auf die feiernden Familien. Mindestens 15 unschuldige Menschen starben, darunter ein Kind und der angesehene Rabbiner Eli Schlanger. Über 40 weitere wurden verletzt.
- Die Täter: Die Polizei identifizierte die Schützen als ein Vater-Sohn-Gespann (50 und 24 Jahre alt) pakistanischer und libanesischer Herkunft. Der Vater wurde vor Ort erschossen, der Sohn, Naveed Akram, liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Ihr Motiv war reiner, tödlicher Antisemitismus, angefeuert durch die Ideologie einer „globalisierten Intifada“.
- Der Held: Inmitten des Grauens zeigte sich menschliche Größe. Ein Obsthändler namens Ahmed al Ahmed warf sich todesmutig auf einen der Schützen und entwaffnete ihn. Dass ein Mann mit muslimischem Hintergrund sein Leben riskierte, um Juden zu retten, ist das einzige Licht in dieser tiefen Finsternis.
Dies war kein Zufall, sondern ein gezielter Schlag gegen jüdisches Leben in der Diaspora. Die sichergestellten Sprengsätze im Fahrzeug der Täter beweisen: Sie wollten ein noch größeres Massaker anrichten.
II. Das Diktat von Berlin: Kapitulation als „Friedensplan“
Während Australien trauerte, spielte sich in Berlin ein kaltes diplomatisches Drama ab. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj – selbst Jude und Zielscheibe russischer Vernichtungsrhetorik – traf auf die Gesandten des designierten US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner.
Ihm wurde im Vorfeld ein sogenannter „28-Punkte-Friedensplan“ vorgelegt, der de facto einer Unterwerfung gleichkommt:
- Gebietsabtretung: Die Ukraine soll den Donbass und die Krim faktisch aufgeben.
- NATO-Verbot: Ein dauerhafter Ausschluss aus dem westlichen Verteidigungsbündnis.
- Abrüstung: Eine massive Reduzierung der ukrainischen Armee auf 600.000 Mann.
Selenskyj, sichtlich unter Druck, versuchte bereits im Vorfeld und aktuell nun in Berlin zu retten, was zu retten ist. Vor Journalisten sagte er: „Die fairste mögliche Option ist es, dort zu bleiben, wo wir sind.“ Er flehte förmlich um Unterstützung für einen Waffenstillstand an der aktuellen Frontlinie, wohlwissend, dass Putins Russland dies nur als Pause nutzen würde, um neu aufzurüsten.
Die Ironie ist unerträglich: Ein jüdischer Präsident kämpft gegen einen Aggressor, der ihn „entnazifizieren“ will, und wird vom Westen womöglich zu wenig unterstützt, damit sein Land nicht auf dem Altar eines faulen Friedens geopfert wird.
III. Im Fadenkreuz: Jüdisches Leben in der Ukraine und Putins Genozid
Warum ist dieser Druck so gefährlich? Weil er ein Land trifft, das historisch und aktuell ein Herzstück jüdischer Identität ist – und einem Gegner gegenübersteht, der genozidale Absichten hegt.
- Die Zahlen: Trotz Holocaust und massiver Auswanderung leben heute noch 32.000 bis 43.000 Menschen in der Ukraine, die sich als jüdisch identifizieren. Zählt man jene mit jüdischen Wurzeln dazu (die nach israelischem Gesetz rückkehrberechtigt wären), sind es bis zu 140.000 Menschen.
- Die Geschichte: Die Ukraine ist „getränkte Erde“. Von den Kosaken-Pogromen im 17. Jahrhundert bis zum Holocaust, dem 1,5 Millionen ukrainische Juden zum Opfer fielen (viele davon erschossen in Schluchten wie Babi Jar), ist die Geschichte von Blut geprägt.
- Putins Ziel: Wladimir Putin will die Ukraine „ausradieren“. Seine Rhetorik, die Ukrainer als „Nicht-Menschen“ und die Regierung als „Nazis“ bezeichnet, erfüllt alle Kriterien der Völkermord-Konvention. Die Verschleppung von 20.000 Kindern und die systematische Zerstörung der Infrastruktur sind Beweise dafür, dass er die ukrainische Identität – und damit auch die jüdisch-ukrainische Geschichte – auslöschen will.
IV. Die deutsche Querfront: Die Helfershelfer des Hasses
Besonders verstörend ist die Rolle der politischen Ränder in Deutschland. Die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bilden eine Allianz des Ressentiments, die Putins Narrative nicht nur duldet, sondern aktiv verbreitet.
- AfD: Teile der Partei, insbesondere der völkische Flügel, betreiben Geschichtsrevisionismus und verharmlosen die NS-Zeit. Ihre Forderung nach einem Ende der Sanktionen ist eine direkte Einladung an Putin, seinen Vernichtungskrieg fortzusetzen.
- BSW: Sahra Wagenknecht spricht zynisch von „Frieden“, meint aber Kapitulation. Ihr Boykott der Rede Selenskyjs im Bundestag war ein Akt der offenen Verachtung gegenüber einem jüdischen Staatsoberhaupt. Ihre Rhetorik bedient oft antisemitische Codes von „globalen Eliten“ und einem „aggressiven Westen“.
Beide Parteien schaffen in Deutschland ein Klima, in dem Antisemitismus unter dem Deckmantel der „Friedensliebe“ oder der „Israelkritik“ salonfähig wird. Sie sind die politischen Brandbeschleuniger für Taten wie jene in Bondi.
V. Ein Kampf um Alles
Der 14. Dezember 2025 zeigt uns ungeschminkt die Realität: Jüdisches Leben ist weltweit im Belagerungszustand.
In Australien werden Juden ermordet, weil sie Juden sind.
In Europa wird ein jüdischer Präsident erpresst, weil sein Überleben den geopolitischen Deals der Großmächte im Weg steht.
Sollten wir zulassen, dass die Täter von Bondi von irgendjemandem als „Widerstandskämpfer“ gefeiert werden, und sollten wir zulassen, dass die Ukraine geopfert wird, dann hätten wir unsere moralische Bankrotterklärung unterschrieben. Das Licht von Chanukka steht für Widerstandskraft. Wir sollten nicht zulassen, dass es erlischt.
Eine ausführliche Analyse zum Thema finden Sie hier als PDF.



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