Wenn etwas in der Luft liegt …

Der erste Advent
zieht leise in die Räume,
als hätte jemand
ein Fenster in die Zukunft gekippt.

Da ist dieses Warten,
das man nicht wegdenken kann –
wie ein feiner Riss im Alltag,
durch den plötzlich
Licht hereinsickert.

Man merkt,
dass Hoffnung Geräusche macht,
wenn sie sich bewegt.
Ein leises Atmen,
ein fast vergessenes Vertrauen.

Und irgendwo zwischen
Kerzenwachs und kühler Dezemberluft
flüstert etwas:
Du musst nicht alles tragen.
Nicht heute.
Nicht allein.

Der Advent spricht
in kleinen Funken,
im Unfertigen,
im Noch-Nicht:

Ich komme.
Und mit mir
kommt ein neuer Anfang.


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