Haben wir den Schuss nicht gehört?

Warum wir beim E-Auto jetzt Vollgas geben müssen!

Mal ganz ehrlich, Leute: Leide nur ich an einem Déjà-vu oder haben wir als Gesellschaft einen kollektiven Gedächtnisverlust erlitten? Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir alle mit Schaudern auf unsere Gasrechnungen und die Zapfsäulen geblickt. Da war plötzlich allen klar: Unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ist nicht nur schlecht für den Planeten, sie ist eine strategische Katastrophe. Sie macht uns erpressbar und füllt die Kriegskassen von Regimen, die auf Menschenrechte und Völkerrecht pfeifen. Allen voran das russische Regime, das mit unseren Petrodollars seinen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine und Kyjiw finanziert.

Und was passiert jetzt? Kaum sind die Preise wieder etwas gesunken, scheint diese dringende Erkenntnis in den Köpfen vieler wieder zu verpuffen. Die Debatte dreht sich im Kreis, das E-Auto wird wieder madig gemacht und der Verbrenner zum Kulturgut verklärt. Man könnte meinen, der Tankrabatt war nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine moralische Betäubung.

Dabei ist die Sache doch glasklar: Jeder Liter Benzin oder Diesel, den wir tanken, ist ein kleiner Beitrag zur Aufrechterhaltung eines Systems, das wir eigentlich überwinden wollen. Es ist blutiges Geld, das direkt oder indirekt Aggressionen finanziert. Wollen wir das wirklich? Wollen wir bei jedem Tritt aufs Gaspedal die Augen davor verschließen, dass wir damit Autokraten die Macht sichern? Die Antwort kann doch nur ein lautes „Nein!“ sein.

Und dann ist da ja auch noch diese Kleinigkeit namens Klimakrise. Nur falls das im allgemeinen Gezeter untergegangen ist: Die brennt, schmilzt und flutet immer noch fröhlich vor sich hin. Die Physik lässt sich von politischen Sonntagsreden und Stammtischparolen leider herzlich wenig beeindrucken. Der Umstieg auf Elektromobilität ist keine grüne Spinnerei, sondern nackte Notwendigkeit und eine unserer größten Chancen, den Verkehrssektor endlich auf einen zukunftsfähigen Pfad zu bringen. Aber klar, solange der eigene SUV noch blubbert, sind die schmelzenden Gletscher ja weit weg.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Die Ladeinfrastruktur muss schneller ausgebaut werden, die Batterietechnik muss noch besser und nachhaltiger werden. Geschenkt! Aber anstatt diese Herausforderungen als das zu sehen, was sie sind – nämlich lösbare Aufgaben für ein Hochtechnologieland –, suhlen wir uns in deutscher Bedenkenträgerei. Wir zerreden jede Innovation, bis nur noch die Probleme übrig zu sein scheinen. Statt anzupacken, wird blockiert.

Die Zukunft der Mobilität auf der Straße ist elektrisch, leise und lokal emissionsfrei. Sie bedeutet sauberere Luft in unseren Städten, weniger Lärm und eine gigantische Chance für unsere Industrie, an der Spitze der Bewegung zu bleiben. Es geht um unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unsere Zukunft.

Es ist an der Zeit, dass wir uns wieder an die Dringlichkeit erinnern. Die Entscheidung zwischen Verbrenner und E-Auto ist keine reine Geschmacksfrage. Es ist eine Entscheidung zwischen Gestern und Morgen. Zwischen Abhängigkeit und Souveränität.

Also, hören wir auf, uns selbst auszubremsen. Treten wir endlich aufs richtige Pedal – das Strompedal! Es ist höchste Zeit.


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Kommentare

3 Kommentare zu „Haben wir den Schuss nicht gehört?“

  1. Avatar von Agricola
    Agricola

    Kann alles sein, kann alles nicht sein. Dieselben Leute, die uns jetzt in Klimapanik versetzen wollen, haben vor fünf Jahren eine bessere Grippe als existentielle Bedrohung der Menschheit hochgejazzt und uns davon ausgehend unserer Grundrechte beraubt.
    Nie wieder ist jetzt!

  2. Die Spanische Grippe (1918-1920) forderte weltweit schätzungsweise 25 bis 50 Millionen Todesopfer, in Deutschland waren es mindestens 260.000. Im Vergleich dazu sind in Deutschland an oder mit COVID-19 187.760 Menschen gestorben, und weltweit 7.085.068. Ohne die Lockdowns und anderen Maßnahmen wäre die Zahl der COVID-19-Todesfälle in Deutschland voraussichtlich deutlich höher ausgefallen, da die Ausbreitung des Virus ungebremst gewesen wäre und das Gesundheitssystem schnell überlastet worden wäre.

  3. Avatar von Agricola
    Agricola

    Als mein Nachbar im gesegneten Alter von 94 Jahren starb, wollte der Arzt, der die Sterbeurkunde ausstellte, von den Angehörigen wissen, ob der alte Herr mit Covid infiziert war. Offenbar hätte er ihn gerne als Coronatoten verbucht.
    Soviel zu Ihren 187.760 Coronatoten.

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