
Ein Donnerschlag.
Die Zahl tanzt.
Fünf Prozent, ein Gespenst
im Anzug der Notwendigkeit.
.
Kein Reim, nur Echo.
Das Gestern frisst das Morgen,
denn der Bär, den wir schlafend wähnten,
brüllt wieder an unserer Tür.
.
Wir hatten geträumt von ewigen Feldern
ohne Stacheldraht,
von Schulen, die Wissen säen,
statt Stahlblumen zu züchten.
.
Ein Kind malt einen Panzer,
bunter als das Original.
Doch die Kreide zerbricht,
die Straßen schreien nach Asphalt.
.
Der russische Imperialismus,
eine alte Melodie in neuem Klang.
Er reißt die Stille auf,
die wir so mühsam gebaut.
.
Die Angst, ein hungriges Tier,
füttert die Öfen der Fabriken.
Rauch steigt auf, ein Gebet,
das niemand erhört.
.
Frieden? Ein fernes Flüstern,
überdeckt vom Klirren der Münzen.
Fünf Prozent –
der Preis dafür, dass wir einigermaßen in Ruhe werden leben können.
Die Nato-Staaten haben sich in Den Haag darauf geeinigt, bis spätestens 2035 fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren – ein so hohes Ziel gab es seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Dies beinhaltet Ausgaben für die Verteidigung sowie für den Schutz wichtiger Infrastrukturen und die Stärkung der Rüstungsindustrie, um Sicherheitsbedrohungen, insbesondere durch Russland, zu begegnen. Im Gegenzug erhoffen sich die Nato-Staaten, dass die USA ihre Beistandsverpflichtung klar bekräftigen.
Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, edd (25. Juni 2025, 14:18 Uhr)



Kommentar verfassen