
Während in der Ukraine ein Luftkrieg neuer Dimension tobt, fragt man sich unweigerlich, warum die EU-Länder in ihrer Unterstützung so unentschlossen wirken. Friedrich Merz, unser Bundeskanzler, mag zwar rhetorisch die Uneingeschränktheit der Waffenlieferungen betonen, doch die Realität sieht anders aus.
Russland greift mittlerweile durchgehend mit einer erschreckenden Anzahl an Drohnen und Raketen an, während die Ukraine verzweifelt versucht, Schritt zu halten. Die ukrainische Flugabwehr ist überlastet, und die Unterstützerländer scheinen im Produktionstempo der russischen Kriegswirtschaft nicht mithalten zu können. Merz kündigt zwar großzügig Militärhilfen an, doch diese Gelder sind ohnehin bereits vom Bundestag bewilligt worden – in der vorausgegangenen Legislaturperiode.
Die Realität ist, dass die Ukraine dringend Waffen benötigt, um sich zu verteidigen. Doch anstatt schnell und entschlossen zu handeln, verstricken sich die EU-Länder in bürokratischen Prozessen und Entscheidungsfindungen. Währenddessen sterben in der Ukraine Menschen, und die rechtsradikalen Parteien in der EU reiben sich die Hände angesichts der möglichen Flüchtlingsströme vermutlich bereits die Hände, weil rechtsextreme Parteien damit hervorragend Hass und Hetze schüren könnten.
Es scheint, als ob die EU lieber redet als handelt. Merz mag zwar offener sein, wenn es um die Beschlagnahmung von russischem Staatsvermögen geht, doch auch hier gibt es juristische Bedenken. Währenddessen liefert Nordkorea fleißig Waffen an Russland, und die UN wirft Russland Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
Die Situation ist ernst, aber die EU scheint gelassen zuzusehen. Vielleicht hoffen sie insgeheim, dass sich das Problem von selbst löst, oder dass Friedrich Merz mit seiner rhetorischen Brillanz den Krieg beenden kann.



Kommentar verfassen