Karfreitag: Omega und Alpha

Im biblischen Kontext steht Christus als das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte. Doch am Karfreitag wird diese Reihenfolge umgekehrt erlebbar. Der Tag, der traditionell als Ende erscheint – symbolisiert durch den Tod Jesu am Kreuz –, markiert zugleich einen neuen Anfang.

In der Dunkelheit des Kreuzestodes manifestiert sich die tiefste Verzweiflung und scheinbare Niederlage. Christus stirbt, und mit ihm scheinen zunächst auch Hoffnung und Glauben zu zerbrechen. Karfreitag wird so zum Omega, zum Ende menschlicher Vorstellungen von Macht und Herrlichkeit.

Aber genau hier beginnt etwas Neues. Gerade aus der Tiefe der Verlassenheit heraus zeigt Gott seine wahre Kraft: Die Macht, Leben aus dem Tod hervorzugehen zu lassen. Die Kreuzigung Jesu ist somit nicht bloß Abschluss, sondern zugleich eine Geburt. In diesem Sinn wird Karfreitag zum Alpha, zum Anfang einer neuen Beziehung zwischen Gott und Menschheit, gegründet auf Vergebung, Versöhnung und Erlösung.

Karfreitag fordert uns heraus, Gottes Wirken anders zu sehen: Nicht nur in offensichtlicher Stärke und Erfolg, sondern gerade in Schwachheit, Demut und Hingabe. Durch diesen Perspektivwechsel eröffnet sich eine radikal neue Sicht auf die Welt und unser eigenes Leben. So ist der Karfreitag das Ende unserer alten Vorstellungen und zugleich der Anfang einer tiefgreifenden, neuen Realität in Christus.

Hier die Szenen aus dem Musical Jesus Christ Superstar in der richtigen Reihenfolge zum heutigen Karfreitag:


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