
Donald Trump inszeniert sich gerne als starker Verhandler und unnachgiebiger Anführer. Doch nach dem Telefonat mit Putin zeigt sich einmal mehr: Nicht er führt, sondern Putin spielt mit ihm.
Putin hat es geschafft, Trump minimale Zugeständnisse als großen Fortschritt zu verkaufen. Ein 30-tägiger Verzicht auf Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur? Das bedeutet nicht, dass Russland aufhört zu töten – es bedeutet nur, dass es andere Ziele angreift. Währenddessen verlängert Putin geschickt die Gespräche, stellt Forderungen, die die Ukraine niemals akzeptieren kann, und hält Trump hin.
Trump will Frieden, aber er bekommt nichts außer leeren Versprechungen. Schlimmer noch: Er untergrub die Position der Ukraine, indem er Waffenlieferungen verzögerte und signalisierte, dass er sich aus der Unterstützung zurückziehen könnte. Putin nutzt das eiskalt aus.
Doch was, wenn Trump es irgendwann durchschaut? Wenn er merkt, dass er nicht der starke Mann am Verhandlungstisch ist, sondern derjenige, der hingehalten wird? Trump kann sehr wohl anders – wenn er sich betrogen fühlt. Und genau das passiert hier. Putin hält Trump hin, spielt mit ihm wie eine Katze mit der Maus.
Falls Trump endlich aufwacht, könnte sich das Blatt schnell wenden. Trump könnte genervt sein, gereizt, wütend. Und dann? Dann könnte er sich gegen Putin wenden, statt sich von ihm an der Nase herumführen zu lassen. Dann könnte Trump echten Druck auf Russland ausüben – mit Sanktionen, Waffenlieferungen oder politischen Drohungen.
Die Frage ist nur: Wann wird Trump es merken?
Und wird es dann noch rechtzeitig für die Ukraine sein?



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