Staatsstreich live: Wie Trump und Musk die Demokratie zerlegen

Duumvirat: Donald Trump und Elon Musk

Es passiert direkt vor unseren Augen: In den USA spielen sich Vorgänge ab, die man nicht mehr nur als politisches Chaos abtun kann. Donald Trump und sein Partner in diesem Machtspiel, Elon Musk, arbeiten gezielt daran, die Grundlagen der amerikanischen Demokratie zu zerstören. Kein heimliches Geflüster hinter verschlossenen Türen, sondern ein offener Angriff – als wollten sie uns ins Gesicht sagen: Fangt uns doch, wenn ihr könnt !

Was passiert da gerade?

Trump, wiedergewählt und mit einem zweifelhaften Gefühl der Allmacht ausgestattet, hat seit seinem ersten Tag der zweiten Amtszeit einen Feldzug gegen demokratische Institutionen gestartet. Dekrete, die eindeutig gegen die Verfassung verstoßen, werden in die Welt gesetzt. Beamte, die sich ihm in den Weg stellen, fliegen aus ihren Ämtern. Besonders pikant: Trump friert einfach Gelder ein, obwohl der Kongress laut Verfassung die Hoheit über Staatsausgaben hat. Klingt illegal? Ist es auch.

Und dann ist da Elon Musk, der reichste Mann der Welt. Mit einem nebulösen Titel als „besonderer Regierungsmitarbeiter“ ausgestattet, schickt er seine Leute in Bundesbehörden, wo sie Zugriff auf Datenbanken und Zahlungssysteme erlangen, Programme stoppen und Mitarbeiter zur Kündigung drängen. Entwicklungshilfen? Eingestellt. Das Bildungsministerium? Bald dran.

Staatsstreich? Nennen wir das Kind beim Namen

Die Strategie dahinter ist klar: Trump und Musk zielen darauf ab, demokratische Institutionen zu kontrollieren oder gleich komplett zu zerschlagen. Der Historiker Timothy Snyder nennt es unverblümt: „Natürlich ist es ein Staatsstreich.“ Und das ist keine Übertreibung. Musk ist kein gewählter Politiker, hat kein Mandat und agiert dennoch, als ob er die absolute Macht hätte. Sein Ziel? Die Demokratie zugunsten eines autoritären Systems zu „optimieren“. Mit anderen Worten: Abschaffung der Demokratie.

Warum kann das einfach so passieren?

Hier wird es richtig düster: Der Rechtsstaat, das Rückgrat der Demokratie, kommt nicht hinterher. Zwar wurden erste Klagen gegen Trumps Dekrete eingereicht, aber gerichtliche Entscheidungen brauchen Zeit – Monate, manchmal Jahre. In der Zwischenzeit richten Trump und Musk maximalen Schaden an. Und das Supreme Court-Urteil, das Trump Immunität für Amtshandlungen gibt? Ein Geschenk, das ihm freie Bahn lässt.

Und Musk? Er weiß, dass er nicht belangt werden kann

Musk hat einen entscheidenden Vorteil: Seine Rolle als „besonderer Regierungsmitarbeiter“ ist rechtlich unklar geregelt. Das bedeutet, dass es schwer wird, ihm Verstöße eindeutig nachzuweisen. Und selbst wenn: Er hat genug Geld, um sich die besten Anwälte zu leisten. Der Rechtsstaat sorgt nur dafür, dass Rechtsbrüche im Nachhinein geahndet werden – nicht, dass sie nicht passieren. Und genau darauf spekuliert Musk.

Was bleibt?

Die erschütternde Wahrheit ist: Der Rechtsstaat verlässt sich darauf, dass Regierungen sich an Regeln halten. Wenn sie das nicht tun, steht er machtlos da. Die Frage ist nicht mehr, wie weit Trump und Musk gehen werden – die Antwort ist klar: Bis zum Ende. Die Frage ist, wer sie aufhalten kann. Und ob es rechtzeitig gelingt.

Das ist kein „politisches Drama“. Das ist ein Angriff auf die Demokratie. Und wir alle sehen zu.

Und noch beunruhigender: Donald Trump ist erst seit knapp Wochen im Amt. Noch nicht einmal ganz drei Wochen.

Quelle und mehr Infos ZEIT ONLINE


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Kommentare

2 Kommentare zu „Staatsstreich live: Wie Trump und Musk die Demokratie zerlegen“

  1. […] wiederholt sich nicht – aber manchmal fühlt es sich erschreckend ähnlich an. Während wir gerade in im Liveticker den USA zusehen, wie Donald Trump und sein Komplize Elon Musk d…, lohnt ein Blick zurück: auf die ersten 100 Tage der Nazis unter Adolf Hitler. Wie sich die beiden […]

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