In einer Zeit, in der rechtsextreme Strömungen in Deutschland besorgniserregend an Kraft gewinnen, hat der Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ von Danger Dan, Teil der Antilopen Gang, eine besondere Bedeutung. Der Track, der auf den unverändert bedrohlichen Charakter von Faschismus hinweist – „Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein“ –, erscheint in Anbetracht der aktuellen Ereignisse rund um die AfD relevanter denn je.
Der jüngste Skandal, bei dem Pläne von AfD- Funktionären für massenhafte Deportationen von Menschen mit Migrationshintergrund offenbart wurden, zeigt erschreckende Parallelen zur Geschichte. Die Pläne folgen der Rhetorik des Nazi-Juristen Carl Schmitt und seiner Schrift „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“ von 1923. In dieser wurden bereits identitäre Vertreibungsphantasien formuliert, die heute von Teilen der AfD aufgegriffen werden. Dies wurde in einem Artikel von Thomas Assheuer in ZEIT ONLINE vom 17. Januar 2024 dargelegt.
Die AfD, die 2013 als eine Partei konservativer Prägung gegründet wurde, zeigt zunehmend eine gefährliche Radikalisierung. Ihre Propaganda und Verbindungen zu extremistischen Kreisen sind alarmierend. Die Partei, die einst von Figuren wie Alexander Gauland und Björn Höcke als bürgerlich-konservativ dargestellt wurde, offenbart nun ihre wahren Intentionen – Pläne für eine ethnische Homogenisierung Deutschlands und die „Reinigung“ der Nation von Andersdenkenden.
Die aktuellen Geschehnisse um die AfD und ihre Bezugnahme auf Carl Schmitts Gedanken zeigen die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben und demokratische Werte aktiv friedlich und juristisch zu verteidigen. Danger Dans Song unterstreicht diese Dringlichkeit und erinnert uns daran, dass die Gefahren des Faschismus und Rechtsextremismus immer präsent sind. Es ist ein Appell, die Geschichte nicht zu vergessen und gegen menschenfeindliche Ideologien standhaft zu bleiben.




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