
Es war einmal ein Mann namens Otto. Otto hatte keine Freunde, keine Liebe, keinen Optimismus, aber dafür eine prächtige Yacht in San Tropez, einen schnittigen Privatjet und ein Bankkonto, das so gut gefüllt war, dass er problemlos in zahlreiche Aktienfonds investieren konnte.
Eines Tages saß Otto auf seiner Yacht und starrte auf das funkelnde Meer hinaus. Plötzlich kam ein Möwe angeflogen und setzte sich auf seine Schulter. „Na, wie läuft’s?“, fragte die Möwe.
„Es könnte besser sein“, seufzte Otto. „Ich habe all diese Dinge, aber irgendwie fühle ich mich nicht glücklich.“
Die Möwe schaute ihn erstaunt an. „Hast du etwa kein Vogelfutter?“, fragte sie. „Ich dachte, jeder reiche Typ hat Vogelfutter!“
Otto lachte. „Nein, ich habe kein Vogelfutter.“
Die Möwe schüttelte den Kopf. „Kein Wunder, dass du nicht glücklich bist. Du hast ja gar kein Vogelfutter!“
Von diesem Tag an änderte Otto sein Leben. Er verkaufte seine Yacht, seinen Privatjet und investierte all sein Geld in Vogelfutter. Er baute die größte Vogelfutter-Fabrik der Welt und wurde zum größten Vogelfreund in ganz San Tropez.
Und wissen Sie was? Er fand Glück. Denn am Ende des Tages waren es nicht die glänzenden Yachten oder die schnellen Privatjets, die ihn glücklich machten, sondern das einfache Glück, seine gefiederten Freunde füttern zu können. Und so kam Otto zu der Erkenntnis: Um glücklich zu sein, braucht man wirklich nicht viel. Außer natürlich Vogelfutter.




Kommentar verfassen