
Es war an einem kühlen, grauen Abend, als der Gast das ‚Café Absurdum‘ betrat. Er war ein Mann mittleren Alters, mit furchengezeichnetem Gesicht und müden Augen, die wie die eines Menschen wirkten, der viel gesehen und noch mehr durchdacht hatte. Sein Gang war bedächtig, fast kontemplativ, als er einen Tisch am Fenster auswählte und sich setzte.
Das ‚Café Absurdum‘ war ein bescheidener Ort, altmodisch und mit einem gewissen Charme. Die Bedienungen, gekleidet in altmodischer Kleidung, bewegten sich durch den Raum, leise und effizient, während die Gäste ihr Essen und Trinken genossen. Es war eine typische Restaurant-Szene, unverändert durch Jahrzehnte und Jahrhunderte. Der Duft von Braten und Backwaren mischte sich mit dem von Kaffee und Tee, und leise Musik spielte im Hintergrund.
Als der Gast das Essen und Trinken vor sich hatte, konnte man in seinem Gesicht einen Ausdruck von fast kindlicher Erwartung sehen. Es war, als ob er auf etwas wartete, das über das bloße Essen hinausging. Eine Kellnerin näherte sich ihm, ein freundliches Lächeln auf den Lippen, und fragte ihn: „Alles gut?“
Und damit begann ein Dialog, der weit über das übliche Gespräch zwischen Gast und Bedienung hinausging.
Kellnerin: „Alles gut?“
Gast: „Nun, das hängt von der Definition von ‚gut‘ ab, meine Liebe.“
Kellnerin: „Ich meinte nur, ob das Essen nach Ihrem Geschmack ist, Sir.“
Gast: „Ah, das Essen! Ja, es ist passabel. Aber kann man das als ‚gut‘ bezeichnen? In einem Universum von unendlichen Möglichkeiten?“
Kellnerin: „In der Welt der Gastronomie, Sir, ja.“
Gast: „Faszinierend. Aber betrachten Sie doch mal den globalen Kontext. Kann ‚alles gut‘ sein, angesichts des Zustands unserer Welt?“
Kellnerin: „Ich bin nicht sicher, Sir. Meine Aufgabe hier ist es, die Gäste zu bedienen, nicht über die Zustände der Welt zu philosophieren.“
Gast: „Aber ist das nicht gerade das Problem, meine Dame? Wir sehen unsere Rollen zu eng. Wir sind nicht nur Kellner und Gäste, wir sind menschliche Wesen in einer komplexen Welt.“
Kellnerin: „Sicher, Sir. Möchten Sie vielleicht noch einen Kaffee?“
Gast: „Ah, Kaffee! Das flüssige Symbol unserer Existenz. Ja, bitte, einen Kaffee. Und wer weiß, vielleicht wird das die Welt zum Besseren verändern.“
Kellnerin: „Sicher, Sir. Einen Kaffee, gleich.“
Und während der Gast auf seinen symbolischen Kaffee wartete, lächelte er in sich hinein. ‚Alles gut‘, dachte er. Zumindest für den Moment.



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