Es ist wie so oft im Leben, es kommt immer darauf an, wen man fragt.
Fragt man Völkerrechtler*innen in Den Haag beispielsweise, lautet die Antwort: „Definitiv nein.“
Würde man beispielsweise einen Herrn Wladimir P., derzeit wohnhaft irgendwo in Moskau oder außerhalb auf einer Dacia, tief im Bunker unter der Erde, fragen, würde er wohl sagen:
„Ja. Wenn man Lust auf ein anderes Land hat, warum nicht. Man muss dann einfach ein Narrativ in die Welt setzen, dass das andere Land angeblich gar nicht existiere, dann kann man sich dessen Bodenschätze nehmen und das Land aneigenen. Und dass in dem anderen Land angeblich überhaupt keine Menschen leben, sondern Monster und Nazis, für die es ja fast von Vorteil sei, wenn man sie ermordet. Und das Wort „ermorden“ nimmt man lieber nicht in den Mund, sondern nennt es „befreien“. Und man muss Andere für sich arbeiten und kämpfen und sterben lassen, damit man selbst nicht zu Schaden kommt und finanziell von der ganzen Sache auch etwas hat. Dazu setzt man dem eigenen Volk einfach einen Floh in den Kopf, sinngemäß nach: ‚ein Volk, ein Reich ein Führer‘. Also man zieht die ganze Sache eben faschistisch auf: Der Einzelne zählt nichts, der Einzelne lebt nur dafür, um seinem Führer zu dienen, der dann ich selber bin. Hat in der Geschichte ja immer ganz gut funktioniert.“
Darf man aber Menschen, die das Völkerrecht brechen, indem sie freie und demokratische Länder überfallen, gerichtlich verfolgen und inhaftieren? An dieser Stelle würden dann Völkerrechtler*innen in Den Haag antworten: „Ja, unbedingt.“




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