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EU-Parlamentspräsidentin: „Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen“

Das, was dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz immer noch nicht über die Lippen kommt, formuliert nun immerhin in der nötigen Klarheit die EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola.

Olaf Scholz hingegen beschränkt sich nach wie vor auf ein ausweichendes „Russland darf und wird diesen Krieg nicht gewinnen“ .

Na gut, fragt man sich, Russland darf ihn also nicht gewinnen. Wer denn aber dann?

Die positive Formulierung der EU-Parlamentspräsidentin hingegen hat doch eine ganz andere Strahlkraft, nämlich eine, die für eine Zeitenwende, wie Olaf Scholz sie vor vielen Monaten einmal ausgerufen hatte, die passende Aussage ist.

Sprache formuliert und konstruiert nämlich gegenwärtige und künftige Wirklichkeit. Angenommen, ein Kind ist in einem Brunnen gefallen. Dann könnte man einerseits zwar die eigene Absicht derart formulieren: „Das Kind soll nicht im Brunnen bleiben“. Die viel angemessenere Aussage ist aber diese hier: „Wir müssen das Kind sofort aus dem Brunnen holen!“

Oder nehmen wir an, ein Haus brennt. „Dieses Haus darf nicht abbrennen“ ist eine andere Aussage, als wenn man positiv und deutlich formuliert „Der Brand muss sofort gelöscht werden!“ Im ersten Fall hofft man, dass auf irgendeine ominöse Weise dieses Haus tatsächlich doch bitte nicht abbrennen möge. Im zweiten Fall gibt man aktiv Anweisung, was nun dringendst zu tun ist. Im ersten Fall duckt man sich also weg und hofft, dass irgendjemand die Sache schon erledigen werde, im zweiten Fall ruft man direkt zum Eingreifen und zur Hilfe auf. Notlagen, die Leib und Leben betreffen, erfordern die Klarheit der zweiten Aussage, zumindest, wenn man seine Absicht zu helfen glaubwürdig formulieren möchte.

EU-Parlamentspräsidentin fordert mehr Waffen für die Ukraine

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, fordert, die Ukraine sowohl in militärischer als auch in finanzieller Hinsicht zusätzlich zu unterstützen. Dies bedeute „mehr Waffen für die Ukraine, mehr finanzielle und humanitäre Hilfe, mehr praktische Solidarität und mehr Sanktionen gegen Russland“. Metsola sagte, sie sei stolz auf die bisherige europäische Unterstützung der Ukraine, die EU könne aber noch mehr tun.

„Dieser Krieg muss dringend beendet werden. Und die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen.“

Roberta Metsola

[…]

Quelle ZEIT ONLINE

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