Markus Söder: Alea iacta est

„Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“

Mit diesen Worten gestand Markus Söder heute ein, dass Armin Laschet nun der Kanzlerkandidat der Union ist.

Vordergründig ein unauffälliger Satz. Für Menschen, die Latein können, steckt hier aber noch einiges an politischem Sprengstoff drin.

Alea iacta est, das ist das lateinische Pendant zu „die Würfel sind gefallen“, auch, wenn der lateinische Satz im Singular steht.

Alea iacta est, das soll römischer Geschichtsschreibung zufolge Caius Julius Caesar gesagt haben, als er mit seinen Truppen den kleinen Fluss Rubikon überschritt und auf Rom zu marschierte, wo er gegen den Senat und den damals erfolgreichsten römischen Feldherrn Pompeius militärisch kämpfen wollte. In der Folge besiegte er Pompeius, schwang sich zum Alleinherrscher auf, und wurde dann deswegen in einer Verschwörung von Senatoren ermordet. Danach begann der Bürgerkrieg, der Adoptivsohn Caesars, Octavian, setzte sich schließlich durch und machte sich zum ersten römischen Kaiser, er wurde dann Kaiser Augustus genannt, der Erhabene.

Die Worte „alea iacta est“ läuteten also das Ende der römischen Republik ein.

„Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“

Diese Formulierung von Markus Söder heute hat also noch eine verborgene Bedeutung. Möglicherweise war diese Formulierung zufällig. Möglicherweise beabsichtigt.

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