The daily Trump

Auch viele Medien in Deutschland machen mittlerweile mit. Wenn Donald Trump irgendetwas SchrĂ€ges gesagt oder getönt hat, wird es sofort zu einer Überschrift.

Damit geben nun also nicht mehr nur die US-amerikanischen Medien, sondern auch einige deutsche Medien dem Herrn US-PrĂ€sidenten eine BĂŒhne, von der fraglich ist, ob man sie ihm ĂŒberhaupt geben sollte.

Sinn und Ansinnen dieser Medien ist es, möglichst schnell und als erste einen vermeintlichen neuerlichen Tabubruch zu melden. Seriöser Journalismus ist das allerdings nicht, sondern ein Wetteifern und Wettrennen um Klicks und Leser.

Genauer kann man das hier gut auf den Punkt gebracht nachlesen.

6 Gedanken zu “The daily Trump

  1. Zu den Absichten der Medien

    Auch, wenn wir es so gerne ganz anders sehen möchten und obwohl es manchmal scheinbar so aussieht: Die Medien im Ganzen gesehen haben gar nicht die Absicht, uns umfassend zu informieren und ĂŒber wichtige, gesellschaftsrelevante Tatsachen und VorgĂ€nge „aufzuklĂ€ren“.

    Eine tragende SĂ€ule
    ihrer Marketing-Strategie
    ist das Bedienen der Neugierde.

    Erreichen sie das, sind sie bereits zufrieden. Sie wollen die hohe Auflage im Print-Bereich und wecken – besonders in den digitalen Werbe-Netzwerken wie Facebook – das BedĂŒrfnis nach frei-williger Weiter-Verbreitung ihrer Artikel.

    Ihre BemĂŒhungen gehen also immer nur so weit, wie es unbedingt erforderlich ist, um dieses Ziel, ihr Ziel zu erreichen, nĂ€mlich: unser Interesse zu wecken.

    Unsere Neugier = ihr monetÀrer Erfolg.

    GefÀllt 1 Person

    1. Ich denke, seriöse Medien wollen durchaus informieren. Aber trotzdem, ja, Medien sind auch zusÀtzlich immer Verkaufsartikel.
      Die sozialen Netzwerke wie Facebook wĂŒrde ich nicht in diese Kategorie einordnen. Bei ihnen ist der Algorithmus so programmiert, dass tatsĂ€chlich nicht der Beitrag nach oben kommt, der am seriösesten ist, sondern derjenige, der am meisten polarisiert.

      GefÀllt mir

  2. Fisch: „der Algorithmus so programmiert, dass tatsĂ€chlich nicht der Beitrag nach oben kommt, der am seriösesten ist, sondern derjenige, der am meisten polarisiert“

    Genau so. – Weil die MASSE die Patte bringt.
    Ein intelligent gefĂŒhrtes GesprĂ€ch ist nicht
    massentauglich, sondern ergibt nur Kleingeld.

    Siehe Facebook & Co:
    https://philosophischereplik.home.blog/2020/07/09/vernetzende-medien/

    🍁

    Fisch: „seriöse Medien wollen durchaus informieren“

    Wir geben uns leichtfertig mit MittelmĂ€ĂŸigem zufrieden.

    Der Journalist ist erst dann geistig frei, wenn er…
    entweder nicht vom Ort seiner TĂ€tigkeit bezahlt wird, oder
    das jeweilige Medium nicht auf monetÀren Gewinn aus ist.

    Trotz der ungĂŒnstigen Vorbedingungen
    haben wir vergleichsweise gute Medien.

    GefÀllt 1 Person

  3. Fisch: „kein Geld fĂŒr das, was ich hier schreibe.
    Das ist ja vielleicht schon mal ein Ansatz 😅 “

    Das sehe ich tatsÀchlich so.

    Mit seinen Texten keinen Erwartungen anderer
    genĂŒgen zu mĂŒssen, ist eine gute Voraussetzung.

    Meine HP + zwei Blogs sind ebenfalls
    ausschließlich gemeinnĂŒtzig angelegt.

    GefÀllt 1 Person

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