In manchen Medien kann man ein positives Framing von Begriffen beobachten. Begriffe werden durch andere Worte ersetzt und somit in einen positiv klingenden Rahmen gesetzt.
Beispielsweise Krieg. Statt „Kriegen“ reden viele Medien mittlerweile von „Konflikten“.
Ukrainekonflikt. Jemenkonflikt. Libyenkonflikt.
Konflikte kennen wir alle von zu Hause. Man streitet sich mal ein bisschen, der eine schmollt, man ist schon auch mal sauer auf den Anderen, aber dann verträgt man sich wieder. Dieses innere Bild schwingt bei uns mit, wenn man von „Konflikt“ spricht.
In Wirklichkeit sind Kriege zwar auch Konflikte, es sind aber in erster Linie Kriege. Dort gibt es Hass, Leid, Verletzungen, Menschen ohne Hoffnung, Tod und Mord und Folter. Das sind Kriege. Als Konflikte klingen sie irgendwie viel angenehmer, wenn sie über das Fernsehen oder Radio oder Internet Zugang zu unserer heilen Alltagswelt bekommen. Trotzdem bleiben sie Kriege. Denken wir einfach mal an den Ersten und Zweiten Weltkonflikt.



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