Framing in den Medien

In manchen Medien kann man ein positives Framing von Begriffen beobachten. Begriffe werden durch andere Worte ersetzt und somit in einen positiv klingenden Rahmen gesetzt.

Beispielsweise Krieg. Statt „Kriegen“ reden viele Medien mittlerweile von „Konflikten“.

Ukrainekonflikt. Jemenkonflikt. Libyenkonflikt.

Konflikte kennen wir alle von zu Hause. Man streitet sich mal ein bisschen, der eine schmollt, man ist schon auch mal sauer auf den Anderen, aber dann verträgt man sich wieder. Dieses innere Bild schwingt bei uns mit, wenn man von „Konflikt“ spricht.

In Wirklichkeit sind Kriege zwar auch Konflikte, es sind aber in erster Linie Kriege. Dort gibt es Hass, Leid, Verletzungen, Menschen ohne Hoffnung, Tod und Mord und Folter. Das sind Kriege. Als Konflikte klingen sie irgendwie viel angenehmer, wenn sie über das Fernsehen oder Radio oder Internet Zugang zu unserer heilen Alltagswelt bekommen. Trotzdem bleiben sie Kriege. Denken wir einfach mal an den Ersten und Zweiten Weltkonflikt.

 


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Kommentare

3 Kommentare zu „Framing in den Medien“

  1. In Wirklichkeit sind Kriege zwar auch Konflikte, es sind aber in erster Linie Kriege. Dort gibt es Lärm, Krachen, Schüsse, Gewalt, Waffen, Panzer, Bomber, Geschütze, Soldaten, Bajonette, Blut, Tote, Verletzte, Angst, Panik, Leid, Schmerzen, Trauer …

    Krieg ist HORROR!

  2. Ich ärgere mich schon lange über die sprachlichen Verharmlosungen! Damit soll uns nur Sand in die Augen gestreut werden. Hat das Ganze eigentlich mit der „Endlösung“ der Nazis begonnen? Wir sollten uns dagegen wehren, und zwar laut! Liebe Grüsse, Elisa

  3. Sehr richtig. Und das Framing funktioniert. Warum Menschen andere Töten und dies auch noch als heldentum verklären, ist ein Thema, das mich nie losgelassen hat. https://rotherbaron.com/2016/01/24/todessehnsucht-und-toetungsauftrag-ueber-einige-besonderheiten-des-toetens-im-krieg/

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