Toleranz ist in einer Demokratie das Zauberwort. Und zwar einerseits zurecht.
Denn Menschen haben unterschiedliche Ansichten und Lebensentwürfe, die es zu respektieren gilt. In dieser Hinsicht soll man tolerant sein, damit Gesellschaft funktionieren kann.
Andererseits haben manche Menschen extreme Ansichten oder unternehmen extremistische Handlungen, welche die Grenzen anderer Menschen einschränken und diese Mitmenschen in ihren Grundrechten gefährden oder sie ihnen absprechen. Bei einer solchen Intoleranz ist es vorbei mit der Toleranz.
Gegenüber Antisemitismus beispielsweise oder Rassismus darf man nicht mehr tolerant sein. Denn diese Gedankengebäude und Ideologien sind es auch nicht. Würden sie sich durchsetzen und gewinnen, gäbe es keine Toleranz mehr.
Toleranz kann man also in gewisser Weise nur Toleranten gegenüber entgegenbringen.
Intoleranten gegenüber, die anderen dieselbe Rechte absprechen, die sie für sich selber aber wie selbstverständlich postulieren, muss dann Intoleranz entgegentreten.



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