Tebartz van Elst wird Bischof von St.Petersburg

DSC_3058Die mit 5 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Russlands bekommt unverhofft einen prominenten Bischof. Der aufgrund seines opulenten Lebensstils in die Kritik geratene ehemalige Limburger Bischof Tebartz van Elst ließ heute über einen Sprecher mitteilen, er sei vom Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill, eingeladen worden, das Bischofamt für die Gemeinde zu übernehmen.

Ausschlaggebend für die Annahme sei für van Elst nicht der Prunk und die vielen vergoldeten Ikonen gewesen, sondern allein die Möglichkeit, in Demut und Ärmlichkeit ein Leben fernab des Trubels zu verbringen. Ria Novosti, die Nachrichtenagentur des Kremls, übermittelte Glückwünsche des Kreml-Chefs Wladimir Putin zu der Entscheidung, das Amt zu bekleiden. Putin habe aus tiefer Dankbarkeit für diesen Schritt beschlossen, seine an der Ostgrenze der Ukraine stationierten, kampfbereiten Truppen zu reduzieren. Zudem kündigte er jedoch auch an, die in Limburg lebenden Russen notfalls mit geeigneten Mitteln schützen zu wollen, sollte die Lage es erfordern. Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder meldete sich zu Wort und ließ verlauten,  obgleich er bei seinem damaligen Amtsantritt nicht bei Gott geschworen hatte, nun doch bei Gazprom eine Heiligenikone des neuen Bischofs aufhängen zu wollen, so gerührt sei er von diesem Schritt: „Van Elst könnte, wenn es nach mir geht, auch gleich bei Gazprom in den Aufsichtsrat, so als lebende Ikone, die es versteht, im Geld nicht nur Schlechtes zu sehen“, wurde er zitiert.

Von Seiten des Vatikans kam zunächst Unverständnis für diesen Schritt, doch wolle Papst Franziskus nun auch umdenken und repräsentativer auftreten; dazu wolle er die Trambahn, mit der er öfters fährt, mit einem roten Teppich ausstatten lassen – für die täglichen Pendler. Er selbst wolle jedoch weiterhin seinen eigens angefertigten Holzplatz im hinteren Teil des Wagens benutzen. Dies sei zudem  aus Sicherheitsgründen  unumgänglich.

Erschienen 1.4.2014.


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