München/Ukraine: „Putin, let my people go!“

DSC_0052

München: Demonstration für Demokratie und Freiheit in der Ukraine.

Heute ab 14 Uhr fand in München eine Demonstration zur Unterstützung der Demonstranten in Kiew auf dem Maidan(-platz) statt.  Den Demonstranten in Kiew und München geht es darum, die Macht des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukwitsch einzuschränken und die Ukraine wieder in Richtung Demokratie und Freiheit zu lenken.

Anlass für die Großdemonstration in Kiew war ursprünglich die unerwartete Weigerung des ukrainischen Staatspräsidenten, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichen. Hintergrund war offensichtlich Druck von Seiten Putins bzw. Russlands. Mittlerweile wollen tausende von Demonstranten den demokratiefeindlichen Kurs der ukrainischen Regierung stoppen und die Ukraine weiter an europäischen Werten orientieren und sich zur EU hin weiter öffnen.

Hinter den Kulissen ist ein Machtkampf zwischen Russlands Präsident Putin und der EU sowie der USA um die Freiheit der Ukraine entbrannt, wobei Putin die Ukraine in die russische Zollunion ziehen will, was einem Großteil der Ukrainer völlig zuwider läuft. Sie sprechen von einem Verkauf der Ukraine an Russland, den sie unbedingt stoppen wollen.

In den deutschen Medien wird derzeit lapidar berichtet, dass in Kiew nun auch regierungstreue Demonstranten zusammenkommen. Das stimmt so nicht ganz.

Es gibt vielmehr Berichte wie diese, dass ein Bus von regierungskritischen Demonstranten nach Kiew auf den Maidan fahren will, um für die Demokratie zu demonstrieren. Der Busfahrer erhält einen Anruf mit dem Inhalt: wenn Sie die Leute dahin bringen, sind Sie ihre Buslizenz los. Der Fahrer, der von seiner Lizenz lebt, muss die Fahrt abbrechen. Die Passagiere müssen per Auto oder Bahn fahren.

Oder diesen Bericht: eine Frau kommt wegen den Folgen einer Tuberkulose in ein Sanatorium im Donetskbecken, einer Region im Osten der Ukraine. Die Schwestern erzählen ihr, dass sie Glück habe: denn die anderen Patienten wurden auf Geheiß der Regierung in Busse geladen und nach Kiew gefahren – um  für die Regierung zu demonstrieren.

Derlei Berichte gibt es viele.  Man kann sich lebhaft ausmalen, woher ein großer Teil der regierungsfreundlichen Demonstranten kommt.

Besonderen Anlass zum  Protest gaben zudem zwei gewaltsame Versuche der Regierung, die Demonstrationen auf dem Maidan-Platz aufzulösen. Spezielle Miliz-Einheiten hatten mit bracchialer Gewalt nachts die friedlichen Demonstranten überfallen und so versucht, sie zum Aufgeben zu bringen. Einige Demonstranten befinden sich zur medizinischen Behandlung bislang noch in Kliniken.

Sehen Sie im Folgenden Bilder der heutigen münchner Demonstration für Demokratie und Freiheit in der Ukraine. Vorneweg 2 Videos. > zum Fotoalbum. 

Die Bilder des verlinkten Albums dürfen Sie verwenden, als Quelle geben Sie bitte „theolounge.de“ an.

München
München 2

 


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Kommentare

Ein Kommentar zu „München/Ukraine: „Putin, let my people go!““

  1. Avatar von Louie Nappie Leonhead
    Louie Nappie Leonhead

    This is why we fought the Crimean War against Photius Heresy so they could never Bystra Paris again! Putin’s tax, gay and oil policies are almost as bad as Sarah Palin’s. He is even threatening to clog up the Danube with fast growing shell fish

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen