Evolution: Die Entstehung der Arten

schnecke-jurvetsonCharles Darwins Forschungen revolutionierten vor 200 Jahren das Verständnis der Welt. Sein Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“ erschien vor 150 Jahren. > mehr

Schließen sich Evolution und Schöpfungs-glaube aus ? > hier lesen

Bild: jurvetson,flickr.com


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Kommentare

5 Kommentare zu „Evolution: Die Entstehung der Arten“

  1. Wenn der Theismus des Anfangs auf das „schöperische Wort“ gründet, war dies dann ein Buchtext, Traditionsmythen oder nächtliche Stimmen, die zu charismatischen Menschen sprachen?

    Wenn doch das logische, beinahme evolutionsartig beschriebene Werden am Anfang der Bibel als „Wort“ beschrieben wird, das in erster Glaubensaufklärung (in sog. Exilszeit) den Grund zum Monotheismus legte, genügt es dann die Evolutuion als eine mögliche Hypothese neben die Buchstaben und persönliche Götter zu stellen oder müssten wir nicht genau hier wieder hören?

    Warum kann 200 Jahre nach Darwin, über den bisherigen Kurz-schluss des Darwinismus hinaus, hierzu nicht die Zeit reif sein?

  2. Avatar von harey

    @theologie der vernunft

    Der Darwinismus mag vom theologisch-philosophischen Standpunkt her ein „Kurzschluss“ sein, damit meine ich dass der Darwinismus die Frage des Warums nicht behandelt.

    Allerdings sollte man bei der Bewertung des Darwinismus, wie auch anderer naturwissenschaftlicher Theorien, nicht vergessen dass diese eben nur eines sind: naturwissenschaftliche Theorien und keine philosophischen Weltbilder. Eine naturwissenschaftliche Theorie kann per definitionem die Frage nach dem Warum nicht behandeln da so eine These nicht falsifizierbar wäre. Und jede naturwissenschaftliche These muss falsifizierbar sein. Darauf läuft der Witz mit dem Spaghettimonster hinaus, ein Spaghettimonster ist naturwissenschaftlich genauso „widersinning“ wie eine jede Religion, da seine Existenz nicht bewiesen oder widerlegt werden kann, damit ergeben naturwissenschaftlich weder das Spaghettimonster noch Gott „einen Sinn“.

    Und bevore mich jemand falls versteht, ich möchte damit nicht das CHristentum, den Islam, das Judentum oder andere Religionen dem Spaghettimonster gleichsetzen. Religionen haben ihre Daseinsberechtigung und ich respektiere die Wahl einer Religion zutiefst. Doch innerhalb naturwissenschaftlicher Theorien haben Religion nichts zu suchen, da sie sich der naturwissenschaftlichen Beweisfuehrung völlig entziehen.

    Deswegen sollte man die philosophische und die naturwissenschaftliche Interpretation des Darwinismus meiner Meinung nach strikt trennen.

  3. @harey,

    ein „falbel“haftes Wesen bzw. ein in Legenden, der Tradtion, alten Texten vorgesetztes Schöpferwesen ist sicher so wenig beweisbar, wie ein Spaghettimonster. OK.

    Doch ob sich das Wissen um das natürliche Werden von der Glaubensgewissheit trennen lässt, da hab ich mehr als Zweifel.

    Denn ging es am Anfang des Monotheismus, wie bei der erneut glaubensaufklärendenen Re-form der griechisch-jüdischen Zeitenwende um ein Götterwesen? (Wie es heute als Desinger bewiesen werden soll.) Oder war nicht gerade der Wandel vom Spaghettimonster-Mythos zur Wahrnehmung der Logik des natürlichen Werdens (einer vermittelbaren kreativen Vernünftigkeit= Wort , lt. Papst „schöpferische Vernunft“) der Glaubenswandel, von dem in der Kirche so viele die Rede ist?

    Nachdem, was mir heute an Bedeutungsinhalten oder über den geistigen Kontext am Anfang des christlichen Glaubens beigebracht wird, muss ich davon ausgehen, dass hier ein Wandel stattgefunden hat, hinter den wir wieder zurückgefallen sind.

    Wenn sich heute die Kirche auf Christus beruft, (der nach meiner frei Wissen auswertenden Gewissheit in seiner historisch-geistesgeschichtlichen Wirk-lichkeit die im griechischen Weltbild erstmals naturwissenschaftlich/-philosophisch erfasste Logik allen Werdens in Person – menschliche Rolle/Aufgabe – war: der kreative Logos in menschlicher Person) dann bleibt sie nicht nur im Spaghettikmonster-Glaube gefangen, sonder setzt leider noch ein christologisches drauf.

    Die Daseinsberechtigung der Religionen – und dabei denke ich nicht nur an das Christentum – sehe ich jedoch nicht in persönlicher Wellness durch blinden Dienst für vorgesetztes Fabelwesens. Es ging und geht darum, freie, selbstbewusste Denkwesen in einer Ordnung bzw. natürlich-schöpferischen Bestimmung (Wort) zu halten, die über den naturalistischen Kurz-schluss hinaus ganz natürlich nachzudenken wäre.

    Wir brauchen Naturwissenschaft nicht vom Glaube zu trennen, wenn wir aufhören, ein Fabelwesen beweisen zu wollen, sondern auf das ewige in allem Werden gesprochene Wort (ausgedrücke kreative Vernünftigkeit) nachdenken. Was dann über den naturalistisch-materialisischen Kurz-schluss hinausgeht.

    Auf philosophisch/theologische Weise wäre dann über ein schöpfungsvernunftiges Verhalten nachzudenken, das nicht als Genmaximierungs-These Egoismus, Abstammungslehre… zum Maß macht .

    Oder das es als bright betrachtet, nur das Spaghettimonster (jetzt mit Buswerbung „Es gibt keinen Gott“ zu vertreiben). Sondern das menschlich-schöpferichen Wesen gerecht wird, die micht machen was sie wollen, gerade lustig ist, sondern was die „schöpferiche Vernunft/Weltvernrunft“ als ewiges Wort dessen, über den es nichts sonst zu sagen gibt, vorgibt..

    ..

  4. Avatar von harey

    @theoligie-der-vernunft

    Ich sehe nicht warum eine „schöpferische Vernunft“ mehr falsifizierbar oder widerlegbar wäre wie das Spaghettimonster oder auch Gott.

    Ich plädiere lediglich dafuer die Systematik der Naturwissenschaft zu respektieren, genause wie Naturwissenschaftler den Glauben respektieren sollten. Und in naturwissenschaftlichen Theorien haben nicht-falsifizierbare Konzepte keinen Platz da diese sich der naturwissenschaftlichen Systematik völlig entziehen. So funktioniert Naturwissenschaft, auch wenn das manchen als Kurzschluss vorkommt, die Naturwissenschaft hat klare Grenzen, und sowohl Naturwissenschaftler als auch Gläubige sollten diese respektieren.

  5. @harey,

    die schöpferische Vernunft, auf die ich mich beziehe, ist nichts Über- oder Unnatürliches. Es ist die Logik, Vernunft nach der mir Naturwissenschaftler die Welt erklären und deren evolutionären Verlauf.

    Auch wenn der Papst bei seinem Bekenntnis zur schöpferischen Vernunft als biblischen Jesus im metaphysischen Dogma bleibt, weil er unmöglich dort, wo bisher der Teufel vermutet wurde, nach dem Grund christlicher Theologie fragen kann. Ich bin nach freier Auswertung des heutigen Wissens gewiss, dass die Wende des des Neuen Testamentes genau darin bestand, nicht vorgesetzte, fabel-hafte Göttergestalten mehr zu verherrlichen oder die im griechischen Weltmodell erfasste Vernunft selbst zu vergotten.

    Vielmehr wurde die seit Darwin empirisch belegte Logik allen Lebensflusses als einzige Vermittlung schöpferischer Bestimmung verstanden. Und genau dieser Jesus, die logische Vergegenwärtigung kreativer Bestimmung (in Glaubenssprache Wort Gottes) lebt wirklich.

    Welch eine Wende wäre es, das natürlich kreativ optimierende Werden, wie es über den bisherigen Darwinismus hinaus deutlich wird bzw. die daraus abzuleitende natürliche Sinngebung in menschlich-vernünftiger Umsetzung wieder als schöpferisches Wort, Wille zu verstehen?

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen