Wofür darf ich beten?

„Ich würde nie für Heilung beten. Eher dafür, dass die Menschen Kraft und Trost bekommen.“ So sagte jemand im Gespräch über Pfingstkirchen.Mit anderen Worten: es soll nur für das gebetet werden, was „Gott“ auch einlösen kann. Oder noch anders: es darf nur gebetet werden, was auch innerweltlich erklärbar ist. Kein Gebet für Wunder, weil es die dem Weltbild entsprechend nicht gibt. „Gott“ kann demnach nur alles Menschliche und Innerweltliche „bewirken“.
Jesus sagt:

„Alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr’s empfangen.“

Mt 21,22

Aber weil das Wunder so un-glaublich ist, wird es gar nicht erst erbeten, sondern nur das, was man selbst erledigen kann. Somit wird auch nahezu jedes „Gebet“ erhört.

Wie klein muss man sich Gott vorstellen, dass er etwas nicht könnte? Wer wollte Gott vorschreiben, wo und wie er zu wirken hätte?

Beten wird damit zu einer rein psychologischen Funktion. Think positiv. 😉

Die Bibel hält dem entgegen:

„Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“

Jak 4,2

Ich möchte groß von Gott denken. Großes erwarten. Ihn um alles bitten dürfen und erwarten, dass er reichlich gibt, auch über die Grenzen meines Verstandes und Kleinglaubens hinaus.

-> Zum Original-Beitrag (Blog des Autors)

Foto: viki75 | pixelio.de


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Kommentare

5 Kommentare zu „Wofür darf ich beten?“

  1. Avatar von Königstochter
    Königstochter

    AMEN, Bruder!!!!!! 😀

  2. Doppel-Amen!

  3. Ich bete ständig,
    dass uns der Schöpfer vom Aberglaube trotzdem
    -an (seine) Natur brechende Wunder,
    -antropomorphe Götter mit übernatürlichen Kräften,
    -Buchstabenglaube, der die Kulturen trennt,
    befreien wird, wir uns auf Höhe es von ihm gegebenenen aufgeklärten Wissens nur noch an das

    in allem natürlichen Werden lebendige Wort/seine Vernunft halten, die bei uns seit 2000 Jahren den Namen Jesus hat.

    Ist das jetzt ein Gebet an etwas Übernatürliches?

    Oder ist es die Gewissheit einer Vernünftigkeit allen evolutionären Werdens, die auch den Glauben weiterbewegen wird?

    Damit er nicht weiter persönlichen Göttern dient, sondern einer universalen kreativen=schöpferischen Vernunft gerecht wird, in menschlich-schöpferischen Gemeinschaften Weltökonomie bzw. Ökologie verwirklicht.

  4. Avatar von Königstochter
    Königstochter

    @ Vernuft
    Ich muss sagen, dass ich mir zT nicht so ganz sicher bin, worauf Du hinaus willst.
    Ich bin aber sehr froh, einen persönlichen Gott zu haben, der mich unermesslich, überwältigend krass und leidenschaftlich liebt, so wie ich grade bin, und nicht einer kalten, abstrakten „Vernunft“ zu dienen…
    Vielleicht meinen wir ja auch das Gleiche, aber bin mir, wie gesagt, da nicht so sicher…

  5. @Königstochter,

    schön für Dich, dass Dich ein persönliches Gottesbild froh macht.

    Aber stell Dir vor, genau diese Gottesvorstellungen würden die aufgeklärte Welt davon abhalten, auf Grundlage des uns durch Evolution/Schöpfung gegebenen Wissens, in mündiger Weise über natürliche Schöpfung bzw. den schöpferichen Willen in allem kreativen Werden nachzudenken.

    Weder der abstrakten Vernunft, noch einer kosmischen Kreativität in menschlicher Umsetzung will ich dienen, sondern sehe in ihr nur das, was nachweislich vor 2000 Jahren als Sohn gesehen wurde: einzige Vermittlung des einen Schöpfergottes meiner Väter. Nur dessen Werk-zeuge will ich sein. Nicht Diener meiner Bilder.

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