Alt, aber irgendwo aktuell. Blasphemie ? Hape Kerkeling testet seine Zuschauer. Er gibt ein modern-klassisches Konzert.
Ein abstruses Konzert. Dabei bedient er sich auch religiöser Symbolik: Des Lamms beispielsweise.
Und philosophischer Ansichten: „Der Habicht sieht …. – die Gegenwart ! Sturm !“. Die Frage, die im Raum steht, lautet: wie weit glaubst Du, Zuschauer, den Dingen, die man Dir vorsetzt ?
Obwohl auch religiöse Thematik mitspielt in dieser Aufführung, sollte man sie nicht einfach nur als kontraproduktiv sehen. Vielmehr ist hier einer, der sich irgendwie mit dieser Thematik auseinandersetzt. Etwas schräg zwar, aber wenn man an das vor einiger Zeit erschienene Buch Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ denkt, ist hier sicher eine Entwicklungslinie zu erkennen, auch eine religiöse.
Die Aufführung nun kann paradigmatisch sein dafür, dass die Medien nicht unbedingt die Wirklichkeit darstellen. Sie testen ebenfalls aus, was ankommt. Sie testen aus, wie weit sie gehen können. Wenn man sich diesen Beitrag einmal unter diesem Gesichtspunkt anschaut, so ist er nicht einfach nur komisch oder bizarr, sondern sagt zudem etwas darüber aus, wie Medien, Menschen und Gedanken die Wirklichkeit, in der wir leben, erst auch mit erschaffen: Nimmt man das für ernst, was diese Aufführung dort bietet, oder erkennt man die Inszenierung ?
Die Sache ist zudem die: selbst, wenn die Aufführung die Leute an „der Nase herumführen“ will, so bietet sie dennoch viele Punkte, um sogleich in tieferen Diskussionen landen zu können. Sicher, allzu tiefgehend ist dies hier nicht. Aber wie schon gesagt: es ist ein Beispiel dafür, wie wir auf Medien reagieren – ein überspitztes und abstrus-komisches Beispiel freilich. Sehen Sie hier:
Bild: anduze traveller, flickr.com



Kommentar verfassen