Das kommt vom Herumstrolchen in fremden Wohnungen:
„Janosch“ hatte sich unbemerkt von Frauchen (Rottach-Egern, Bayern) in die Wohnung der Nachbarin geschlichen und es sich dort in einem geöffneten Paket, mit dem ein Kindersitz transportiert werden sollte, bequem gemacht.
Per Post
Offenbar war er sehr müde, denn er bemerkte weder, dass der Karton zugeklebt wurde, noch, dass es per Post auf Reisen ging.
Aber spätestens in Dorsen (Ruhrgebiet) 700 Kilometer weiter – wurde es ihm unheimlich und er machte sich bemerkbar. Die Beamten in der Postfiliale staunten nicht schlecht…
Frauchen hatte den schwarzen Kater noch gar nicht vermisst, denn „er sei öfters mal einen Tag weg“, meinte sie, als die kleinlaute Nachbarin ihr gestehen musste: „Du, ich habe deine Katze verschickt!“
Die Reise hat der Kater übrigens gut überstanden und verbrachte auch noch einige Wochen im Dorstener Tierheim, ehe er wieder in die alte Heimat zurückgeholt wurde. Eines allerdings hat sich seitdem verändert, wie seine Besitzerin Gitti Rauch erzählte: Seine Entdeckungsreisen in nachbarliche Wohnungen habe er stark reduziert…
Tiere als Seelsorger
Beim Thema Katzen fällt mir eine Story ein, die eine Bekannte kürzlich erzählte. Sie wäre in den nächsten Tagen nicht zu Hause, sie sei verreist und müsse eine Katze nach Schweden zu ihrer Freundin bringen. Einige Wochen hätte sie das Tier betreut, aber jetzt würde ihr das unruhige Wesen doch zu viel Unruhe verbreiten und sie wolle sie der Besitzerin zurückbringen. Am nächsten Tag ginge es bereits zurück…
„Und dann fliegst du extra wegen einer Katze nach Skandinavien?“ hakte ich nach. „Ja, anders würde es wohl nicht gehen“, meinte sie. Und liess dabei offen, ob es wegen der Katze oder wegen ihrer Freundin wäre.
Und – einmal beim Thema – erzählte sie mir noch, dass sich ja sonst ihr Hund und eben diese Katze der Freundin immer wieder Briefe schreiben würden.
„???“
„Ja, weißt du, eigentlich sind wir beide Menschen, die nicht gern über ihr Innerstes sprechen. Also „reden“ die jeweiligen Tiere miteinander und erzählen sich (respektive schreiben das in den Briefen), was „die Büchsenöffnerin“ so erlebt und denkt und worüber die „Hundeleinebesitzerin“ sich so ihre Gedanken macht.
Ich fand und finde das eine interessante Art des Sich-Öffnens, wenn es auf direktem Wege nicht funktioniert. So kann Gott Tiere gebrauchen, damit Menschen besser miteinander und mit sich selbst klarkommen. Tolle Idee!
Foto: sabivi/pixelio.de
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