Leben ohne Geist… eine teuflische Messianisierung

„Ende hier ist Anfang dort – Erde hier ist Himmel dort“, so mancher Relativist sollte wieder mal Rilke lesen. Dort wird die christliche botschaft mit nur wenigen Worten zum Klingen gebracht. Dabei trägt unsere Gegenwart eine vielfach kalte und nüchterne Brille. In 12 Schritten zum Humanismus. Genauer gesagt zum gottlosen Humanismus des Humanistischen Manifest III , das unter anderem von Paul Kurtz, dem Begründer der International Academy of Humanism, und Richard Dawkins, dem Darling der populären Medien, unterzeichnet wurde.

Säkularisten, Relativisten, Rationalisten, Naturalisten, Humanisten, Atheisten gehen gläubigen Christen gegenüber aggressiv zu Werke,

indem sie Metaphysik sowie Theologie und Glauben dogmatisch als Aberglauben abqualifizieren. Selten bis gar nicht nehmen sie auf ihre eigenen Be- und Erkenntnisse Bezug, die alte Taktik „Angriff ist die beste Verteidigung“ genügt offenbar. Dabei hat jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige… alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der in den Medien bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet.

Lehnen wir uns zurück und „geniessen“ 12 Leitsätze, herausgelöst aus den Texten einer Elite pragmatisch denkender „Humanisten“, für die das Leben sinnlos ist – und die dennoch die gesellschaftliche Vorherrschaft reklamieren. Ein Anspruch, der erste Züge einer totalitären Diktatur in sich trägt.

12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:

1. Etablierung eines naturalistischen Weltbildes

Die Schaffung eines Weltbildes mit einer aggressiv betriebenen Ausklammerung von Metaphysik und Theologie ist das Ziel des Humanismus. Religionen und Theologie werden beiseite geschoben, und die mehrtausendjährige abend- und morgenländische Geistesgeschichte der Metaphysik wird für bedeutungslos erklärt.

2. Unbegrenzte Forschung schafft künstliches Leben

Eine freie und unbegrenzte Forschung ist das Ziel. Dabei steht nicht die Bewahrung des natürlichen Lebens, sondern die Schaffung künstlichen Lebens im Zentrum der Bemühungen.

3. Die Natur ist auf physikalisch-chemische Grundlagen rückführbar

Die Natur beruht eigentlich auf physikalisch-chemischen Grundlagen, erklärt das Manifest. Dabei bleibt offen, wie und in welcher Form ästhetischen und anderen kulturellen Ausdrucksformen Rechnung getragen werden soll.

4. Respekt vor geistigen Phänomenen erübrigt sich

Aufgrund der im Manifest vertretenen Thesen des nicht reduktiven Materialismus sind mentale Phänomene grossteils auf physikalische Ereignisse rückführbar. Die Geistebene bleibt somit ohne besonderen Stellenwert und ein Respekt vor geistigen und transzendentalen Phänomenen erübrigt sich.

5. Einen „intelligenten Plan“ gibt es nicht

Ausschliesslich nachprüfbares Wissen über die Natur kann für gesellschaftlich relevante Entscheidungen herangezogen werden. Die These eines „intelligenten Plans“ wird aufgrund statistischer „Beweisführungen“ ausgeschlossen. Neuere unbewiesene Thesen der Evolutionsbiologie und Kosmologie (Stichwort Multiversum) werden aufgegriffen, um die Gottesthese in ein möglichst unwahrscheinliches Licht zu rücken.

6. Naturwissenschaftliche Eliten entscheiden über Leben und Tod

Laut Manifest müssen bei Entscheidungsträgern naturwissenschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt werden. In der Folge haben naturwissenschaftlich gebildete Eliten das Entscheidungsrecht ganz besonders für diejenigen Angelegenheiten, die über Leben und Tod befinden.

7. Das christliche Wertesystem hat sich humanistischen Wertesystemen unterzuordnen

Demokratische Gesellschaften können eine vielzahl alternativer Wertesysteme aufweisen. Das christliche Wertesystem hat, weil es wie andere Religionen auf Aberglauben beruht, keine weitere gesellschaftliche Berechtigung.

8. Humanistische Ethik ersetzt Liebe und Familie durch Glück und Selbstbestimmung

Die humanistische Ethik verwendet die Parameter Glück, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit. Die christlichen Werte Glaube, Hoffnung und Liebe werden als gesellschaftlich irrelevant zurückgewiesen. Die aktive Tätigkeit der Nächstenliebe wird auch nicht annähernd durch die passive Tugend „Wertschätzung“ ersetzt.

9. Jederzeit auflösbare Partnerschaften ersetzen die christliche Ehe

Der humanistische Sittenkodex übernimmt eine Reihe von Geboten aus religiösen Wertesystemen, ohne die gesellschaftliche Keimzelle Familie (Hetero-Ehe) ausdrücklich einzubinden. Jederzeit auflösbare zivilrechtliche Partnerschaften einschliesslich Homo-Ehe bilden das erklärte Gegenmodell zur christlichen Ehe.

10. Eltern dürfen christlich-sittliche Grundsätze nicht auf ihre Kinder übertragen

Festgestellt wird, dass Paare hinreichend über die Möglichkeit informiert werden müssen, von der künstlichen Befruchtung und biogenetischer Beratung Gebrauch zu machen. Obwohl von den Eltern vermittelte sittliche Grundsätze von großer Bedeutung sind, dürfen Eltern laut Manifest nicht ihre eigenen religiösen Anschauungen auf ihre Kinder übertragen.

11. Sterbehilfe, Abtreibung und Klonen sind wesentlich für die menschliche Freiheit und Selbstbestimmung

Die Humanisten werden die Debatte über die Sterbehilfe insbesondere in den Wohlstandsgesellschaften verstärkt führen, um unnötiges Leiden zu verkürzen und sogar den Tod schneller herbeizuführen. Aktive Sterbehilfe soll unter Berufung auf die Europäischen Menschenrechte gesellschaftsrechtlich verankert werden. Frauen müssen das Recht haben, über ihren Körper selbst zu bestimmen, d.h. sie können sich für oder gegen Fortpflanzung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, Leihmutterschaft und Klonen entscheiden.

12. Einen Sinn des Lebens gibt es nicht

Für atheistische Humanisten gibt es kein Leben nach dem Tod. Das Leben ist dem Wesen nach sinnlos.

Mir ist etwas kalt geworden nach diesen 12 Kerngedanken und ihren praktischen Auswirkungen. Wer dennoch etwas warm werden will mit dem Hintergrund dieses Programms, der lese die Kritik des Humanistischen Manifest III, aus der die genannten Thesen Schritt für Schritt hervorgehen.

Kommen wir auf die Einleitung meines postings zurück, dort wurde der Begriff des Totalitarismus ins Spiel gebracht.

Definition des Begriffs Totalitarismus (Wikipedia):

„Der Begriff bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen.“

Stichworte im vorliegenden Fall des atheistischen Humanismus sind die rigorose Durchsetzung des naturalistischen Weltbildes, das allgemeine und individuelle Glück als Staatsziel, und naturwissenschaftlich gebildete Eliten als Staatswächter.

Definition des Begriffs Totalitarismus (Fortsetzung):

„Während eine autoritäre Diktatur den Status quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird. Typisch sind somit die dauerhafte Mobilisierung in Massenmedien respektive -organisationen und die Ausgrenzung bis hin zur moralischen und physischen Vernichtung derer, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen.“

Die Mobilisierung geht ideell vom angelsächsischen Raum aus (Richard Dawkins, Brights,…) und findet politisch in Spanien, Niederlanden, Belgien und der Schweiz statt, wo Europäer zeigen, wie wandelbar die Menschenrechte (auf die wir alle stolz sind) im Namen des atheistischen Humanismus sind. Konkret ausgegrenzt werden Gläubige aller Religionen, sowie Verfechter des Instituts der christlichen Ehe, des Ideals der christlichen Familie, schliesslich der christlich orientierten Kindererziehung.

Gegenüber dieser säkularen Messianisierung ist man versucht mit Cicero zu sagen „Wehret den Anfängen“. Wie ginge das – aus christlicher Sicht – überzeugender als mit dem Dreieinigen Gott? Hier unterscheidet das Wirken des Heiligen Geistes den christlichen Glauben von einer Weltanschauung im Sinne eines Systems von Gedanken und Überzeugungen. Anhänger einer Weltanschauung sind entweder auf die Lehren ihres Gründers angewiesen (z.B. Scientology, übrigens von Richard Dawkins durchaus positiv beurteilt) oder müssen sich mehrmals innerhalb einer Generation (Humanistische Manifeste I-III, Humanistische Erklärung, Manifest des evolutionären Humanismus) neu erfinden.

Der christliche Glaube dagegen spricht uns durch den Geist persönlich an. Heiliger Geist ist das Geschenk der leidenschaftlichen Beziehung zu unserem ewigen Schöpfer. Indem wir diesem Geist Zugang zu unserem Innersten gewähren, erleben wir lebendige Gemeinschaft mit Gott: Die Gnade des Schöpfers und die Liebe zu den Menschen. Gnade und Liebe, zwei Begriffe die der beschriebene Humanismus nicht kennt. „Ein Wanderer ohne Ziel, ein Fragender ohne Antwort, ein Ringender ohne Sieg, ein Sterbender ohne neues Leben; das ist der Mensch ohne Glauben.“ (Augustinus)

Das letzte Wort gehört dem eingangs zitierten Autor: „…vergessen Sie nicht: Das Leben ist eine Herrlichkeit„, Rainer Maria Rilke macht uns Mut.

Humanistisches Manifest III (deutsch, pdf)

Eine Kritik des Humanistischen Manifest III

Die rechtspolitischen Grundvorstellungen… der säkularen Verbände (pdf)

Humanismus-Theorien in Deutschland – eine Auswahlbibliographie (pdf)

Humanist Manifesto II (englisch)

Humanist Manifesto I (englisch)

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Kommentare

25 Kommentare zu „Leben ohne Geist… eine teuflische Messianisierung“

  1. Avatar von harey

    Gibts vielleicht irgendwo einen Link zum Originaltext?
    Ich glaube ungern den Interpretationen anderer Leute…..

    harey

  2. Avatar von harey

    und wenn man die verlinkte „Kritik des Humanistischen Manifests“ liest bekommt man doch eine Idee was im Ursprungstext stand.

    einige Kommentare zu den von dir angefuehrten Punketn:

    1. Etablierung eines naturalistischen Weltbildes

    Demokratie braucht eine gemeinsame ethische Grundlage, ich halte es nicht fuer sinnvoll diese auf Religion zu stuetzen, zumindest Deutschland ist per Verfassund ein laizistischer Staat.

    2. Unbegrenzte Forschung schafft künstliches Leben

    ???? unbegrenzte Forschung finde ich erstmal gut, Forscher waren in der Vergangenheit vor religiösen Eiferern nicht immer sicher. Natuerlich hat auch Forschung ihre Grenzen, wenn es um Menschenwuerde geht. Das mit dem kuenstlichen Leben ist mir aber nicht klar.

    3. Die Natur ist auf physikalisch-chemische Grundlagen rückführbar

    …….und göttliche Schöpfung, das Spaghetti-Monster und ähnliches sind jedes Menschen Privatsache! Glauben sollte nicht offiziell verordnet oder aufgezwungen sein.

    4. Respekt vor geistigen Phänomenen erübrigt sich

    was ist ein geistiges Phänomen???
    Und kann man Respekt verordnen???

    5. Einen “intelligenten Plan” gibt es nicht

    und die alternative dazu??? einen intelligenten Plan gibt es?? Mag sein dass manche Menschen an einen Plan glauben, das heisst aber nicht dass alle daran glauben muessen. Verordneter Glauben ist ein Widerspruch in sich.

    6. Naturwissenschaftliche Eliten entscheiden über Leben und Tod

    na na, das Zitat sagt dass bei Entscheidungen ueber wissenschaftliche Belange naturwissenschaftliche Grundkenntnisse vorausgestetzt werden. Dass scheint mir sinnvoll, es hilft bei Entscheidungen meist wenn man weiss worueber man eigentlich entscheidet. Das bedeutet nicht dass „naturwissenschaftliche Eliten“ entscheiden (was auch immer das sein soll), sondern Menschen mit einer gewissen Grundbildung.

    7. Das christliche Wertesystem hat sich humanistischen Wertesystemen unterzuordnen

    in einer Demokratie gibt es ein allgemeines Wertesystem, das sind die Werte die im Grundgesetz zusammengefasst sind, das schliesst nicht aus dass Menschen ein eigenes Wertesystem haben, solange es nicht die Rechte anderer verletzt.

    8. Humanistische Ethik ersetzt Liebe und Familie durch Glück und Selbstbestimmung

    Wertschätzung anderer Menschen halte ich fuer ein hohes Gut, wer einen anderen Menschen schätzt wird in nicht schlecht behandeln, das könnte man auch Nächstenliebe nennen. Ausserdem schliesst Wertschätzung auch Respekt vor den Entscheidungen anderer mit ein. Was daran so schlecht sein soll weiss ich auch nicht.

    9. Jederzeit auflösbare Partnerschaften ersetzen die christliche Ehe

    Das sind persönliche Entscheidungen, was gehen dich die Partnerschaften anderer Menschen an?

    10. Eltern dürfen christlich-sittliche Grundsätze nicht auf ihre Kinder übertragen

    ich glaube nicht dass das im Originaltext steht, die Frage ist wohl eher ob Kinder selbst ueber ihre Religion enstcheiden sollten oder nicht. Dass Eltern moralische Grundsätze an ihre Kinder weitergeben halte ich fuer selbstverständlich und ich gaube nicht dass irgendjemand das kritisiert.

    11. Sterbehilfe, Abtreibung und Klonen sind wesentlich für die menschliche Freiheit und Selbstbestimmung

    Dies sind schwierige Fragen und eine Abwägung zwischen Freiheit und anderen Werten ist nie einfach.

    12. Einen Sinn des Lebens gibt es nicht

    Und? Ich glaube nicht dass das Leben einen Sinn hat, was ist schlimm daran? Wo ist dein Problem?
    Ich kritisiere ja auch niemanden weil er glaubt das Leben habe einen Sinn.
    Das sind persönliche Glaubensfragen, wenn Menschen ihren Glauben äussern ist das ihr Recht.

    Alles in allem verstehe ich dein Probelm nicht.

    Ich denke Demokratien brauchen eine moralische Grundlagen, jeder Mensch sollte seine eigenen moralischen und religiösen Ueberzeugungen haben, doch es sollte einen „Grundsockel“ geben auf den sich die Gesellschaft einigen kann und der kann sollte meiner Meinung nach nicht religiöser Natur sein und ist es nach dem Grundgesetz auch nicht.

    harey

  3. @harey

    Danke für deine Frage nach den Quellen. Ich habe sie jetzt allesamt ans Ende des postings gestellt, jeder soll sich selbst ein Bild machen können!
    Grüsse, kroski

  4. Avatar von harey

    danke, ist leider zu spät, hab den Originaltext schon im Internet gefunden. 🙂
    Hatte leider noch keine Zeit in gruendlich durchzulesen, war aber beim ersten ueberfliege recht begeistert und sehe immer noch nicht worueber du dich so aufregst.

    harey

  5. @harey

    Die 12 Punkte, die ich aus dem umfangreichen Text des HM3 herausgefiltert habe, sprechen für sich.

    Beispiel: Die Familie, in meinem Fall eine überzeugt christliche Familie, hat das Recht auf uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit, solange weder die Mitglieder noch Aussenstehende geschädigt oder unverhältnismässig benachteiligt werden. Daher widerstehe ich jedem Versuch, der die christliche Ehe (freies Gestaltungsrecht) oder die christliche Erziehung (freies Gestaltungsrecht!) oder überhaupt den christlichen Familiengedanken benachteiligen will, zum Beispiel durch Gleichstellung der Adoptionsrechte für Homo-Ehen.

    So lässt sich jeder einzelne Punkt als antireligiös verstehen, und nicht vergessen wollen wir den Ton des Manifests: Hier werden Religionen und Theologie und transzendentales Denken und Geistphänomene in einer Art und Weise abqualifiziert, die jedem humanistischen Gedankengut völlig widersprechen. So gesehen disqualifiziert sich dieses Manifest, das von einer Reihe hochrangiger Wissenschaftler unterzeichnet wurde, selbst.

    In diesem Sinne,
    kroski

  6. „Die Familie, in meinem Fall eine überzeugt christliche Familie, hat das Recht auf uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit, solange weder die Mitglieder noch Aussenstehende geschädigt oder unverhältnismässig benachteiligt werden.“

    Genau das ist ja die entscheidende Frage, ob nämlich Indoktrination von Kindern durch das Ausnutzen von u.a. der besonderen Vertrauenshaltung gegenüber den Eltern keine Schädigung darstellt.

    „Hier werden Religionen und Theologie und transzendentales Denken und Geistphänomene in einer Art und Weise abqualifiziert, die jedem humanistischen Gedankengut völlig widersprechen.“

    Welchem humanistischen Gedankengut soll das denn widersprechen? Deine groteske direkte Linienführung von der Ablehnung nicht naturalistischer Phänomene zur physischen Vernichtung (sic!) der Gläubigen ließe sich auf deine Ausührungen genauso anwenden: du lehnst Atheismus ab, also willst du die Ungläubigen im Grunde umbringen.

  7. @MountainKing

    Definition von Indoktrinierung:
    „Indoktrination bedeutet die gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.
    Dabei geht es insbesondere um Propaganda. Die Form der Informationsdarbietung ist hier einseitig verzerrt, die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird zensiert, die der Ideologie widersprechenden Angaben werden zurückgehalten, deren Äußerung mit diskreten Benachteiligungen oder konkreten Strafen bedroht.“

    Dieses Bild hast du von christlicher Erziehung? Wollen wir auf diesem Niveau diskutieren? Ich bin überzeugt, dass ein derartig geführter Diskurs nicht weiterführend ist.

  8. „Die“ christliche Erziehung gibt es gar nicht, sondern ein breites Spektrum mit unterschiedlichen Gewichtungen aber auch einigen prinzipiellen Merkmalen. Und dazu dürfte eine einseitige Information zweifellos gehören, weil die Erziehung sonst ja nicht dezidiert „christlich“ sein könnte. Die Dinge, die du hier verteidigst, wirst du deinen Kindern ja wohl auch nicht in einer neutralen Variante vermitteln, z.Bsp. dass nur eine christliche Ehe eine „echte“ ist. Beeinflusst du deine Kindern denn nicht gezielt dahingehend, dass sie deine Glaubensmaßstäbe als die richtigen ansehen? Und machst du das nicht u.a. dadurch, dass du ihnen Informationen über andere Ansichten vorenthältst? Es mag keine gezielte böswillige Manipulation sein, aber es ist auch sicher nicht neutral.

    Ich denke insgesamt aber eher, dass diese Neutralität in Familien ohne die Verletzung anderer Rechte prinzipiell nicht wirklich durchsetzbar wäre und eher ein Idealbild darstellt, das im Übrigen auch bedeutet, dass man nicht gezielt Kinder GEGEN Glauben erzieht. Neutralität sollte daher in erster Linie in öffentlichen Einrichtungen hergestellt werden.

    Dass christliche Erziehung nicht einfach bedeutet, dass man fanatische Gotteskrieger heranzüchtet, ist klar. Aber auch diese Variante gibt es (siehe den Film „Jesus Camp“) und wird von den Betreffenden eben auch als christliche Erziehung angesehen.

  9. Ja, spart euch das lieber.

    Was mich auf den ersten Blick stört, ist, dass der schöne und positive Begriff „Humanismus“ als antitheistischer Kampfbegriff missbraucht wird. Bevor überhaupt erläutert wird, wofür Humanismus überhaupt steht (für Menschlichkeit? Für das Leben?), wird gleich auf Seite 4 das Feindbild der Religion aufgebaut. Braucht Humanismus ein Feindbild, oder führt ihn das nicht viel eher ad absurdum?

    Mit dem weiteren Inhalt muss ich mich mal intensiver beschäftigen. Danke Kroski, interessanter Kommentar.

  10. @MountainKing
    Der Begriff „Indoktrinierung“ als Regel christlicher Erziehung ist vom Tisch, das wird der weiteren Diskussion gewiss nicht schaden.

    Das Beispiel, dass nur eine christliche Ehe eine „echte“ ist, bringt uns nicht wirklich weiter. Sie ist die bevorzugte Variante, aber als mit den realen Situationen des Lebens vertrauter Christ spreche ich mit den Kindern genauso über gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die es als mögliche Variante menschlichen Zusammenlebens zu akzeptieren gilt, als legal gesicherte Partnerschaften. Als Ideal vermittle ich den Kindern die Hetero-Ehe, weil nur in dieser Form Kindern ein natürliches (direktes und gleichwertiges) Erlernen der Geschlechterrollen möglich ist, und nur in dieser Form eine natürliche Fortpflanzung möglich ist. Allein aus diesen beiden Gründen kann es per definitionem keine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher und gemischtgeschlechtlicher Partnerschaften geben.

    Die antireligiöse Diskussion von atheistisch-humanistischer Seite wird so verblendet und vorurteilsbeladen geführt, dass die ganz schlichten möglichen Argumentationslinien, die per se noch gar nichts mit christlichen Weltbildern zu tun haben, gewissermassen „vorchristlich“ sind, schon abgelehnt weden.

    Keine Wissenschaftsdiskussion dieser Welt wird derart begründete und argumentierte Partnerschaftsformen in einem rationalen Diskurs gleichstellen wollen und können.

    Kommen wir doch zu einem kontroversiellen Punkt.

    1.Der christliche Glaube bedeutet für jeden Gläubigen das Leben Christi, seinen Tod und seine Auferstehung, vor allem aber die grosse Gnade Gottes und das ewige Leben als Botschaft weiterzutragen. Im aktuellen Auftrag des Papstes heisst es, jeder Mensch hat ein Recht darauf, die Botschaft des Jesus von Nazareth zu hören. Von Manipulation oder noch schlimmeren Dingen kann keine Rede sein. Im Gegenteil: In der Bibel heisst es „Wenn man euch an einem Ort nicht hören will, dann zieht in das nächste Dorf“.

    2.Trotzdem: Atheistische Humanisten (AH) wehren sich gegen diese Tradierung, vor allem im Bereich der Familie. Noch dazu, wo gut verstandenes Christentum den Auftrag hat, die Welt zu schildern wie sie sich ohne und jetzt mit Christus darstellt, gerade um den „unglaublichen“ Unterschied herauszuarbeiten: Liebe, Gnade, ewiges Leben.

    Die gesellschaftliche Realität ist daher:

    AH vermitteln ihr eigenes bevorzugtes Weltbild und die Unzulänglichkeiten des Christentums (überhaupt der Religionen). Christen wiederum vermitteln ihre eigene bevorzugte Weltanschauung und die Unzulänglichkeiten des AH. Da sich weder das Weltbild des AH noch dasjenige des Christentums letztgültig beweisen lässt, sich bestenfalls wechselweise höhere Wahrscheinlichkeiten behaupten lassen, kann keine der Fraktionen Alleingültigkeit beanspruchen.

    Schlussfolgerung:

    Beide Fraktionen haben das Recht, ihre Weltanschauungen zu tradieren, und die Pflicht, die jeweils andere Weltanschauung mit Anstand zu vermitteln.

    Dieser Anstand ist auf beiden Seiten Voraussetzung. Schaffen wir das?

  11. @Philip

    Genau das ist auch für mich so erstaunlich. Das Humanismus Manifest HAT ein klar deklariertes Feindbild (konkret die Religionen), gegen das bei jeder „passenden“ Stelle des Manifests mit harschen Worten vorgegangen wird. Kann das überhaupt zu einer nicht-aggressiven Form der Umsetzung dieses ganzen Programms führen?

    „Erziehung eines neuen Menschen“, „Mobilisierung der Medien“, „Ausgrenzung der Religionen“, „atheistisch orientiertes Ausloten der Menschenrechte zum gesellschaftlichen Umbau“, „Etablierung naturwissenschaftlicher Eliten“, „Verbot christlicher Kindererziehung“,…

    Wie lang muss die Liste eigentlich noch werden, um uns Europäern zu verdeutlichen, wie die gesellschaftliche Entwicklung konkret läuft?

  12. Avatar von harey

    @kroski

    >“Beispiel: Die Familie, in meinem Fall eine überzeugt christliche Familie, hat das Recht auf uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit, solange weder die Mitglieder noch Aussenstehende geschädigt oder unverhältnismässig benachteiligt werden. Daher widerstehe ich jedem Versuch, der die christliche Ehe (freies Gestaltungsrecht) oder die christliche Erziehung (freies Gestaltungsrecht!) oder überhaupt den christlichen Familiengedanken benachteiligen will, zum Beispiel durch Gleichstellung der Adoptionsrechte für Homo-Ehen.“

    und wie ist es mit dem freien Gestaltungsrecht anderer Menschen die deine Meinung und Moral nicht teilen? Das hat zurueckzustehen weil dein Leben eingeschränkt wird wenn andere Menschen auch Leben duerfen wie sie wollen??
    Warum wird deine Lebenseinstellung benachteiligt wenn sie anderen Meinungen glsichgestellt wird??
    Manche sind eben doch gleicher als andere!!

    >“So lässt sich jeder einzelne Punkt als antireligiös verstehen, und nicht vergessen wollen wir den Ton des Manifests: Hier werden Religionen und Theologie und transzendentales Denken und Geistphänomene in einer Art und Weise abqualifiziert, die jedem humanistischen Gedankengut völlig widersprechen.“

    Als ich den Text gelesen habe stand drin dass Religion und Kunst wichtige Bestandteile der Gesellschaft sind. Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen nicht-religiös und anti-religiös, das scheinst du völlig auszublenden.

    >“Beide Fraktionen haben das Recht, ihre Weltanschauungen zu tradieren, und die Pflicht, die jeweils andere Weltanschauung mit Anstand zu vermitteln.“

    Dazu scheinst du aber nicht in der Lage zu sein!

    Ich frage mich wirklich welchen Text du gelesen hast!

    Auf den Rest deiner Beiträge kann ich nicht mal antworten weil ich sie einfach nicht verstehe!

  13. Liebe Freunde des Wissen, des Meinen, des Wollen, des Suchens, des Irrums, der geistigen Finsternis, und des ständigen Versagen in dieser Welt.
    1.Lasst uns untereinander wie zu den Geringen, den Mühseligen, den Einfachen, denen,die nichts sind in dieser Welt, (zu denen Gott mich auch berufen und zubereitet hat durch seinen Geist 46 Jahre lang)
    so einfach reden und wahre Seelsorge betreiben, wie Christus Jesus und seine Jünger, den damaligen Menschen begegnet ist und ihnen das herannahende Himmelreich verkündigte, so sie alle Gerechtigkeiten Gottes bei ihrem Kommen und Werden, Gott gegen -über erfüllen.
    Der natürliche Mensch dieser Erde, ist nach den Aussagen Gottes und dem Urtext der griechischen Bibelausgabe, ein „Psychikos“ D. h. ein ungeistiger Mensch. Gott sagt durch die Geschichte:
    Der Mensch ist Fleisch und will sich von meinem Geist nicht leiten, ermahnen lassen,und warum?
    Weil er als Sünder, und dass gilt allen Sündern, von Gott und seinem Heiligen Geist, abgefallen ist und unter das Fleisch, mit seinem Litermaß Denk -vermögen gekommen ist.
    Er ist mit all seiner Liebe, Lüsten und Begierden, dem Fleisch zugetan und verkauft und nicht dem Geist Gottes.
    Er ist ein Sklave und Knecht der Sünde sagt Christus, und „Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist frei“!
    Menschen, die Ketten der Sünde tragen, schweigen gewöhnlich, darum das große Schweigen bei den Bekenntnischristen in unserer Zeit.
    2. Der Link zum Orginaltext, wie ich alles verstanden habe, ist die Botschaft und Theologie des lebendigen Gottes und Jesus Christus, die mit Christus und mit dem Heiligen Geist, aus dem Schoss des Vaters und Himmel, auf die Erde und zu allen Menschen kam zu Pfingsten, auch wenn sie von Tag zu Tag, von dem einzelnen Menschen durch den Betrug seiner Sünden verschüttet wird in dem Herzen und Gewissen des Menschen.
    Da es hier um wahre Aussagen, Zeugnisse des wesentlichen Leben, Sinn, Bestimmung, Identität und Würde des menschlichen Leben auf der Erde geht,
    müssen wir uns an den wenden, der den Menschen auf diese Erde gesetzt hat, dessen alles sein Eigen- tum ist, auch wenn der wissenschaftlich-gebildete Mensch es nicht glaubt, in der Ewigkeit wird er es aber wissen, welche Geister er rief und welchem Geist er gefolgt ist.
    3. Christus Jesus, hat seine damals und auch jetzt, berufene, zubereitete und legitimierte Jünger, nicht gesandt zu lehren und zu predigen das Evangelium und Theologie des lebendigen Gottes mit klugen Worten, auf dass nicht das Kreuz Christi zunichte werde und wir als Fälscher Gottes Wort und als Fälscher der Theologie Gottes überführt werden.
    Das wahre Wort Gottes und das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden , uns aber, die wir von A bis Z, Gottes Gerechtigkeit erfüllt haben und für Gott durch seinen Geist und Wort
    (zusammen der geistige Samen Gottes)
    wiedergeboren sind und darum selig werden, ist es eine Gotteskraft.
    Allein durch das Kreuz und in des Heiligen Geistes Macht, sind wir von der Sünde frei und getrennt.
    Römerbrief kapite 6,7,8,
    Denn es steht geschrieben, und Gott wacht über sein Wort und Aussagen, aber auch über seinen Augapfel, welcher ist sein zubereiteter und legitimierter Diener und Theologe:
    „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen und irdischen Experten will ich verwerfen .
    Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen?
    Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die die Welt durch ihre Weisheit-Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigten und Aussagen selig zu machen die, so daran glauben .
    1.Korintherbrief Kapitel 1,2,3, nach der Apologie d,Verf.

    4.Jesus Christus hat durch die von ihm verkündigte Theologie des lebendigen Gottes, noch dazu in dem Geist des Vaters,
    Seine berufenen und zubereiteten Jünger, Apostel und Propheten, auf die wesentliche Botschaft des lebendigen Gottes und seinen Zusagen hingewiesen,
    besonders in seiner Abschiedsrede, wo bei ER ihnen, Die erste Wiederkunft mit Gott dem Vater zugesagt hat!
    Johannes Kapitel14, 16-23
    Christus ist mit Gott dem Vater, zu Pfingsten wieder -gekommen und hat in den Seinen, ca 120 Seelen, Wohnung genommen und regiert die Seinen von dem Tag ihrer Wiedergeburt und Geistgeburt!
    Ich weiß, dass die Bekenntnischristen der uns umwerbenden „christlichen Institutionen“ gleich so auf die äußerliche Wiederkunft Christi warten , gleich wie die Pharisäer, die Ankunft des Messias äußerlich erwartet haben um sie von dem Besatzer aus Rom zu befreien, doch sie warten auch heute umsonst auf die Erste Wiederkunft Jesu Christi.
    Wer heute an der ersten Wiederkunft Jesu Christi inseinem Innern , Herz und Gewissen, nicht teilhat,
    wird die zweite Wiederkunft Christi nicht erfahren, „der uns von dem zukünftigen Zorn erlöst“.
    1.Thessalonicher Kapitel 1, 10
    Nach den Aussagen Jesu Christi, ist der von IHM und Gott dem Vater durch den Prophet Joel, zugesagte Heilige Geist, den der Mensch suchen, erwarten und empfangen soll mit der heilsamen Gnade Gottes, der Kern, die Mitte, und das Wesentliche und Macher seines zukünftigen christlichen Leben zu Gott und seinem Reich.
    „Ein jeder natürliche und ungeistige Mensch dieser Erde, kann ohne Gott leben, wenn es ihn befriedigt,
    Aber nicht ein jeder natürliche und ungeistige Mensch,
    kann sich selber erlösen, befreien und besiegen so, dass er an der Gnade, Geist Gottes und seiner Ewigkeit teilhaben kann im Reich Gottes“.

    Darum predigte Johannes der Täufer und Jesus Christus am Jordan, das war auch Gottes Wille und Auftrag:
    “ TUT Buße und bekehret euch zu Gott, so werdet ihr empfangen die Gabe Gottes, welcher ist der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit. Johannes sagt:
    „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße, der aber nach mir kommt, JESUS CHRISTUS,
    DER wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen“!
    Summe aller Aussagen Gottes und Jesu Christi und seiner berufenen und zubereiteten Jünger, die nach drei Jahre ihrer Zubereitung durch Jesus Christus, zu Pfingsten den zugesagten Heiligen Geist empfangen haben.
    Allein diese Erfahrung mit dem Heiligen Geist getauft zu sein,
    Brachte ihre Wiedergeburt und Lebendigmachung für Gott und seinem Reich hervor,
    Offenbarte ihnen das Wort und Geist Gottes mit dem allerheiligsten und alleinseligmachenden Glauben in ihrem Innern und Bewusstsein > bleibend wohnendEINE< heil bringende Gotteslehre ist gleich wie der<EINE< offenbarende Geist Gottes,
    Diese Theologie und Gotteslehre, auch nur in dem Heiligen Geist verkündigt werden soll,
    DEN die bekommen sagt Apostel Petrus: „Die Gott und dem Heiligen Geist gehorchen“! Apg.5, 32

    Ein mit stofflichen Wasser getaufter Christ,
    gleich ob Zwangstaufe als Kind oder Großtaufe:
    6. OHNE dem Heiligen Geist, der ihn formt und gestaltet, der ihn lehrt, offenbart und tröstet, durch den der neue Mensch und neue Kreatur Gottes lebt und wandelt vor Gott auf Erden.
    UND ohne dem dreifachen Zeugnis Gottes in sein Inneres, Herz und Gewissen, 1. Joh.-Brief 5, 6-12
    Welches ist seine Garantie und Legitimation,
    Kann ohne diesen Geist Gottes in seinem Innern wohnend mit dem Wort Gottes und allerheiligsten Glauben:
    Höchstens ein selbstsüchtiger Teufel gleich dem Judas werden , der in seiner Liebe zu dem Mammon,
    Christus mit dem Geist Gottes und der Wahrheit, und die eine von ihm gehörte Theologie verraten hat!

    7.Höchstens ein religiöser Zauberer werden , gleich dem Simon dem Zauberer in der Apostelgeschichte,
    Der den Heiligen Geist verkaufen wollte, auch um des lieben Mammon wegen.
    8. Höchstens, gleich wie Ananias und Saphira, die Gott und den Heiligen Geist täuschen und belügen wollten, sie würden um des Himmelreichs willen, all ihr Hab und Gut, Gott zu Füßen legen, obwohl es gelogen war.
    Wer darum den Heiligen Geist hat, und seiner Religion, Kirche, Tempel, Sekte und Gemeinde, die Sünde der Lüge, Notlüge und Heucheln erlaubt nur weil er von ihnen Kirchensteuer ,Opfer, Kollekten, Spenden und den biblischen Zehnten leben und erwarten will, das alles Christus seinen Jüngern und Aposteln verboten hat, steht in Verdacht ein „Mietling, Blinder Blindenleiter, falscher Prophet und Antichrist“ zu sein,
    Der durch Missbrauch der Namen GOTT,JESUS CHRISTUS, und dem Heiliger Geist,
    Der unter Missbrauch der niedergeschrieben Zeugnisse der Bibel,
    Seine eigenen Ziele auf Erden verfolgt, welche sind Mammon, Macht, Ehre und Ruhm.
    Gott wird sie richten gleich wie die damaligen Pharisäer mit ihren Schrift und Buchstabengelehrten der jüdischen Amtskirche, Matthäus Kapitel 23,
    Siehe auch: PFINGSTEN – Wiederkunft Jesu Christi! PETER Semenczuk , Autor und Herausgeber
    Christlich-theologischer Publikationen im Internet

  14. @harey

    Beginnen wir mit deiner abschliessenden Wertung: Also wo ist hier mein fehlender Anstand, das hätte ich doch gerne gewusst?

    Manche sind gleicher als gleich, willst du mir ins Stammbuch schreiben?
    Das ist kompletter Unsinn, da ich nie in den Raum gestellt habe, gegen das freie Gestaltungsrecht schwuler oder lesbischer Partnerschaften zu sein.

    Es ist genau andersherum, und ich erläutere das jetzt ein weiteres (und hoffentlich zum letzten) Mal: Die Autoren des beschriebenen Manifests sind es, die die christliche Kindererziehung verhindern und die christliche Ehe benachteiligen wollen, nicht die bösen Christen wollen irgendjemand einschränken!

    Was der christliche Standpunkt in Sachen Ehe nicht einsehen will, ist die Gleichstellung mit der Homo-Ehe. Ein Christ ist dann kein Christ, wenn er gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaft auftritt. Darüber hinaus kann ich als Christ und soziologisch denkender Mensch nicht gleichstellen wollen, was niemals gleich sein kann, und ich zitiere aus meinem Kommentar:

    Als Ideal vermittle ich meinen Kindern die Hetero-Ehe, weil nur in dieser Form Kindern ein natürliches (direktes und gleichwertiges) Erlernen der Geschlechterrollen möglich ist, und nur in dieser Form eine natürliche Fortpflanzung möglich ist. Allein aus diesen beiden Gründen kann es per definitionem keine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher und gemischtgeschlechtlicher Partnerschaften geben.

    Das bedeutet nicht, dass hier ein moralischer Unterschied zu machen ist. Aber es bedeutet,

    1. dass in Sachen Kindererziehung und Adoption unterschiedliche Regelungen für gemischt- und gleichgeschlechtliche Partnerschaften gefunden werden müssen.

    2. dass die Hetero-Ehe besonders schützenswert ist, weil sie für Geschlechtervorbilder und Nachkommen sorgt,

    3. dass die Kirche (abschliessend spreche ich eine rein INNERkirchliche Frage an) die Ehevorbereitung für alle diejenigen, die kirchlich heiraten wollen, viel gründlicher, anspruchsvoller und strenger durchführen wird müssen, um sich von LAPs und Kurzzeitehen abzugrenzen.

    Abschliessend zu anti-religiös und nicht-religiös:

    – „die naturalistische Wissenschaft ermöglicht den Menschen die Schaffung eines von Metaphysik oder Theologie unberührten und auf den Wissenschaften gründenden kohärenten Weltbilds.“

    Metaphysik und Theologie auf den Müll, das nenne ich zu Recht anti-religiös.

    – Die Naturalisten sind der Ansicht, dass es für spirituelle Auslegungen der Wirklichkeit … zu wenig wissenschaftliche Beweise gibt. … Weder die klassische moderne Kosmologie noch der evolutionäre Prozess liefert genügend Beweise für das Vorhandensein eines intelligenten Plans. Das hieße also, den Glauben über empirisch gewonnene Beweise zu stellen. Wir glauben, dass es für die Menschheit an der Zeit ist, ihr eigenes Erwachsensein anzunehmen, d.h. Wunderglauben und Mythosbildung hinter sich zu lassen, die als Ersatz für nachprüfbares Wissen über die Natur dienen.”

    Religion als Ersatz für nachprüfbares Wissen? Mehr Verachtung ist kaum vorstellbar, und ich nenne das zu Recht antireligiös.

    -„Theologische Moraldoktrinen beruhen häufig auf überkommenen, vorwissenschaftlichen Vorstellungen von der Natur und dem Menschen.“

    Vorwissenschaftlich sind Religionen also, und die Wissenschaft ist die neue Religion.. wie deutlich brauchst du es eigentlich? Zu Recht nenne ich diese Abqualifizierung anti-religiös.

    – “Würde und Selbstbestimmung des Einzelnen sind der höchste Wert.“

    Wenn man sich im Klaren ist, dass Liebe und Gnade die höchsten Werte des Christentums, Judentums und des Islam sind, weiters Würde und Selbstbestimmung ganz entgegengesetzte gesellschaftliche Auswirkungen haben, dann nenne ich diese Positionierung zu Recht antireligiös

    Die Liste könnte ich noch sehr sehr lang gestalten, aber meine Familie verlangt auch nach mir, es ist schön geliebt und gebraucht zu werden, in einer christlichen Ehe…

  15. Hallo, ich hab die ganzen Kommentare hier nicht gelesen, aber ich geb auch mal schnell meinen Senf mit dazu – auf die Gefahr hin, dass manches schon erörtert wurde….

    zur Ehe oder Homo – Ehe:

    Ehe ist per definitionem die Verbindung von Frau und Mann.
    Es ist sinnvoll, dass auch gleichgeschlechtliche Partner eine Lebensgemeinschaft eingehen können. Aber eine Ehe ist es eigentlich nicht. Es sei denn, man möchte die Definition ändern.

    Das bedeutet nicht, dass hier ein moralischer Unterschied zu machen ist. Aber es bedeutet,

    1. dass in Sachen Kindererziehung und Adoption unterschiedliche Regelungen für gemischt- und gleichgeschlechtliche Partnerschaften gefunden werden müssen.

    Ja, denn es ist sicher nicht einfach, wenn man in eine Homoehe hineinadoptiert wird….

    2. dass die Hetero-Ehe besonders schützenswert ist, weil sie für Geschlechtervorbilder und Nachkommen sorgt,

    Ja, denn das ist ursprünglich der Sinn der Ehe. Aber gleichgeschlechtliche Partner können gern eine eheähnliche Lebensgemeinschaft eingehen. Aber eine Ehe ist das eben nicht, wenn man genau ist.

    3. dass die Kirche (abschliessend spreche ich eine rein INNERkirchliche Frage an) die Ehevorbereitung für alle diejenigen, die kirchlich heiraten wollen, viel gründlicher, anspruchsvoller und strenger durchführen wird müssen, um sich von LAPs und Kurzzeitehen abzugrenzen.

    Ja, zum einen die Kirche. Zum anderen müssen Leute, die eine Ehe eingehen , auch Frustrationstoleranz, Rollendistanz und Ambiguitätstoleranz mitbringen – wie bei allen Beziehungen.

    Abschliessend zu anti-religiös und nicht-religiös:

    – “die naturalistische Wissenschaft ermöglicht den Menschen die Schaffung eines von Metaphysik oder Theologie unberührten und auf den Wissenschaften gründenden kohärenten Weltbilds.”

    Metaphysik und Theologie auf den Müll, das nenne ich zu Recht anti-religiös.

    Ein Schelm, der glaubt, die Wissenschaften hätten der Weisheit letzte Rätsel gelöst…sie werfen mehr Fragen auf, als sie lösen. Sinnvoll sind sie durchaus, aber sinnvoll auch, um ihre Grenzen zu wissen 😉

    Wir glauben, dass es für die Menschheit an der Zeit ist, ihr eigenes Erwachsensein anzunehmen, d.h. Wunderglauben und Mythosbildung hinter sich zu lassen, die als Ersatz für nachprüfbares Wissen über die Natur dienen.”

    ja, sie GLAUBEN dies 😉 Kleine Sekte der Materialisten….das hat schon Lukrez versucht und nicht hinreichend begründet….weil er nämlich die Frage nach dem Warum völlig ausklammert und darauf sein System aufbaut… wie Epikur auch schon…

    http://www.textlog.de/lukrez-natur-dinge.html

    -”Theologische Moraldoktrinen beruhen häufig auf überkommenen, vorwissenschaftlichen Vorstellungen von der Natur und dem Menschen.”

    Zu pauschal. Moral ist etwas, was im gesellschaftlichen Diskurs immer wieder neu definiert und bestimmt wird. Und die Erfahrungen von Generationen – die sich zb auch in den ethischen Forderungen des Dekalogs finden – sind nicht einfach von der Hand zu weisen. Es sind grundlegende Erfahrungen des Menschseins.

    – “Würde und Selbstbestimmung des Einzelnen sind der höchste Wert.”

    Wie definiert man aber Würde, wie Selbstbestimmung ?
    Diesen Werten liegt in Europa zu einem großen Teil das christliche Menschenbild zugrunde. (!)

  16. Ach, noch ein Gedanke:

    Humanismus birgt IMMER die Gefahr der Selbstüberschätzung. Denn der Mensch ist das Maß aller Dinge. (dieser Gedanke ist zb bei der Geschichte vom „Turmbau zu Babel“ exemplarisch verdeutlicht).

    Religionen, die sich in letzter Instanz vor Gott als verantwortlich sehen, verringern diese Gefahr von Haus aus.

  17. @ kroski

    „Sie ist die bevorzugte Variante, aber als mit den realen Situationen des Lebens vertrauter Christ spreche ich mit den Kindern genauso über gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die es als mögliche Variante menschlichen Zusammenlebens zu akzeptieren gilt, als legal gesicherte Partnerschaften. Als Ideal vermittle ich den Kindern die Hetero-Ehe, weil nur in dieser Form Kindern ein natürliches (direktes und gleichwertiges) Erlernen der Geschlechterrollen möglich ist, und nur in dieser Form eine natürliche Fortpflanzung möglich ist. Allein aus diesen beiden Gründen kann es per definitionem keine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher und gemischtgeschlechtlicher Partnerschaften geben.“

    Da daran auf den ersten Blick nichts spezifisch christliches ist, taugt das natürlich auch schlecht als Beispiel. Dies würde sich allerdings ändern, wenn du erstens sagst, dass die Hetero-Ehe deswegen richtig ist, weil Gott die Menschen als Mann und Frau füreinander geschaffen hat und deinen Kindern zweitens die Bibel als geoffenbartes Wort Gottes nahelegst. Dort könnten sie dann allerdings einen etwas anderen Standpunkt zu gleichgeschlechtlichem Verhalten nachlesen.

    „Die antireligiöse Diskussion von atheistisch-humanistischer Seite wird so verblendet und vorurteilsbeladen geführt, dass die ganz schlichten möglichen Argumentationslinien, die per se noch gar nichts mit christlichen Weltbildern zu tun haben, gewissermassen “vorchristlich” sind, schon abgelehnt weden.“

    Du bringst als Gegenbeispiel für die Kritik religiös beeinflusster Erziehung eine Darstellung, in der gar nichts religiöses vorkommt, um zu zeigen, dass die Religion gar keinen schlechten Einfluss hat. Das funktioniert so natürlich nicht.

    „Keine Wissenschaftsdiskussion dieser Welt wird derart begründete und argumentierte Partnerschaftsformen in einem rationalen Diskurs gleichstellen wollen und können.“

    Du suggerierst Schäden für die Kinder, weil es sich nicht um eine „natürliche“ Fortpflanzung handelt oder sie Geschlechterrollen nicht richtig lernen würden. Das wäre zunächst mal zu beweisen, vor allem auch dahingehend, wie wichtig diese Komponenten im Vergleich zu Zuneigung, Geborgenheit, Bildung und Ernährung sind. Zudem unterstelle ich deiner Argumentation wiederum, dass sie grundlegend religiös motiviert ist und du dir dazu lediglich „rationale“ Argumente suchst, um dies zu verbergen.

    „Im Gegenteil: In der Bibel heisst es “Wenn man euch an einem Ort nicht hören will, dann zieht in das nächste Dorf”

    Beißt sich mit „macht zu Jüngern alle Völker“.

    „Im aktuellen Auftrag des Papstes heisst es, jeder Mensch hat ein Recht darauf, die Botschaft des Jesus von Nazareth zu hören. Von Manipulation oder noch schlimmeren Dingen kann keine Rede sein“

    Das ist auch im Hinblick darauf interessant, weil du am Manifest kritisierst, es würde „geistige Phänomene“ nicht respektieren. Das macht auch kein christlicher Missionar und ich will erst gar nicht mit der historischen Verbreitung des Christentums anfangen, die, vorsichtig gesagt, nicht ganz deinem Ideal folgte.

    „Noch dazu, wo gut verstandenes Christentum den Auftrag hat, die Welt zu schildern wie sie sich ohne und jetzt mit Christus darstellt, gerade um den “unglaublichen” Unterschied herauszuarbeiten: Liebe, Gnade, ewiges Leben.“

    Das ist das „true scotsman“-Argument: was ist „gut verstandenes Christentum“ oder „christliche Erziehung“? Ohne klare Definition, kann man schwer argumentieren. Du suggerierst ja bisher eher, dass dezidiert religiöse Inhalte dabei keine Rolle spielen und das ist natürlich auch nicht vorrangig das, was von Humanisten kritisiert wird. Das ändert sich spätestens dann, wenn Regeln und Ansichten mit Gottes Willen begründet werden und vor allem Furcht vor Sünde und ihrer Bestrafung durch ein allmächtiges und allwissendes Wesen ins Spiel gebracht wird. Du kannst ja nicht ernsthaft behaupten, dass es dies nicht unter dem Aspekt „christliche Erziehung“ geben würde.

    „Dieser Anstand ist auf beiden Seiten Voraussetzung. Schaffen wir das?“

    Die bessere Variante wäre, dass gar keine Weltbilder tradiert werden und erst Erwachsene entscheiden, was sie glauben oder nicht glauben, denn es geht im Kern ja vor allem um das Ausnutzen der leichteren Beeinflussbarkeit von Heranwachsenden. Und das zweite Problem ist, wie angesprochen, dass du hier lediglich einen Aspekt christlicher Erziehung präsentierst. Würdest du dasselbe Recht auch für christliche Fundamentalisten beanspruchen (siehe wie gesagt beispielsweise „Jesus Camp“ )? Ich habe mich beispielsweise auch als Kind vor die Frage gestellt, ob mein Glauben stark genug ist, dass ich dafür sterben würde, nachdem wir entsprechend die Geschichte von Daniel in der Löwengrube besprochen haben. Sind das Gedanken, die ein Kind haben sollte?
    Ich kenne auch mehrere weibliche Zeugen Jehovas, die sagen, dass sie ihr Kind oder ihren Mann lieber sterben lassen würden, als ihnen eine Bluttransfusion geben zu lassen. Und sie sagen das nicht zuletzt, weil es ihnen in ihrer Kindheit so eingetrichtert wurde.

    So pauschal kann ich dir daher nicht zustimmen, was im Umkehrschluss natürlich nicht heisst, dass ich JEDEN Aspekt christlicher Erziehung für verdamenswert halte.

    „Ein Christ ist dann kein Christ, wenn er gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaft auftritt“

    Eine interessante Definition, der sehr viele Menschen, die sich selbst sehr wohl als Christen sehen, vehement widersprechen würden und das mit einiger Berechtigung.

    @ theolounge

    „Ja, denn es ist sicher nicht einfach, wenn man in eine Homoehe hineinadoptiert wird….“

    Worauf basierst diese Ansicht?

    „Ja, denn das ist ursprünglich der Sinn der Ehe. “

    Kindererziehung ist im Laufe der menschlichen Entwicklung mehr und mehr zu einem Gemeinschaftsprojekt geworden, in dem per se nicht nur die leiblichen Eltern involviert sind. Wir können an den Fakten nichts ändern, dass eine Ehe nicht mehr grundsätzlich nötig ist, um Kinder zu zeugen. Oder, um es einfacher zu machen, es gibt auch Fälle, in denen Eltern ihre Kinder nicht mehr selbst erziehen können (Unfalltod). Sollen die Kinder dann nicht aufgezogen werden?

    „Ein Schelm, der glaubt, die Wissenschaften hätten der Weisheit letzte Rätsel gelöst…“

    Das glaubt niemand und das sagt niemand. Kann man auf diesen Strohman nicht wirklich mal verzichten?

    „.weil er nämlich die Frage nach dem Warum völlig ausklammert und darauf sein System aufbaut“

    So wie du ausklammerst, dass es eine „Warum“-Frage vielleicht gar nicht gibt und du dir das nur selbst wünschst.

    „Religionen, die sich in letzter Instanz vor Gott als verantwortlich sehen, verringern diese Gefahr von Haus aus.“

    Soso. Wenn man aber genau weiß, was Gott will, kann man ja getrost in diesem Sinne handeln, weil man dann ja kein dann Problem mit Gott haben kann. Und ein zentraler Punkt der Religionen und der heiligen Texte ist ja gerade die Offenbarung des Willens Gottes.

    „Humanismus birgt IMMER die Gefahr der Selbstüberschätzung. Denn der Mensch ist das Maß aller Dinge“

    Auch diesen Strohmann solltest du irgendwann einfach mal sparen. Der Mensch ist aus evolutionärer Sicht sehr viel weniger bedeutend als aus religiöser, eine Selbstüberschätzung als speziell als Gegenüber eines allmächtigen Wesens geschaffenes Geschöpf, dass auch noch Objekt von besonderen Anstrengungen dieses Wesens ist, ist wohl viel eher Hybris als sich als Trockennasenaffe zu sehen.

  18. @mountainking

    @ theolounge

    “Ja, denn es ist sicher nicht einfach, wenn man in eine Homoehe hineinadoptiert wird….”

    Worauf basierst diese Ansicht?

    >> ist rein subjektiv. Stelle ich mir schwer vor, weil das offiziell nicht sehr akzeptiert ist, also Homosexualität – obwohl ich Freunde hab, die so sind (sowohl Frauen als auch Männer).

    “Ja, denn das ist ursprünglich der Sinn der Ehe. ”

    Kindererziehung ist im Laufe der menschlichen Entwicklung mehr und mehr zu einem Gemeinschaftsprojekt geworden, in dem per se nicht nur die leiblichen Eltern involviert sind. Wir können an den Fakten nichts ändern, dass eine Ehe nicht mehr grundsätzlich nötig ist, um Kinder zu zeugen. Oder, um es einfacher zu machen, es gibt auch Fälle, in denen Eltern ihre Kinder nicht mehr selbst erziehen können (Unfalltod). Sollen die Kinder dann nicht aufgezogen werden?

    >> doch, klar sollten die aufgezogen werden. Und bevor jemand im Weisenhaus sitzt, ists vielleicht sogar besser, von zwei gleichgeschlechtlichen Partnern adoptiert zu werden: aber leicht ist das nicht für ein Kind, wenn ich das richtig sehe – spätestens ab der Schulzeit nicht mehr.

    “Ein Schelm, der glaubt, die Wissenschaften hätten der Weisheit letzte Rätsel gelöst…”

    Das glaubt niemand und das sagt niemand. Kann man auf diesen Strohman nicht wirklich mal verzichten?

    >> war nicht als Strohmann gemeint. Wie gesagt, ich war in der Diskussion nicht wirklich drin.

    “.weil er nämlich die Frage nach dem Warum völlig ausklammert und darauf sein System aufbaut”

    So wie du ausklammerst, dass es eine “Warum”-Frage vielleicht gar nicht gibt und du dir das nur selbst wünschst.

    >> ist halt eine subjektive Sicht. Ich denke, es muss einen letzten Grund aller Dinge geben , Gott.
    Lukrez denkt, es existiert alles seit immer und für alle Ewigkeiten – und somit klammert er die Frage, woher alles kommt, einfach aus. Und das findet man heute auch noch ab und an, diese Einstellung.

    “Religionen, die sich in letzter Instanz vor Gott als verantwortlich sehen, verringern diese Gefahr von Haus aus.”

    Soso. Wenn man aber genau weiß, was Gott will, kann man ja getrost in diesem Sinne handeln, weil man dann ja kein dann Problem mit Gott haben kann. Und ein zentraler Punkt der Religionen und der heiligen Texte ist ja gerade die Offenbarung des Willens Gottes.

    >> tja, wenn man das eben genau weiß, was Gott will. Die Bibel weiß es so ganz genau nicht, denn sie hat ja viele Autoren gehabt und viele unterschiedlciche Sichtweisen, die sich mitunter auch entgegenlaufen. Dennoch ist dort m.E. viel Gotteserkenntnis – über Generationen gewachsen und reflektiert – enthalten.

    “Humanismus birgt IMMER die Gefahr der Selbstüberschätzung. Denn der Mensch ist das Maß aller Dinge”

    Auch diesen Strohmann solltest du irgendwann einfach mal sparen. Der Mensch ist aus evolutionärer Sicht sehr viel weniger bedeutend als aus religiöser, eine Selbstüberschätzung als speziell als Gegenüber eines allmächtigen Wesens geschaffenes Geschöpf, dass auch noch Objekt von besonderen Anstrengungen dieses Wesens ist, ist wohl viel eher Hybris als sich als Trockennasenaffe zu sehen.

    >> das halt ich für keinen Strohmann.

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