Das ist gleichsam die abgewandelte Gretchenfrage aus Goethes Faust, wo es heißt: wie hältst Du es mit dem Glauben ? Am Kirchentag kam es jedoch erstmal zum Streit zwischen evangelischer Kirche und Muslimen. Das sollte aber nicht so bleiben, denn auch wenn Differenzen zwischen Meinungen vielleicht bestehen bleiben, so geht es doch darum, den anderen unbedingt zu respektieren. Auch, wenn die theologischen Unterschiede vorhanden sind, so müssen sich Religionen untereinander akzeptieren – denn sie sind im Grunde alle auf einem ähnlichen Weg: sie sind der Überzeugung, dass es etwas Höheres im Leben als Urgrund des Seins gibt, Gott. Der Weg der Gotteserkenntnis ist dabei jedoch meist ein anderer und wird von den Parteien auch unterschiedlich gewichtet. Was kann man also tun ? Seinen eigenen Standpunkt darlegen – und akzeptieren, dass es konträre Meinungen gibt. Alles andere wäre nicht im Sinne der Liebe und des Mitmenschen. Und somit letztlich wohl auch kaum im Sinne irgendeiner Religion.
Lesen Sie: > Wie hältst Du es mit der Religionsfreiheit ? (EKD)
Gestern fand in Köln auch die katholische Fronleichnamsfeier statt. Ein Beispiel dafür, dass unterschiedliche Traditionen gelebt werden können, auch, wenn man letztlich derselben Sache verpflichtet ist – in diesem Fall dem christlichen Glauben. Ein Protestant erhält hier auf Anfrage eine Hostie. Warum auch nicht ? Es wäre sicherlich sehr im Sinne Jesu, dem es um den Glauben an Gott ging, – den er Vater nannte – , und nicht um Trennung von Menschen. > Hier lesen.



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