
Urlaub ist das schönste Laub,
das wir uns selbst erlauben,
ein Rascheln im Kalender,
zwischen Terminen, die sich wichtig fühlen
und doch nur laut sind.
Wir fallen plötzlich aus dem Alltag,
wie Blätter im Herbst –
nur freiwillig.
Der Wecker verstummt,
als hätte er endlich eingesehen,
dass er nicht der Mittelpunkt des Universums ist.
Kaffee schmeckt anders im Urlaub.
Nicht besser –
aber langsamer.
Man sitzt herum
und nennt es Erholung.
Man läuft herum
und nennt es Entdeckung.
Man liegt herum
und nennt es Plan.
Die E-Mails?
Ein ferner Planet.
Die To-do-Liste?
Ein Mythos aus einer anderen Zeit.
Und irgendwo zwischen Sonnencreme
und zu viel Eis
verliert man das Gefühl dafür,
welcher Tag eigentlich ist –
und gewinnt das Gefühl dafür,
wer man eigentlich ist.
Urlaub ist das schönste Laub,
weil wir darin kurz rascheln dürfen,
leicht werden,
loslassen,
und für einen Moment glauben:
So könnte das Leben immer sein. 🍂



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