Iran – Trumps globaler Hebel für den Frieden ?

​In den Fluren der Macht in Washington, Kyjiw und Brüssel herrscht im März 2026 eine Atmosphäre, die man als „schöpferische Zerstörung“ bezeichnen könnte. Während die Welt noch den schnellen Sturz des Maduro-Regimes in Venezuela im Januar verarbeitet, konzentriert sich die Aufmerksamkeit nun auf den Mittleren Osten. Donald Trump verfolgt offensichtlich einen Masterplan, der weit über bloßen Protektionismus hinausgeht: Er entzieht Wladimir Putin die globalen Lebensadern, um den russischen Angriffskrieg nicht nur zu beenden, sondern ihn für den Kreml schlicht unfinanzierbar und unhaltbar zu machen. Es ist eine Geopolitik der harten Fakten, die den moralischen Zeigefinger durch den ökonomischen und militärischen Schraubstock ersetzt hat.

​Das Ende der Achse des Widerstands

​Die Operation „Epic Fury“ gegen den Iran markiert den bisherigen Höhepunkt dieser Strategie. Wie das Wall Street Journal berichtet, zielt die US-Administration darauf ab, die militärische Infrastruktur Teherans so weit zu schwächen, dass der Export von Drohnen und Raketen an Russland faktisch zum Erliegen kommt. Fox News feiert diesen Kurs als „lang überfällige Bereinigung“, während die Washington Post zwar die rechtliche Grundlage kritisiert, aber einräumen muss, dass die Isolation Russlands dadurch eine neue Qualität erreicht hat. Die New York Times zitiert Regierungsbeamte, wonach der Fall Venezuelas als Blaupause diente: Wer Putin helfen will, verliert zuerst seine eigene Machtbasis.

​Aus einer theologischen Perspektive betrachtet, wirkt dieser Feldzug wie das Schlagen der Hirten, damit die Schafe – in diesem Fall die Aggressoren – sich zerstreuen. Es hat eine gewisse bittere Ironie, dass ausgerechnet ein Mann, dem man oft mangelnde Tiefe vorwirft, eine fast jesuitische Präzision an den Tag legt, wenn es darum geht, die Dominosteine der Gegenseite zu Fall zu bringen. Man könnte fast sagen, er exorziert die globalen Unruhestifter, um im Chaos der Welt eine neue, wenn auch raue Ordnung zu schaffen. Dass er dabei laut der Jerusalem Post als „Retter Israels“ tituliert wird, passt ins Bild eines Mannes, der sich im diplomatischen Porzellanladen nicht wie ein Elefant, sondern wie ein Abrissunternehmer bewegt – effizient, laut und mit einem fertigen Bauplan im Kopf.

​Das Kyjiwer Schisma: Frieden um jeden Preis?

​In der Ukraine wird dieser Kurs mit einer Mischung aus Bewunderung und Beklemmung verfolgt. Laut Ukrinform und dem Kyiv Independent steht Präsident Selenskyj unter immensem Druck, die Früchte der amerikanischen Isolation Moskaus in Verhandlungen umzumünzen. Die Kyiv Post berichtet von Geheimgesprächen in Abu Dhabi, bei denen Trump eine „Sicherheitsgarantie gegen Land“ fordert. Es ist der ultimative Basar: Trump hat Putin die iranischen Drohnen weggenommen und die venezolanischen Ölquellen versiegelt; nun bietet er ihm einen Ausweg an, bevor China der einzige verbleibende Partner ist.

​Die New Voice of Ukraine weist darauf hin, dass die Strategie aufgehen könnte, da Russland ohne seine „Achse der Alliierten“ militärisch nackt dasteht. Ethisch ist das ein Spiel mit dem Feuer – man rettet das Leben der Ukrainer, indem man die Souveränität anderer Nationen (wie Venezuela oder Iran) mit Füßen tritt. Aber in einer Welt, in der die Hölle bereits auf Erden in den Schützengräben des Donbas stattfindet, wirkt Trumps pragmatischer Teufelsaustrieb fast schon wie eine göttliche Intervention für jene, die einfach nur wollen, dass das Sterben aufhört. Dass die Ukrainer laut Ukrinform nun über ein Referendum im Mai 2026 nachdenken, zeigt, dass der amerikanische Hebel wirkt.

​Europa im Zoll-Dilemma: Das Erwachen der Ohnmächtigen

​In Europa hingegen blickt man fassungslos auf das Tempo der Ereignisse. Le Monde spricht von einer „Kolonialisierung der europäischen Außenpolitik“, da Trump die Unterstützung für seine Iran-Strategie direkt mit Handelszöllen verknüpft. Die spanische El País warnt vor einer Welt, in der das Völkerrecht nur noch ein Anhängsel der US-Sicherheitsstrategie ist. Doch Trump scheint das wenig zu kümmern. Für ihn ist die EU wie ein alter Onkel, der beim Familienfest noch über die Tischmanieren von 1914 doziert, während draußen bereits das Haus abgerissen wird.

​In Deutschland ist die Stimmung zwischen Entsetzen und heimlicher Erleichterung gespalten. Der Spiegel und die FAZ berichten über das Treffen von Kanzler Merz mit Trump im Oval Office, bei dem der US-Präsident klargestellt haben soll, dass der Schutzschirm für Europa nur für diejenigen gilt, die beim „Trockenlegen des russischen Sumpfes“ mithelfen. Die Zeit und die Tagesschau betonen die wirtschaftliche Gefahr durch drohende 25-prozentige Zölle, doch im Kern wissen alle: Wenn Trump den Krieg in der Ukraine beendet, wird ihm der Erfolg recht geben, egal wie schmutzig der Weg dorthin war.

​Es ist eine Form von trockenem Humor der Geschichte, dass der Frieden in Europa am Ende vielleicht nicht durch diplomatische Finesse aus Brüssel, sondern durch die rücksichtslose Ausschaltung von Tankstellenbetreibern in Südamerika und dem Nahen Osten erreicht wird. Trump behandelt Weltpolitik wie eine feindliche Übernahme – und im März 2026 sieht es so aus, als ob er kurz davor steht, den Abschluss zu unterschreiben. Der Preis ist hoch, die Moral ist biegsam, aber die Waffen könnten bald schweigen. Und das ist am Ende vielleicht die einzige Währung, die auf dem Schlachtfeld wirklich zählt.

Verwendete Quellen:

  • USA: Fox News, Wall Street Journal, New York Times, Washington Post.
  • Ukraine: Kyiv Independent, Ukrinform, Kyiv Post, The New Voice of Ukraine.
  • Israel: Jerusalem Post, Haaretz, Times of Israel, Ynet.
  • Deutschland: Der Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Die Zeit, Tagesschau (ARD).
  • EU: Le Monde (Frankreich), El País (Spanien).

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Kommentare

2 Kommentare zu „Iran – Trumps globaler Hebel für den Frieden ?“

  1. Avatar von Sabine M.
    Sabine M.

    Ich sehe keinen schnellen Sieg im Krieg gegen die Mullahs. Wenn der Krieg zu lange dauert, wird es ungemütlich.

    1. Ich fürchte auch, dass das ein endloser Krieg werden könnte.

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