Von Ablaßhandel bis Zölibat. Das „Sündenregister“ der katholischen Kirche

Mit Klischees über die Kirche müssen sich viele Menschen, die diese Kirche nicht nur als menschenfeindlichen Machtfaktor sehen, in Diskussionen auseinandersetzen. Bei Gesprächen am Arbeitsplatz oder in der Mensa, auf WG-Partys oder Familienfeiern, aber auch in den Sozialen Kommunitäten im Internet, begegnen einem dabei die immer gleichen Angriffsformationen. Das „Sündenregister“ der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, aufgeklärten, religionsfernen Menschen ellenlang. Die Kirche wird von außen mit Kritik und Forderungen konfrontiert und muß auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerreißprobe bestehen. „Seit der Aufklärung ist die Vernunft an die Stelle der Religion getreten!“ heißt es dann etwa. Oder: „Die … Von Ablaßhandel bis Zölibat. Das „Sündenregister“ der katholischen Kirche weiterlesen

Pastorale Notstandsgebiete – und was aus ihnen werden kann.

Ismael Kluever.In der katholischen Kirche Deutschlands geht ein Gespenst um: der Priestermangel. Kein fiktives Gespenst, sondern ein reales. Immer weniger Männer fühlen sich berufen, ein eheloses Leben zu führen und dieses ganz in den Dienst einer Gemeinde zu stellen. Darum selbst soll es hier nicht gehen, sondern um die Folgen für die Kirche am Ort, die mit immer weniger Pfarrern auskommen muss. Zudem ist das Geld knapp. Kirchenaustritte, Wirtschaftsprobleme und eine alternde, immer mehr ins Rentenalter vorrückende Gesellschaft führen zu geringeren Kirchensteuereinnahmen.  Auch die evangelischen Landeskirchen stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn auch unter etwas anderen Voraussetzungen. Aber hier möchte ich … Pastorale Notstandsgebiete – und was aus ihnen werden kann. weiterlesen

Zölibat oder nicht ?

Gastbeitrag eines katholischen Autoren. Von Dr.Dr. Bernhard Nitsche. In unseren für Geschlechterrollen sensibilisierten westlichen Gesellschaften ist es schwierig zu vermitteln, warum die sakramentale Ordination in der römisch-katholischen Kirche auf zolibatär lebende Männer beschränkt ist. Bei allen aktuell beobachtbaren Verfehlungen und historisch diagnostizierbaren Missständen sollte der tiefe geistliche und evangeliumsgemäße Sinn des Keuschheitsgelübdes nicht verloren gehen. Natürlich gibt es Haltungen und Lebenspraktiken, welche den guten Sinn des Zölibats zerstören.>mehr. Andere Sichtweisen zum Thema: >hier lesen. foto: WTL photos / Dr. Wendy Longo,flickr.com Zölibat oder nicht ? weiterlesen

Memorandums-Gegner errichten virtuellen Pranger

Von Walter Jungbauer. Die Auseinandersetzungen um das „Memorandum Freiheit“, welches 144 römisch-katholische Professorinnen und Professoren am letzten Samstag veröffentlicht haben, und welches mittlerweile von 228 Professorinnen und Professoren unterschrieben wurde, nimmt an Schärfe zu.

Auf der einen Seite sammeln sich Befürworter und Unterstützer online auf einer von zwei Theologie-Studierenden initiierten Unterschriftenliste unter dem Titel „Unterstützung für einen notwendigen Aufbruch. Memorandum Freiheit“ (mittlerweile mehr als 3.450 Unterstützende)  sowie bei Publik Forum (Kirchenaufbruch jetzt). „Memorandums-Gegner errichten virtuellen Pranger“ weiterlesen

Dutzende katholische Theologen begehren auf

144 katholische Theologen haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie eine Reform der Kirche fordern: unter anderem ein Ende des Zölibats und Frauen als Geistliche. Mitarbeiter von deutschsprachigen Universitäten, die katholische Theologie lehren, wollten nicht mehr schweigen zu jener Kirchenkrise, die seit Jahren andauert und durch das Bekanntwerden sexueller Missbrauchsfälle verstärkt wurde. Sie fordern tief greifende Reformen von ihrer Kirche, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Insgesamt 144 katholische Theologen haben nun eine Erklärung unterschrieben: „Als Theologieprofessorinnen und -professoren dürfen wir nicht länger schweigen“, steht…>mehr. foto: Reinante El Pintor de Fuego / José Luis Mieza,flickr.com Dutzende katholische Theologen begehren auf weiterlesen

Papst wollte als Theologe Zölibat überprüfen

Papst Benedikt XVI. hat sich als Theologe Anfang der siebziger Jahre dafür eingesetzt, das Zölibat zu überdenken. Es sei schuld am Priestermangel. In einem Memorandum im Februar 1970 hatten neun Theologen, darunter Joseph Ratzinger, Walter Kasper, Karl Lehmann und Karl Rahner eine Forderung an die deutschen Bischöfe gestellt: Sie wollten die Pflicht der Priester zur Ehelosigkeit auf den Prüfstand stellen. Das geht aus dem Archivtext hervor, den die kirchenkritische Zeitschrift Pipeline in ihrer jüngsten Ausgabe abdruckt hat.>mehr. foto: Catholic Church (England and Wales) / Catholic Church England and Wales,flickr.com Papst wollte als Theologe Zölibat überprüfen weiterlesen

Römisch-katholische Priester für das Ende des Pflichtzölibats …

… und für die Frauenordination. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage von Soziologie-Studierenden der österreichischen Johannes-Kepler-Universität in Linz, welche unter Betreuung von Prof. Dr. Josef Lins dieses Themas angenommen haben – die übrigens bereits vor dem Bekanntwerden der Mißbrauchsskandale durchgeführt, deren Ergebnisse aber erst jetzt veröffentlicht wurden . Von den insgesamt 1.731 angeschriebenen WEITER Römisch-katholische Priester für das Ende des Pflichtzölibats … weiterlesen

Kirchentag: Priesteramt auch für Frauen und Schwule

Sexueller Missbrauch ist das große Thema auf dem Ökumenischen Kirchentag. Redner und Publikum üben fundamentale Kritik an der katholischen Kirche. Als Pater Mertes, Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, in Halle C1 ans Mikrofon tritt, brandet tosender Applaus auf. Die Halle ist überfüllt. Gut 6000 Zuhörer sind zur Podiumsdiskussion über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche gekommen. > mehr. foto:picapp.com Kirchentag: Priesteramt auch für Frauen und Schwule weiterlesen