Alles nur simuliert? Die Welt ist nicht genug…

Uli Fries. Nehmen wir an, eine Forschungsgruppe in einem staatlichen Institut hat einen Computer für Simulationen entwickelt. In diesem Modell werden Prozesse berechnet, wie sie in der Wirklichkeit stattfinden. Verkehrsflüsse, Gebäudestatik, Naturkräfte, Wetter, Pflanzen, Tiere, Menschen. Wer sich in die Simulation einklinkt, kann seine berechnete Umgebung sehen, hören, fühlen, riechen. Der Super-Computer spiegelt ein nahezu perfektes Abbild von der Welt wider, wie wir sie kennen. Nahezu perfekt. Denn wer häufiger an einem Rechner saß, weiß, wie störanfällig Technik ist. Prozesse frieren ein. Datenbanken stürzen ab. Leitungen brechen zusammen. Kleine Programm- oder Lesefehler können absurde Ergebnisse verursachen. Sinnlose Meldungen erscheinen auf dem Bildschirm. Oder sie werden doppelt … Alles nur simuliert? Die Welt ist nicht genug… weiterlesen

Woher wissen wir, was Realität ist?

Diese Frage stellt sich der Schauspieler Christoph Waltz. Ein Psychologieprofessor, ein Astrophysiker und ein Medienwissenschaftler versuchen ihm zu antworten. Eine Erfindung des Gehirns »Die Realität ist nur eine Interpretation des Gehirns. Nehmen wir als Beispiel die Farbe Rot. Eigentlich sind es die Hirnzellen, die ein Wirrwarr von Lichtstrahlen so ordnen, dass wir uns orientieren können. Rot ist eine Erfindung des Hirns, das Wellenlängen als Farbe deutet.>mehr. foto:h.koppdelaney Hartwig HKD,flickr.com Woher wissen wir, was Realität ist? weiterlesen

seeing is believing

Ein berühmter Satz, der ziemlich gut die Einstellung vieler (der meisten?) Menschen zum Ausdruck bringt. “Ich glaube nur, was ich sehen und anfassen kann!”, war auch die Einstellung von Thomas, einem der Jünger, der den auferstandenen Jesus als einer der letzten gesehen hat. Er konnte die Begeisterung der Anderen nicht teilen, die ihm von der Auferstehung berichteten. “Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.[1] Thomas wollte nicht glauben, was er nicht sieht, er war nicht bereit, Tatsachen anzuerkennen und zuzulassen, die unsichtbar sind. „seeing is believing“ weiterlesen

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ Von Watzlawick, Uri Geller bis Zumwinkel.

Von Roland Kopp-Wichmann. „Nothing is real“ drückte John Lennon das Thema dieses Blogbeitrags in drei Worten aus.
Das Buch mit dem obigen Titel von Paul Watzlawick erschien 1976 und war unter anderem dafür verantwortlich, dass ich mein Psychologiestudium trotz großen Frustes und erlebter Praxisferne doch fortsetzte. Das war es, was mich bei diesem Studium angezogen hatte: Die Frage, wie wir unsere Wirklichkeit erschaffen, wer dann für die Ereignisse wirklich verantwortlich ist und welche Konsequenzen sich daraus für den Einzelnen ergeben. Hierzu zwei Links: Experiment von Watzlawick 1978 und Der radikale Konstruktivismus als Erkenntnistheorie

Damals war es die Vorlesung von Professor Norbert Groeben, der mir Namen wie Heinz von Foerster, Humberto Maturana, Ernst von Glasersfeld, Thomas Kuhn u.a. nahebrachte. Deren Bücher verschlang ich in vielen Nächten. Die Beschäftigung brachte mich später zum Buddhismus und einer „„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ Von Watzlawick, Uri Geller bis Zumwinkel.“ weiterlesen