Die Angst, dein Feind und Helfer

Wie ist es, wenn man als Asylbewerber in einem Asylbewerberheim aufwächst? Wenn man heute nicht das Morgen planen kann, weil man nicht weiß, ob man dann noch im Land sein darf? Und wenn man im Ort all die Menschen sieht, die selbstverständlich hier bleiben dürfen, weil sie in Deutschland geboren wurden, die fröhlich singend Laternenfeste feiern, Dorffeste und dann, wenn sie nicht gut drauf sind, sich Schimpfnamen für einen ausdenken? AsylbewerberMeine Schrottcontainerkindheit In Deutschland geboren, im Asylbewerberheim groß geworden, und alle 30 Tage zum Amt: Wie es ist, wenn man mit der ständigen Angst aufwächst, abgeschoben zu werden. VonVanessa Vu … Die Angst, dein Feind und Helfer weiterlesen

Entkirchlichung und Säkularisierung im 19. Jahrhundert | Rotsinn

Beide Worte – Entkirchlichung und Säkularisierung – sind umstritten. Es wird bezweifelt, dass die Begriffe adäquat die Prozesse beschreiben, die westeuropäische Gesellschaften in Sachen Religion und Glaubenspraxis befallen haben. Dennoch möchte ich einige Zahlen nennen, die erkennen lassen, dass Entkirchlichung und Säkularisierung weder … Entkirchlichung und Säkularisierung im 19. Jahrhundert | Rotsinn weiterlesen

Die Grenze der Unterwerfung: So weit darf Gehorsam gehen

Fabian Maysenhölder. Ob kirchlich oder weltlich, Luther verlangte Gehorsam gegenüber der legitimen Obrigkeit. Doch folgt daraus ein Kadavergehorsam? Wo sind die Grenzen zu ziehen – und wie sieht es heutzutage mit der Unterordnung unter eine Obrigkeit aus? Stephan Dorgerloh, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, legt auf diese Fragen den Fokus seiner Ausführungen am 7.März 2014 in Bad Boll. Für Luther liege die Grenze des Gehorsams in der Frage nach der Sünde: Wenn Obrigkeit zur Sünde verführt, so komme Apg. 5,29 zum Zuge: “Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.” In Luthers Verständnis sei Obrigkeit zudem von Gott eingesetzt – und demzufolge zunächst … Die Grenze der Unterwerfung: So weit darf Gehorsam gehen weiterlesen

Ist eine Trennung von Religion und Politik möglich?

Burkhard Conrad. Schon gelegentlich habe ich mich zu dieser Frage geäußert (vgl. Die Schwelle). An dieser Stelle möchte ich es noch einmal tun, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Ganz zu schweigen davon, ob eine Trennung von Religion und Politik wünschenswert ist, ist sie denn möglich? Ich vernehme oft Stimmen, gerade in der scharf geführten britischen Debatte zwischen den sog. “neuen” Atheisten und Vertretern der Glaubensgemeinschaften, welche diese Frage kontrovers bearbeiten. Die einen fordern die rigide Trennung zwischen Religion und Politik, da die Religion in einem modernen Staat nichts zu suchen habe und Sache bloß der Privatsphäre sei. Die anderen halten solch eine Trennung nicht für wünschenswert, … Ist eine Trennung von Religion und Politik möglich? weiterlesen

Religionsfreiheit und Religionsgleichheit

Josef Bordat. Religionsfreiheit bedeutet nicht Religionsgleichheit. Dass der Staat kein bestimmtes Glaubensbekenntnis verbindlich vorschreibt, sondern dem Bürger die Wahl lässt, ein bestimmtes Bekenntnis anzunehmen und nach einem bestimmten Glauben und in einer bestimmten religiösen Praxis zu leben (oder dies eben nicht zu tun), bedeutet keineswegs, dass der Staat nun allemöglichen Bekenntnisse gleich behandeln muss. Er kann bestimmte Religionen und Konfessionen bevorzugen, wenn er meint, das liege im Interesse des Gemeinwohls, also auch derer, die den bevorzugten Religionen bzw. Konfessionen nicht angehören…>mehr. Lesen Sie auch weitere Artikel:  > Bizarre Absonderungen. Die Hass-Sprache eines Nachrichtensenders.  Der Fernsehsender N24 ist ein Nachrichtensender, d. h. er berichtet über … Religionsfreiheit und Religionsgleichheit weiterlesen

Religion in den Grenzen des Rechts

Josef Bordat. Staat und Gesellschaft sollten die Loyalität der religiösen Bürger nicht auf’s Spiel setzen. Der Wunsch nach einer passgenauen, unauffälligen Religiosität, wie ihn 90 Prozent der Deutschen mit Blick auf die rituelle Beschneidung äußern, widerspricht nicht nur der offenkundigen Tatsache, dass Judentum und Islam älter sind als der säkulare Rechtsstaat, sondern vor allem auch dem Umstand, dass es Juden und Moslems mit ihrer Religion ernstmeinen. Ernsthaft eine Überzeugung leben zu wollen, scheidet heute offenbar von vorne herein als möglicher Lebensentwurf aus. Meinungen muss man heute – je nach Stimmung – ein- und ausknipsen können wie Nachttischlampen. Sonst gilt man schnell … Religion in den Grenzen des Rechts weiterlesen

Stuttgart 21 und Unser neuer Polizeistaat ?

Kritik an Vorgehen gegen „Stuttgart 21“-Gegner. „Rambo-Einsatz gegen Kinder und Alte“ Der Polizeieinsatz gegen Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ mit Wasserwerfern und offenbar auch Schlagstöcken hat in der Bundespolitik scharfe Kritik ausgelöst. Der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, Volker Beck, sagte tagesschau.de, wenn der Staat „die Mehrheit der eigenen Bevölkerung, Kinder und Alte, mit Wasserwerfern und Pfefferspray bekämpfen muss, ist es schon zu weit gekommen“. > mehr. foto:picapp.com Stuttgart 21 und Unser neuer Polizeistaat ? weiterlesen