Gedenktag: Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Heute vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, welches die Nationalsozialisten (Nazis) unter Adolf Hitler errichtet hatten, um dort unzählige Menschen, besonders Menschen jüdischen Glaubens, unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen zu halten und auf grausamste Weise zu ermorden. Mehr zu … Gedenktag: Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz weiterlesen

Paris-Attentate: Keimt nun Verfolgung und Ausgrenzung von Muslimen ?

Zu dem Attentat gegen die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ schreibt das Magazin Cicero, es sei Zeit für eine islamische Revolution: im Vergleich zu den islamfeindlichen Pegida-Demonstrationen in Deutschland solle sich nun eine überwältigende Mehrheit aller Muslime in aller Welt erheben, um … Paris-Attentate: Keimt nun Verfolgung und Ausgrenzung von Muslimen ? weiterlesen

Hitler und die Aufklärung

Josef Bordat. Mich erreichten in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Bücher zur Besprechung. Leider finde ich nicht immer die Zeit, diese mit der gebührenden Sorgfalt durchzuarbeiten, um sie fair rezensieren und so zu einem fundierten Urteil kommen zu können. Dennoch erscheinen mir einige der Bücher nach kurzer Durchsicht empfehlenswert, so dass ich sie hier in Jobo72′s Weblog nach und nach kurz vorstellen möchte. Dafür gibt es nun die Rubrik „Buch der Woche“. *** Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, hat mich in seiner Intention und Anlage sehr an die These des Soziologen Zygmunt Baumans erinnert, die Shoa sei … Hitler und die Aufklärung weiterlesen

Progromnacht: Gedenken in Form einer Haggada

Stefan Ehrhard. Als “Startschuss” für die Schoa, “die gezielte, geplante Vernichtung des jüdischen Volkes“, hat Kardinal Christoph Schönborn die Novemberpogrome von 1938 bezeichnet. “Auch in Österreich hätten die Nazis gewütet, besonders schlimm in Wien, wo 24 der 25 Synagogen vernichtet wurden. Fehlende Proteste gegen die Gewaltakte – auch seitens der Kirchen – hätten Hitler freie Hand gegeben, “seine mörderischen Pläne anzugehen”. Die Christen hätten aus diesem Versagen gelernt, versicherte Kardinal Schönborn: “Dankbar bekennen wir jetzt, dass wir im Judentum unsere Wurzeln haben, nicht nur historisch, als Jesus, der Jude, der Messias, lebte. Sondern wir leben aus dieser Wurzel, bis heute.”…>mehr. foto: 110stefan  / pixelio.de Progromnacht: Gedenken in Form einer Haggada weiterlesen

“mmh…” Schreien und…

Mechthild Werner. Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt. Ein jüdisches Sprichwort. Ein Wort für uns. Heute, morgen. Besonders morgen. 75 Jahre nach dieser neunten Novembernacht. Unglaublich zu lesen, was damals geschieht. Es brennt, Briderlech, es brennt. Unerträglich zu hören, wie es vormals geschah. Die Christen, die Briderlech Jesu, schweigen. Die Kirche, selbst die bekennende, stumm. Rettungslos. Helmut Gollwitzer predigt damals:…>mehr. foto: 110stefan  / pixelio.de “mmh…” Schreien und… weiterlesen

Solange noch Mörder leben

NS-Verbrechen müssen verfolgt werden, auch wenn die Angeklagten alt und gebrechlich sind. Vor dem Landgericht Ellwangen wurde gegen den 93-jährigen Hans Lipschis, der als SS-Mann in Auschwitz eingesetzt war, Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in über 10.000 Fällen vor. Schon als vor zwei Jahren gegen den früheren KZ-Wärter John Demjanjuk verhandelt wurde, war zu lesen, es sei der letzte NS-Verbrecherprozess. Ähnliches dürfte nun wieder behauptet werden, doch es ist heute so falsch, wie es bislang immer falsch war…>mehr. foto: theolounge Solange noch Mörder leben weiterlesen

Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ?

Josef Bordat. Adolf Eichmann sprach in dem Jerusalemer Prozess davon, während seiner Zeit im Reichssicherheitshauptamt, als er die Deportation und Vernichtung der europäischen Juden zu organisieren hatte, eine Art Persönlichkeitsspaltung empfunden zu haben. Diese habe dazu geführt, das Gewissen streckenweise auszuklammern, es zum Schweigen zu bringen. Doch ab und an sei es unvermeidlich gewesen, von der einen, der öffentlichen, bürokratischen, funktionalen Seite des Denkens und Fühlens, das – wie Hannah Arendt überzeugend ausführt – gar kein wirkliches Denken und Fühlen einer menschlichen Person war, hinüber zur anderen, der persönlichen, menschlichen Seite des Bewusstseins zu wechseln, ohne es dort lange aushalten zu können. Am … Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ? weiterlesen

NS-Zeit: wer sind wir heute ?

  Deutsche werden wieder öfter als Nazis beschimpft. Zugleich sollen sie Europa führen. Und die jüngere Generation will sich nicht mehr schuldig fühlen. Eine Reise in die Zukunft unserer Vergangenheit. Ich bin noch in Hörweite des Holocaust geboren, 1960 war das. Wir Schüler der Sechziger und Siebziger kennen den Nazi-Sound nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch von alten Männern vorn am Pult. Zudem fiel es mir leicht, Zugang zum Schweren zu finden, weil die Propagandabücher des Großvaters im Regal standen, auch Mein Kampf. Ich habe Aschenbecher mit Hakenkreuzen in Familienschränken gefunden und Orden, die nicht ehren. Die spätere Politisierung vertiefte den … NS-Zeit: wer sind wir heute ? weiterlesen

Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden

Via FAZ.Der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist David Grossmann schreibt zum aktuellen Kriegsszenario in Nahost Folgendes: Israelisch-iranischer Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden 13.03.2012 ·  Greift Israel Iran an, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, beschwört es selbst eine sichere Katastrophe herauf. Ein Plädoyer für Zurückhaltung. Von DAVID GROSSMAN Ministerpräsident Netanjahu hat viele Reden gehalten. Seine Zuhörer und sich selbst feuert er häufig mit Erinnerungen an den Holocaust, mit mahnenden Worten über die Bestimmung des jüdischen Volkes und das Schicksal künftiger Generationen an. Bei dieser düsteren Katastrophenrhetorik fragt man sich, ob er unterscheiden kann zwischen den realen Gefahren, die Israel drohen, und den … Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden weiterlesen

Wulff erinnert in Auschwitz an die bleibende Verantwortung

Gedenken – Mehr als eine Million Menschen wurden im Konzentrationslager Auschwitz von den Nazis ermordet. Am Mittwochnachmittag hielt Christian Wulff als erster Bundespräsident an diesem Ort des Schreckens eine Rede.> mehr. Lesen Sie auch: > Wo Einstein wohnte foto: Pensiero / Stefano Corso,flickr.com Wulff erinnert in Auschwitz an die bleibende Verantwortung weiterlesen

Islamfeinde und ihr internationaler Hass

Dutch politician Geert Wilders speaks at a demonstration against the proposed Islamic cultural centre and mosque on the ninth anniversary remembrance of the attacks on New York and Washington, in New York, September 11, 2010. REUTERS/Chip East (UNITED STATES - Tags: POLITICS RELIGION)

Wird es künftig bedrohlich für Leib und Leben werden, wenn man Moslem ist ? Auch das Bild, das Geert Wilders zeigt, erinnert in seiner Pose leicht an eine andere unselige Figur der Zeitgeschichte um 1933 herum.

Die SZ schreibt dazu: „Es hat lange gedauert, bis der rabiate Islamhass à la Geert Wilders in den USA Fuß gefasst hat. Doch jetzt agieren die Islamgegner dies- und jenseits des Atlantiks gemeinsam. Der Tag der Trauer „Islamfeinde und ihr internationaler Hass“ weiterlesen

Holocaust-Gedenktag: Aus Erinnern kommt Haltung

65 Jahre nach der Befreiung des KZs in Auschwitz ist Deutschland eine politische Haltung erwachsen, geprägt von Ernsthaftigkeit, Berechenbarkeit und Prinzipienfestigkeit. Dass die Bundeskanzlerin die lang erwartete Regierungserklärung zur deutschen Haltung zu Afghanistan am Auschwitz-Gedenktag abgibt, mag manchen zu manchen Gedanken veranlassen. Dabei bedeutet es lediglich, dass der Parlamentsbetrieb auch vor diesem Tag nicht haltmacht. Das allerdings wiegt schwerer als jeder Hintergedanke, der an diesem Zusammenfallen von politischer Routine und Gedenken hätte mitdrehen können. Denn es wirft die Frage auf, wie sich denn das Erinnern an den singulären Zivilisationsbruch, für den der Name Auschwitz steht, zum Alltag von Politik und … Holocaust-Gedenktag: Aus Erinnern kommt Haltung weiterlesen

Brisant: John Demjanjuk und Sobibor (VIDEO)

Seit Montag wird in München der Prozess um den mutmaßlichen Kriegsverbrecher John Demjanjuk fortgesetzt. Aber ist er tatsächlich derjenige, der die Verbrechen begangen haben soll ? Und falls ja: wie soll man das verstehen, wenn gegen ihn als kleines Rädchen im Vernichtungswahn der Nazis nun ein Prozess geführt wird (immerhin schon der zweite), während andere Nazi-Größen unbehelligt und immer noch frei herumlaufen ? Sicherlich sollte jedes Kriegsverbrechen geahndet werden, das steht außer Frage. Aber sollte man dann nicht auch – zusätzlich – schleunigst (solange die Betroffenen noch leben) weiter oben in der Nazi-Hierarchie fortfahren ? Sehen Sie hier einen dialektischen Bericht von 3Sat zum Thema: „Brisant: John Demjanjuk und Sobibor (VIDEO)“ weiterlesen

NS-Kriegsverbrechen: Prozess gegen Demjanjuk („Nicht bei uns“)

Gestern begann in München der Prozess gegen den mutmaßlichen KZ-Wärter John Demjanjuk. Doch noch immer leben etliche andere Täter unbehelligt – weil sich niemand zuständig fühlt. Auch Deutschland nicht. > mehr. Aktuelle Meldungen: > Ein Dienstausweis und viele Fragen > Verteidigung präsentiert Demjanjuk als Opfer > Demjanjuk – ein Mann sieht weg foto:picapp.com NS-Kriegsverbrechen: Prozess gegen Demjanjuk („Nicht bei uns“) weiterlesen