Paris-Attentate: Keimt nun Verfolgung und Ausgrenzung von Muslimen ?

Zu dem Attentat gegen die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ schreibt das Magazin Cicero, es sei Zeit für eine islamische Revolution: im Vergleich zu den islamfeindlichen Pegida-Demonstrationen in Deutschland solle sich nun eine überwältigende Mehrheit aller Muslime in aller Welt erheben, um … Paris-Attentate: Keimt nun Verfolgung und Ausgrenzung von Muslimen ? weiterlesen

Hitler und die Aufklärung

Josef Bordat. Mich erreichten in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Bücher zur Besprechung. Leider finde ich nicht immer die Zeit, diese mit der gebührenden Sorgfalt durchzuarbeiten, um sie fair rezensieren und so zu einem fundierten Urteil kommen zu können. Dennoch erscheinen mir einige der Bücher nach kurzer Durchsicht empfehlenswert, so dass ich sie hier in Jobo72′s Weblog nach und nach kurz vorstellen möchte. Dafür gibt es nun die Rubrik „Buch der Woche“. *** Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, hat mich in seiner Intention und Anlage sehr an die These des Soziologen Zygmunt Baumans erinnert, die Shoa sei … Hitler und die Aufklärung weiterlesen

Progromnacht: Gedenken in Form einer Haggada

Stefan Ehrhard. Als “Startschuss” für die Schoa, “die gezielte, geplante Vernichtung des jüdischen Volkes“, hat Kardinal Christoph Schönborn die Novemberpogrome von 1938 bezeichnet. “Auch in Österreich hätten die Nazis gewütet, besonders schlimm in Wien, wo 24 der 25 Synagogen vernichtet wurden. Fehlende Proteste gegen die Gewaltakte – auch seitens der Kirchen – hätten Hitler freie Hand gegeben, “seine mörderischen Pläne anzugehen”. Die Christen hätten aus diesem Versagen gelernt, versicherte Kardinal Schönborn: “Dankbar bekennen wir jetzt, dass wir im Judentum unsere Wurzeln haben, nicht nur historisch, als Jesus, der Jude, der Messias, lebte. Sondern wir leben aus dieser Wurzel, bis heute.”…>mehr. foto: 110stefan  / pixelio.de Progromnacht: Gedenken in Form einer Haggada weiterlesen

“mmh…” Schreien und…

Mechthild Werner. Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt. Ein jüdisches Sprichwort. Ein Wort für uns. Heute, morgen. Besonders morgen. 75 Jahre nach dieser neunten Novembernacht. Unglaublich zu lesen, was damals geschieht. Es brennt, Briderlech, es brennt. Unerträglich zu hören, wie es vormals geschah. Die Christen, die Briderlech Jesu, schweigen. Die Kirche, selbst die bekennende, stumm. Rettungslos. Helmut Gollwitzer predigt damals:…>mehr. foto: 110stefan  / pixelio.de “mmh…” Schreien und… weiterlesen

Solange noch Mörder leben

NS-Verbrechen müssen verfolgt werden, auch wenn die Angeklagten alt und gebrechlich sind. Vor dem Landgericht Ellwangen wurde gegen den 93-jährigen Hans Lipschis, der als SS-Mann in Auschwitz eingesetzt war, Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in über 10.000 Fällen vor. Schon als vor zwei Jahren gegen den früheren KZ-Wärter John Demjanjuk verhandelt wurde, war zu lesen, es sei der letzte NS-Verbrecherprozess. Ähnliches dürfte nun wieder behauptet werden, doch es ist heute so falsch, wie es bislang immer falsch war…>mehr. foto: theolounge Solange noch Mörder leben weiterlesen

Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ?

Josef Bordat. Adolf Eichmann sprach in dem Jerusalemer Prozess davon, während seiner Zeit im Reichssicherheitshauptamt, als er die Deportation und Vernichtung der europäischen Juden zu organisieren hatte, eine Art Persönlichkeitsspaltung empfunden zu haben. Diese habe dazu geführt, das Gewissen streckenweise auszuklammern, es zum Schweigen zu bringen. Doch ab und an sei es unvermeidlich gewesen, von der einen, der öffentlichen, bürokratischen, funktionalen Seite des Denkens und Fühlens, das – wie Hannah Arendt überzeugend ausführt – gar kein wirkliches Denken und Fühlen einer menschlichen Person war, hinüber zur anderen, der persönlichen, menschlichen Seite des Bewusstseins zu wechseln, ohne es dort lange aushalten zu können. Am … Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ? weiterlesen

NS-Zeit: wer sind wir heute ?

  Deutsche werden wieder öfter als Nazis beschimpft. Zugleich sollen sie Europa führen. Und die jüngere Generation will sich nicht mehr schuldig fühlen. Eine Reise in die Zukunft unserer Vergangenheit. Ich bin noch in Hörweite des Holocaust geboren, 1960 war das. Wir Schüler der Sechziger und Siebziger kennen den Nazi-Sound nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch von alten Männern vorn am Pult. Zudem fiel es mir leicht, Zugang zum Schweren zu finden, weil die Propagandabücher des Großvaters im Regal standen, auch Mein Kampf. Ich habe Aschenbecher mit Hakenkreuzen in Familienschränken gefunden und Orden, die nicht ehren. Die spätere Politisierung vertiefte den … NS-Zeit: wer sind wir heute ? weiterlesen

Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden

Via FAZ.Der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist David Grossmann schreibt zum aktuellen Kriegsszenario in Nahost Folgendes: Israelisch-iranischer Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden 13.03.2012 ·  Greift Israel Iran an, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, beschwört es selbst eine sichere Katastrophe herauf. Ein Plädoyer für Zurückhaltung. Von DAVID GROSSMAN Ministerpräsident Netanjahu hat viele Reden gehalten. Seine Zuhörer und sich selbst feuert er häufig mit Erinnerungen an den Holocaust, mit mahnenden Worten über die Bestimmung des jüdischen Volkes und das Schicksal künftiger Generationen an. Bei dieser düsteren Katastrophenrhetorik fragt man sich, ob er unterscheiden kann zwischen den realen Gefahren, die Israel drohen, und den … Atomkonflikt – Bevor unsere Ohren taub werden weiterlesen

Wulff erinnert in Auschwitz an die bleibende Verantwortung

Gedenken – Mehr als eine Million Menschen wurden im Konzentrationslager Auschwitz von den Nazis ermordet. Am Mittwochnachmittag hielt Christian Wulff als erster Bundespräsident an diesem Ort des Schreckens eine Rede.> mehr. Lesen Sie auch: > Wo Einstein wohnte foto: Pensiero / Stefano Corso,flickr.com Wulff erinnert in Auschwitz an die bleibende Verantwortung weiterlesen

Islamfeinde und ihr internationaler Hass

Dutch politician Geert Wilders speaks at a demonstration against the proposed Islamic cultural centre and mosque on the ninth anniversary remembrance of the attacks on New York and Washington, in New York, September 11, 2010. REUTERS/Chip East (UNITED STATES - Tags: POLITICS RELIGION)

Wird es künftig bedrohlich für Leib und Leben werden, wenn man Moslem ist ? Auch das Bild, das Geert Wilders zeigt, erinnert in seiner Pose leicht an eine andere unselige Figur der Zeitgeschichte um 1933 herum.

Die SZ schreibt dazu: „Es hat lange gedauert, bis der rabiate Islamhass à la Geert Wilders in den USA Fuß gefasst hat. Doch jetzt agieren die Islamgegner dies- und jenseits des Atlantiks gemeinsam. Der Tag der Trauer „Islamfeinde und ihr internationaler Hass“ weiterlesen

Holocaust-Gedenktag: Aus Erinnern kommt Haltung

65 Jahre nach der Befreiung des KZs in Auschwitz ist Deutschland eine politische Haltung erwachsen, geprägt von Ernsthaftigkeit, Berechenbarkeit und Prinzipienfestigkeit. Dass die Bundeskanzlerin die lang erwartete Regierungserklärung zur deutschen Haltung zu Afghanistan am Auschwitz-Gedenktag abgibt, mag manchen zu manchen Gedanken veranlassen. Dabei bedeutet es lediglich, dass der Parlamentsbetrieb auch vor diesem Tag nicht haltmacht. Das allerdings wiegt schwerer als jeder Hintergedanke, der an diesem Zusammenfallen von politischer Routine und Gedenken hätte mitdrehen können. Denn es wirft die Frage auf, wie sich denn das Erinnern an den singulären Zivilisationsbruch, für den der Name Auschwitz steht, zum Alltag von Politik und … Holocaust-Gedenktag: Aus Erinnern kommt Haltung weiterlesen

Brisant: John Demjanjuk und Sobibor (VIDEO)

Seit Montag wird in München der Prozess um den mutmaßlichen Kriegsverbrecher John Demjanjuk fortgesetzt. Aber ist er tatsächlich derjenige, der die Verbrechen begangen haben soll ? Und falls ja: wie soll man das verstehen, wenn gegen ihn als kleines Rädchen im Vernichtungswahn der Nazis nun ein Prozess geführt wird (immerhin schon der zweite), während andere Nazi-Größen unbehelligt und immer noch frei herumlaufen ? Sicherlich sollte jedes Kriegsverbrechen geahndet werden, das steht außer Frage. Aber sollte man dann nicht auch – zusätzlich – schleunigst (solange die Betroffenen noch leben) weiter oben in der Nazi-Hierarchie fortfahren ? Sehen Sie hier einen dialektischen Bericht von 3Sat zum Thema: „Brisant: John Demjanjuk und Sobibor (VIDEO)“ weiterlesen

NS-Kriegsverbrechen: Prozess gegen Demjanjuk („Nicht bei uns“)

Gestern begann in München der Prozess gegen den mutmaßlichen KZ-Wärter John Demjanjuk. Doch noch immer leben etliche andere Täter unbehelligt – weil sich niemand zuständig fühlt. Auch Deutschland nicht. > mehr. Aktuelle Meldungen: > Ein Dienstausweis und viele Fragen > Verteidigung präsentiert Demjanjuk als Opfer > Demjanjuk – ein Mann sieht weg foto:picapp.com NS-Kriegsverbrechen: Prozess gegen Demjanjuk („Nicht bei uns“) weiterlesen

Westerwelle: „Besondere Verantwortung“ für Israel

Außenminister besucht Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. Bundesaußenminister Westerwelle in Israel: Bei seinem Besuch betonte der Minister die „besondere Verantwortung“ Deutschlands gegenüber Israel. Zum Auftakt besuchte er die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. > mehr. Lesen Sie auch: > Holocaust Theologie > Der Holocaust foto:picapp.com Westerwelle: „Besondere Verantwortung“ für Israel weiterlesen

Anatom des Auschwitz-Traumas: Imre Kertész wird 80

Porträt – Der ungarische Schriftsteller Imre Kertész wird an diesem 9. November 80 Jahre alt. In seinen Büchern griff der Auschwitz-Überlebende auch das Trauma der Judenvernichtung auf. Sein Geburtstag fällt nicht nur zusammen mit dem Jubiläum des Mauerfalls, sondern auch mit der „Reichspogromnacht“ in der Nacht des 9. November 1938, die den Beginn der ersten großen Verhaftungswelle gegen Juden durch das Nazi-Regime markierte. Porträt eines Schriftstellers, der selbst ein Opfer der totalitären Katastrophen Europas geworden ist. > mehr. foto: picapp.com Anatom des Auschwitz-Traumas: Imre Kertész wird 80 weiterlesen

Mutmaßlicher NS-Verbrecher Demjanjuk in München angekommen

Der aus den USA abgeschobene mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk ist am Vormittag in München angekommen. Um etwa Viertel neun landete er an Bord eines Lazarettflugzeugs, unmittelbar danach wurde der 89-Jährige von einem Landgerichtsarzt untersucht. > mehr. Lesen Sie auch: > KZ Sobibor – Der Hölle entkommen Mehr zum KZ: > KZ-Gedenkstätte Dachau. Bild: wikimedia commons,wikipedia.de. Mutmaßlicher NS-Verbrecher Demjanjuk in München angekommen weiterlesen

Pius-Brüder: Wie Williamson Europa eint

Eigentlich könnte man den Holocaust-Leugner Williamson als Spinner abtun. Trotzdem tut die EU gut daran, gegen ihn vorzugehen. Denn sein Fall rührt an den Grundfesten ihrer Identität. > mehr.  Bild:uzvards,flickr.com Pius-Brüder: Wie Williamson Europa eint weiterlesen

Gedenken an den Holocaust

„Manche Geschichten bleiben im Gedächtnis. Geoffrey Hartman erinnert sich an einen Mann, der von der Deportation seiner Familie in der NS-Zeit erzählte. Die Großmutter schaffte es nicht, allein auf den bereitstehenden Lastwagen zu steigen. Sie bat um Hilfe, doch der Enkel konnte sie im Gedränge nicht erreichen. „Ich helfe“, sagte ein deutscher Aufseher und schoss der Frau in den Kopf.“ > mehr. Lesen Sie auch: > Holocaust Gedenktag – Normalität unter Enkeln  > Köhler mahnt zur Solidarität mit den Juden  picture: uzvards,flickr.com Gedenken an den Holocaust weiterlesen

Lefebvre zurück in Rom

marcellefebvreMit etwas Überraschung habe ich die Nachricht vernommen, dass das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI., nunmehr die Exkommunikation von vier Bischöfen der erzkonservativen „Priesterbruderschaft Pius X.“ zurückgenommen hat. Die Priesterbruderschaft war vor rund 20 Jahren aus dem Widerstand des erzkonservativen Erzbischofs Marcel Lefebvre entstanden, der sich gegen die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils wandte.

Zwar war bereits mit der Wiederzulassung der lateinischen Messe / des tridentinischen Ritus im Gottesdienst klar, dass es unter diesem Ponitfikat in eine klar konservative Richtung gehen würde „Lefebvre zurück in Rom“ weiterlesen

„Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ – ein Konferenzbericht

„Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) lud am 8. Dezember 2008 zu der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ an der TU Berlin ein. Eröffnet wurde sie von Wolfgang Benz, dem Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, der in seiner Einführung vorab klar machte, dass mit der vergleichenden Behandlung von Feindschaft gegen Juden und Feindschaft gegen Muslime weder eine Gleichsetzung gemeint sei, noch eine Opferkonkurrenz heraufbeschworen werden solle. “ > mehr. Bild: mark lorch,flickr.com „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ – ein Konferenzbericht weiterlesen

Mit Bestürzung und Trauer

Gemeinsame Erklärung zum 70. Jahrestag der November-Pogrome.  „Denk an deine Gemeinde, Gott, die du vorzeiten erworben! Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte, stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges. Sie sagten in ihrem Herzen: „Wir zerstören alles.“ Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land. Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen, darf der Feind ewig deinen Namen lästern? (aus Psalm 74)“ > mehr. Bild: wallyg,flickr.com Mit Bestürzung und Trauer weiterlesen

Yad Vashem öffnet zwei Videokanäle auf YouTube

Yad Vashem in Jerusalem, die weltweit größte Institution für Information über den Holocaust, richtete zum jährlichen Erinnerungstag an den Holocaust, der in diesem Jahr am 1. Mai begangen wurde, einen englischen und einen arabischen Videokanal auf YouTube ein. > mehr. > hier zum Youtube – Channel.  Lesen Sie auch:   > Was geht Christen der Staat Israel an ? Bild:Johnk85 ,flickr.com Yad Vashem öffnet zwei Videokanäle auf YouTube weiterlesen

„Adolf, die Nazisau“ & moderner Rechtsextremismus VIDEO

Optisch knüpft die NPD, eine Partei die öfters aufgrund ihrer Ausrichtungen in die Nähe der ehemaligen NSDAP gerückt wird, immer stärker an die gängigen Symbole und Umgangsformen der existierenden Jugendkulturen an. Inhaltlich sucht sie, die Ängste der Bürger zu erfassen und eine Antwort zu bieten. Die Gefahr ist dabei die schleichende Wirkung, denn aus Worten werden Gedanken, aus Gedanken Handeln, aus Handeln Weltanschauungen.Hier zum Video.

Ein weiteres Problem ist auch die unmerkliche Verharmlosung der Thematik, wie man sie (wohl jedoch unbeabsichtigt) bei Walter Moers findet beispielsweise, wo Hilter als der nette, alte, etwas schrullige Onkel von nebenan gezeichnet wird, der ja im Grunde nur ein

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