Gedanken zum Abriss des Immerather Doms

Heute ab 14 Uhr war es soweit. In der Gemeinde Immerath, südlich von Mönchengladbach, wurde die katholische Pfarrkirche St. Lambertus aus dem 19. Jahrhundert abgerissen. Bereits 2013 war sie entwidmet worden. Neben der Kirche muss der ganze Ort Immerath dem Braunkohleabbaugebiet Garzweiler weichen, welches der Energieversorger RWE unterhält. Aktivisten von Greenpeace hatten sich vor dem Gebäude positioniert, teils angekettet und mit Plakaten gegen den Abriss protestiert. In Immerath-Neu, dem umgesiedelten Ort, steht der katholischen Gemeinde zwar keine Kirche, doch aber eine ganz schicke, wenn auch im modernen Stil gebaute Kapelle als Ersatz für den Dom zur Verfügung. Was soll man … Gedanken zum Abriss des Immerather Doms weiterlesen

Als Jesus mal kein Pazifist war

Zu Beginn von Jesu wirken steht ein Bericht, demzufolge er in die Wüste ging, lange, das Neue Testament spricht hier von 40 Tagen. Dort spricht der Teufel ihn an und stellt ihm in Aussicht, ihm alle Reiche dieser Welt zu geben, wenn er sich bloß vor ihm nieder werfe und ihn anbete. Diese Stelle kann man so interpretieren, dass Jesus, der mittlerweile großen Zulauf von Anhängern hatte, überlegen musste, wie es weitergehen sollte. Sollte er, was im jüdischen Umfeld, das von den römischen Imperialisten erobert worden war, von einigen erhofft wurde, mit Waffengewalt gegen die Römer vorgehen und so die … Als Jesus mal kein Pazifist war weiterlesen

„No pants subway ride“-Tag

Gestern fand in vielen Städten der sogenannte „no pants subway ride“ statt, der 2002 ins Leben gerufen wurde, so z.b. in München, Berlin, Prag und New York. Menschen fahren an diesem Tag U-Bahn und haben dabei nur eine Unterhose an (optimalerweise eine, die noch nicht allzu lange im Einsatz ist), die Beine sind also nackt. Das machen sie nicht etwa, und damit irgendwie politisches Unbehagen auszudrücken, sondern um den Spaß am Leben zu zeigen und sich über die Blicke der Anderen zu amüsieren. Klingt natürlich sehr vernünftig das Ganze. Demnächst soll der „screwdrivers subway ride“-Tag folgen, bei dem Menschen sich … „No pants subway ride“-Tag weiterlesen

Als Jesus Flüchtling war. Shitstorm gegen den Papst

Zu Weihnachten lieben die meisten Menschen die heimelige und wohlige Atmosphäre der Krippe, in der kuschelig gemütlich das Jesuskindlein geboren wird. Dabei wird gerne vergessen, dass es sich dabei um alles andere als eine komfortable Geburt gehandelt haben dürfte. Insgesamt ist es wohl so, dass diese Geschichte aufgeschrieben wurde, wie es hätte sein können. Die Betonung muss für einige Theologen aus heutiger Sicht nicht unbedingt auf der geschichtlich korrekt abgebildeten Darstellung liegen. Wichtiger ist die symbolische Bedeutung, dass Gott sich in einem Menschen zeigte, und zwar in einem ganz schwachen, der eben kein Haus über dem Kopf hatte, sondern in … Als Jesus Flüchtling war. Shitstorm gegen den Papst weiterlesen

Hat überhaupt eine Religion recht?

Die Diskussion aus der eingangs gestellten Frage geht lange zurück und sei hier anhand von zwei Positionen aus dem Zeitalter der Aufklärung kurz beleuchtet, sowie von zwei pluralistischen theologischen Positionen der Gegenwart. Gotthold Ephraim Lessing formulierte in seiner Ringparabel Gedanken, wonach ein liebender Vater seinen drei Söhnen einen Ring hinterlassen hatte, der die Eigenschaft besitzt, vor Gott und den Menschen angenehm zu machen. Wer also diesen Ring besitzt, wird von den Menschen akzeptiert und geliebt. Der Vater wird hier als stellvertretend für Gott gesehen, die drei Söhne gelten als die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Unter den Söhnen … Hat überhaupt eine Religion recht? weiterlesen