8 Minuten sitzen, macht 35 Euro

In Düsseldorf setzte sich ein 83-jähriger mit seiner 15 jährigen Hündin kurz an einer Bushaltestelle in der Nähe des Hauptbahnhofs hin. 8 Minuten nämlich. Dafür erhielt er von der Stadt eine Verwarnung über 35 €, weil er den Platz nicht entsprechend seiner Zweckbestimmung genutzt habe. Denn die Bank, auf der er platznahm, gehört dem ÖPNV, also dem Nahverkehrsverband der Stadt. Ich spare mir an dieser Stelle einmal, darauf hinzuweisen, wie absurd das Ganze ist und wie sehr Kafka seine Freude an sowas hätte. Immerhin signalisierte ein Sprecher der Stadt, dass der Bußgeldbescheid auch zurückgenommen werden können, sollte hier ein Fehler … 8 Minuten sitzen, macht 35 Euro weiterlesen

In der Mensa

Es gibt Orte, die sucht man nicht aus Überzeugung auf, sondern weil man muss. So auch bei der Mensa, weil man Hunger hat. Zwar wird man dort nicht immer satt, es sei denn man hat vielleicht eine Größe von 1,20 m und ein Gewicht von 60 kg, dann wären die Portionen mehr als reichlich. So steht man nun in der Schlange und die Dame vor einem, die man soweit ganz gut kennt, bekommt eine Portion Reis und 4 Frühlingsrollen. Hoppla, meint sie, drei Rollen reichen mir ja völlig! Die Dame an der Theke nimmt eine zurück. Alsdann denkt man sich, … In der Mensa weiterlesen

Deutsche Flüchtlingspolitik – Gestohlene Jahre

Eine auseinandergerissene Familie kommt wieder zusammen: Vor acht Jahren schob Niedersachsen eine schwangere Frau und ihre zweijährige Tochter ab. Nun dürfen sie zurückkehren, und Vater Ahmed Siala wird zum ersten Mal seinen Sohn sehen – das Ergebnis eines beschwerlichen Kampfs mit den Behörden. Doch das Leid der Familie ist damit nicht beendet.>mehr. Lesen Sie die Vorgeschichte: > Abschiebung einer Schwangeren foto: Gerd Altmann  / pixelio.de Deutsche Flüchtlingspolitik – Gestohlene Jahre weiterlesen

Wer Dich bittet, dem gib (Matthäus 5,42) – aber pass auf, dass es das Sozialamt nicht sieht

bettlerEin gewisses Maß an Bürokratie bin ich als eingeborener Deutscher ja durchaus gewohnt. Vieles, vielleicht sogar das allermeiste, was geregelt ist, hat ja auch irgendwie seinen Sinn. Aber wie sagte schon Jesus: Der Sabbat (also die Regelungen des Sabbat) ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat (vgl. Markus 2,27).

Eine dieser bürokratischen Kapriolen, die bei mir nur noch Kopfschütteln auslösen, trug sich nun in Göttingen zu. Dort hat ein Sozialhilfeempfänger sein karges monatliches „Wer Dich bittet, dem gib (Matthäus 5,42) – aber pass auf, dass es das Sozialamt nicht sieht“ weiterlesen