Ist es knauserig, wenn reiche Menschen gerade mal ihre Pfandmarke am Pfandautomaten spenden?

In einigen Discountern und Supermärkten hat man seit längerer Zeit die Möglichkeit, nachdem man Pfandgut zurückgegeben hat, die Pfandmarke nicht gegen Geld ausbezahlen zu lassen, sondern sie in eine Box zu werfen, wo das Geld dann guten Zwecken zur Verfügung … Ist es knauserig, wenn reiche Menschen gerade mal ihre Pfandmarke am Pfandautomaten spenden? weiterlesen

Gedanken zur Essener Tafel

Seit einiger Zeit nimmt die Essener Tafel nur noch Menschen mit deutschen Personalausweis auf. Die Tafel, also gewissermaßen eine private Armenspeisung, erhält beispielsweise von Supermärkten Lebensmittel, die abgelaufen sind oder kurz vor dem Ablauf stehen und im Supermarkt eigentlich nur weggeschmissen werden würden. Diese Lebensmittel werden dann verteilt an arme Menschen. Und zwar bis auf weiteres nur noch an Deutsche, sofern es um Neuanträge geht. Die bereits registrierten Kunden, oder wie man sie nennen soll, erhalten natürlich weiterhin ihr Essen, unabhängig davon, ob sie deutsch oder ausländisch sind. Aber ob die Supermärkte das eigentlich auch so wollen, dass nun bei … Gedanken zur Essener Tafel weiterlesen

Essen vor Flüchtlingen

Nicht essen mit, sondern Essen vor Flüchtlingen. Der Münchener Verein theolounge e.v. plant, Menschen, die Flüchtlingen gegenüber sehr negativ eingestellt sind und davon ausgehen, dass diese einzig und allein zu dem Zwecke hergekommen seien, um ihnen ihr wohlverdientes Geld abzuknüpfen, zu einem Festmahl der ganz besonderen Art einzuladen. Das Besondere daran ist, das Festmahl soll mitten in einer Flüchtlingsunterkunft stattfinden. Gedacht ist beispielsweise an die Bayern-Kaserne. Während die Flüchtlinge an ihren Tischen das Mensaessen zu sich nehmen, soll direkt daneben ein festlich gedeckter Tisch aufgebaut werden, mit Tischdecke, Tischsets, mehreren Besteckgarnituren, Gläsern für Wasser, Wein und einen Aperitif. Zudem soll … Essen vor Flüchtlingen weiterlesen

157 Jahre

Das ist die Zeit, die ein Arbeitnehmer in Deutschland in etwa arbeiten müsste, um so viel zu verdienen, wie ein Konzernchef eines DAX Unternehmens in Deutschland in einem Jahr. 1 % der reichsten Deutschen besitzt so viel, wie 88% der ärmeren Bewohner in Deutschland. Weltweit gesehen ist es auch nicht besser, 42 Supermilliardäre besitzen zusammen so viel, wie 3,7 Milliarden Menschen insgesamt. Steuersenkungen in einigen Ländern der Welt bewirken eine Abwärtsspirale der Steuern, weil das Geld gerne dorthin wandert, wo am meisten davon übrig bleibt, wo also umgekehrt gedacht die Steuern am niedrigsten sind. Steuern sind aber dafür da, den … 157 Jahre weiterlesen

Hurra! Maschinen nehmen Menschen die Arbeit ab – oder weg?

Zuerst die gute Nachricht. Maschinen nehmen den Menschen die Arbeit ab. Nun die schlechte Nachricht. Maschinen nehmen den Menschen die Arbeit weg. Gut in dem Sinne, dass stupide und blödsinnige Arbeiten, die bisher Menschen anödeten, nicht mehr von Menschen getan werden müssen, zumindest immer weniger. Der Mensch, biblisch gesehen das Ebenbild Gottes, ist vielleicht doch nicht zur Fließbandarbeit geschaffen. Der negative Aspekt an dieser Entwicklung ist, dass Menschen, die keine stupide Arbeit mehr haben, auch kein Einkommen mehr haben. Und sei die Arbeit auch noch so stupide. Insofern müssen auf Dauer wohl Konzepte gefunden werden, damit man mit dieser Entwicklung … Hurra! Maschinen nehmen Menschen die Arbeit ab – oder weg? weiterlesen

Ohne Worte

Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten. Und wenn es nur bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sein sollte. Aber die Hoffnung besteht, dass darüber hinaus dieser Gedanke tatsächlich die Gesellschaft in hoffnungsvoller Weise verändern kann. Dass Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene -, die arm sind und wenig haben, darauf hoffen können, bereits im Hier und Jetzt nicht in dieser Situation dauerhaft bleiben zu müssen. Daran sollten wir alle mitarbeiten. Dass Menschsein bedeutet, möglichst ähnliche Voraussetzungen zur Lebensgestaltung zu erhalten, unabhängig von Herkunft oder Rasse. We call it soziale Gerechtigkeit. Bild als E-Card verschicken. Ohne Worte weiterlesen

Von Flaschensammlern

Wer Flaschen sammelt, macht das eigentlich nicht, weil er diese nicht gerade angesehene Tätigkeit irgendwie so überzeugend fände, sondern weil er arm ist und das Geld braucht. Obwohl Deutschland glücklicherweise ein Sozialstaat ist, reicht offenbar einigen Menschen das Geld trotzdem nicht wirklich zum Leben. Was bedrückend ist, wo doch das Land eigentlich reich ist. Während Parteien wie die FDP, die eben erst die Jamaika-Koalition hat platzen lassen, weniger Staat möchte und somit auch weniger Sozialstaat, ziehen die Flaschensammler weiter durch die Straßen um ihr kümmerliches Auskommen ein wenig aufzustocken, fern von der Politik. Keine ehrenvolle Tätigkeit, von der man anderen … Von Flaschensammlern weiterlesen

Werde doch einfach etwas gieriger

Seit kurzem sind die geleakten Paradise Papers an die Öffentlichkeit gelangt und nach und nach wird immer deutlicher, dass es sehr grundlegend verschiedene Arten gibt, mit Geld umzugehen. Hat man wenig, bleibt dies auch wenig und man zahlt brav seine Steuern. Gehört man dagegen zu den Superreichen, kann man sich umfassende Systeme leisten, um Steuern zu umgehen. Anbei die Thematik in zwei Videos der Sendung extra 3 einmal plakativ dargestellt. . Werde doch einfach etwas gieriger weiterlesen

Was tun, wenn man an einem Bettler vorbeigeht?

In praktisch jeder Stadt gibt es Bettler, die offenbar arm sind und vermutlich öfters sogar auf der Straße leben. Wenn man an ihnen vorbei geht, kommen einem die unterschiedlichsten Gedanken in den Kopf. Braucht er Hilfe? Braucht er Geld? Wenn man ihm welches gibt, wird er es nicht einfach nur in Alkohol investieren? Ist das Ganze nicht nur ein Tropfen auf einen heißen Stein? Sollte man es dann nicht lieber gleich lassen? Es müsste doch Anlaufstellen geben, warum geht er nicht hin? Unter folgendem Link sind einige Fragen beantwortet. http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/sind-bettler-nicht-selbst-schuld Was tun, wenn man an einem Bettler vorbeigeht? weiterlesen

Ukraine vor Gipfel mit EU in Kiew: „Die Leute sind sehr arm geworden“ | tagesschau.de

Russischer Invasionskrieg von außen, Armut dadurch im Inneren: Wenn heute Politiker der EU und der Ukraine bei ihrem Gipfel zusammenkommen, geht es um große Themen wie Finanzhilfen, Reformvorhaben oder das Friedensabkommen. Doch die meisten Ukrainer haben viel alltäglichere Sorgen. viaUkraine … Ukraine vor Gipfel mit EU in Kiew: „Die Leute sind sehr arm geworden“ | tagesschau.de weiterlesen

Oxfam-Bericht: 1 Prozent hat mehr als der Rest der Welt – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Ungerechtigkeit und sozialer Sprengstoff: Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oxfam-warnung-fuer-ein-prozent-hat-mehr-als-der-rest-der-welt-1.2310647 Oxfam-Bericht: 1 Prozent hat mehr als der Rest der Welt – Wirtschaft – Süddeutsche.de weiterlesen

Armut ist relativ

Josef Bordat. Beobachtungen zur Armutsdebatte Arm ist in Deutschland, wem weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens zur Verfügung stehen. Derzeit sind dies 952 Euro im Monat oder rund 31,70 Euro täglich. Das macht bei einem derzeitigen Kurs von 1 zu 1,32 einen Betrag von rund 41,80 US-Dollar am Tag. Arm ist laut Weltbank und den Vereinten Nationen, wer weniger als 1,25 US-Dollar am Tag zur Verfügung hat. In Deutschland ist also auch derjenige noch arm, der 33mal mehr Geld zur Verfügung hat als ein Uno-Armer. Wir sprechen von „relativer Armut“ und „absoluter Armut“, um diesen Umstand in den Griff zu … Armut ist relativ weiterlesen

Kann Verhütung zweckdienlich sein?

Josef Bordat. Unter dem Titel Kann Verhütung Sünde sein? berichtet Tagesschau.de über die Philippinen und ein neues Gesetz mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum des asiatischen Inselstaats zu bremsen. Der Einstieg kommt wie gewohnt als Schuldzuweisung an die Kirche: „Die Philippinen sind ein streng katholisches Land. Ihre Religion lehrt die Menschen, Kinder zu kriegen.“ Und trägt damit – so soll es im Kopf des Lesers weitergehen – die Verantwortung für den ganzen Schlamassel. Nun: „Die Philippinen sind ein streng katholisches Land.“ Das stimmt. Über 80 Prozent der Philippinos sind katholisch, die meisten von ihnen…>mehr. Lesen Sie auch zum Thema: EKD: Kondome – ja,aber… Papst: Kondome – nein, aber… … Kann Verhütung zweckdienlich sein? weiterlesen

Katholische Studierende sammelten für Frauen in Not

Josef Bordat. In der Katholischen Studierendengemeinde Edith Stein Berlin ist es üblich, in jedem Semester für einen bestimmten Zweck Geld zu sammeln. So ist gewährleistet, dass ein recht stattlicher Betrag zusammenkommt. Unter den Kollektenempfängern waren schon Einrichtungen wie KIRCHEpositHIV, eine ökumenische Initiative gegen AIDS, Open Doors, ein Hilfswerk für verfolgte Christen oder auch die Flying Doctors, die sich in Australien um kranke Menschen in entlegenen Gebieten kümmern.>mehr. foto: Edgar Daniel Fernández Rodríguez, @eggar,flickr.com Katholische Studierende sammelten für Frauen in Not weiterlesen

Der Zehnte – Quelle der Armut?

Günter J.Matthia. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen. (Matthäus 23, 23) »Dies soll man tun und jenes nicht lassen« wird oft als Beleg dafür angeführt, dass Jesus die Praxis des Alten Testamentes, den Zehnten in das Heiligtum zu bringen, auch für seine Nachfolger als gültig erklärt habe. Wenn man so argumentiert, muss man allerdings folgendes beachten:…>mehr. foto: 401K,flickr.com Der Zehnte – Quelle der Armut? weiterlesen

Der Robin Hood von Braunschweig

In Braunschweig finden Menschen Geld in Briefkasten. Nachts verteilt ein unbekannter Spender Geld an Bedürftige. Diese finden dann im Briefkasten einen Umschlag mit 10.000 Euro darin.  Für den Chef einer Lokalzeitung erfüllt sich ein Lebenstraum: eine Stadt glaubt plötzlich an die Macht der Nächstenliebe. Ob es sich um einen Robin Hood handelt, der gewissermaßen das Geld von Reichen an Arme verteilt, ist ungewiss. Vielleicht ist es einfach ein alter Mensch, der sein Vermögen für einen guten Zweck geben will. >mehr lesen. foto:Cheryl Colan, hummingcrow,flickr.com Der Robin Hood von Braunschweig weiterlesen

Sind Krawalle auch in Deutschland möglich?

Gewalt – Angesichts der Jugendkrawalle in England diskutieren Experten und Politiker über die Gefahr sozialer Unruhen in Deutschland. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht derzeit keine Anzeichen dafür, dass es in deutschen Großstädten zu ähnlichen Ausschreitungen kommen könnte. Sozialverbände warnten dagegen, dass wachsende Armut auch in der Bundesrepublik zu Unruhen führen könnte.>mehr. foto:Esther Simpson estherase,flickr.com Sind Krawalle auch in Deutschland möglich? weiterlesen

Weltarmutsgipfel 2010: Die Zeit drängt!

(via Misereor) Vom 20. bis 22. September treffen sich die Staats- und Regierungschefs beim Weltarmutsgipfel der Vereinten Nationen in New York. Dort beraten sie über die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Das katholische Hilfswerk MISEREOR fordert, dass vor allem die strukturellen Ursuchen von Hunger und Armut angegangen werden. Und dass Armutsbekämpfung auch über den Gipfel hinaus ganz oben auf der internationalen Agenda bleibt. (weiterlesen bei Misereor) „Weltarmutsgipfel 2010: Die Zeit drängt!“ weiterlesen

Arm zu sein gilt bald als chic

Das Sparpaket der Regierung belastet Menschen mit Niedrigeinkommen stärker. Ökonomen warnen vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich – und sozialen Konflikten. Fast ein Jahrzehnt lang haben Ökonomen und Soziologen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung die Einkommensentwicklung verschiedener Bevölkerungsgruppen untersucht. Das Resultat: Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößert, heißt es in einer Studie des Instituts. > mehr. foto:picapp.com Arm zu sein gilt bald als chic weiterlesen

Der Gelähmte an der schönen Pforte III

bettelnDies ist der letzte Post über Apostelgeschichte 3,1-10. Wenn du die anderen verpasst hast, ist es vielleicht nützlich, sie noch einmal nachzulesen.

Mehr als Gold und Silber
“Gold und Silber habe ich nicht”, sagte Petrus zu dem Gelähmten und gab ihm etwas viel Besseres als das: Er brachte ihn mit Gottes Kraft in Berührung und der Mann wurde geheilt. Wir haben den Menschen mehr zu geben, als sie erwarten. Mehr als Materielles, viel mehr. Wir leben in Deutschland unter einem Trugschluss, wir denken, dass doch schon alle alles haben, was sie brauchen. In biblischen Zeiten war Not offensichtlicher als heute: man sah die Obdachlosen, Nackten und Kranken überall auf der Strasse; es war schwer sie zu übersehen. Heute gibt es nur noch in den grossen Städten so ein sichtbares Elend und wir reden uns leicht und gerne ein, dass die Zeiten besser geworden wären und es heute keine Bedürftigen im grossen Stil mehr gäbe. „Der Gelähmte an der schönen Pforte III“ weiterlesen

Der Gelähmte an der schönen Pforte II

bettelnWarum bist Du vorbeigegangen?
Wie Morti in einem Kommentar anmerkte, gab es nur eine Geschichte im Neuen Testament, in dem Jesus einen Kranken heilte, der nicht zu ihm gekommen ist (vgl. Johannes 5). Das mag ein Licht auf den Gelähmten an der schönen Pforte werfen.

Vielleicht war er innerlich schon so tot, dass er sich nicht nach Jesus ausstreckte, obwohl da ein stadtbekannter Wunderonkel an ihm vorbeiging.
Vielleicht, aber darauf kommt es nicht an. Der Punkt hat mich dennoch genug irritiert um darüber zu beten. “Warum bist Du vorbeigegangen?”, habe ich Jesus gefragt. “Warum gehst Du vorbei?”, hat er geantwortet. „Der Gelähmte an der schönen Pforte II“ weiterlesen

Der Gelähmte an der schönen Pforte I

BettlerText zum Lesen: Apostelgeschichte 3,1-10

Die Geschichte in der Johannes und Petrus den Gelähmten an der “Schönen Pforte” des Tempels heilen ist eine der bekanntesten Wundergeschichten des Neuen Testaments. Grund genug, sich wieder einmal Gedanken über die Geschichte zu machen, denn oft stecken die grössten Schätze in den Geschichten, die uns am alltäglichsten geworden sind.

Gott geht an Menschen vorbei
In Matthäus 26,55 sagt Jesus zu den Männern die ihn verhaften wollen: “Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag für Tag saß ich im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet.” Tag für Tag, also jeden Tag sass er im Tempel und lehrte. In Nazareth ging er nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge (Lukas 4,16), also hat er diese Gewohnheit vermutlich auch in Jerusalem fortgesetzt und ging mindestens am Sabbat in den Tempel. Wenn Jesus täglich im Tempel war, muss er an diesem verkrüppelten, stadtbekannten Bettler vorbeigekommen sein. Vielleicht nicht täglich, „Der Gelähmte an der schönen Pforte I“ weiterlesen

Soziale Gerechtigkeit

obdachlos

Hat nicht mein Schöpfer auch ihn [den Armen] im Mutterleib geschaffen, hat nicht der Eine uns im Mutterschoß gebildet? Wenn ich der Armen Wunsch versagte, verschmachten ließ der Witwe Augen, wenn ganz allein ich meinen Bissen aß, das Waisenkind aber nicht davon aß – von Jugend an hat wie ein Vater er mich großgezogen, vom Mutterschoß an mich geleitet -, wenn ich den Verlorenen sah ohne Kleid und ohne Decke den Verarmten, 20 wenn nicht seine Lenden mir dankten, er nicht von der Schur meiner Lämmer sich wärmte, wenn meine Hand der Waise drohte, weil ich am Tor Helfer für mich sah, dann falle die Schulter mir vom Nacken, breche der Arm mir aus dem Gelenk. (Hiob 31,15-22)

In der ganzen Bibel, nicht nur im Alten Testament, nimmt der soziale Auftrag der Gläubigen einen grossen Raum ein. Gott hat uns gesandt, um seine Liebe zur Welt in der Welt praktisch werden zu lassen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Lebensumständen der Menschen damals und heute, speziell in Europa. Ich habe noch nie einen Nackten in unserem Gottesdienst gesehen und auch noch nie jemanden getroffen, der buchstäblich am Verdursten war. Dennoch kann Elizabeth Achtemeier in ihrem Kommentar zu Amos schreiben: “the situation was not too different from that found in any prosperous modern nation” (p.170)[1] „Soziale Gerechtigkeit“ weiterlesen

Armut

Ich hatte in einem Gottesdienst gepredigt. Die Liturgie musste eingehalten werden, es gab Fürbitten und eine Kollekte. Wie immer in der Kirche hatten diese Teile etwas Unangenehmes, wahrscheinlich waren sie als Ausdruck “sozialer Gerechtigkeit” geplant gewesen und sollten betroffen machen. Mich haben sie im nachhinein nur wütend gemacht.
Die Fürbitten gingen um die Standardthemen “Armut” und “Krieg”. Kinder in der Dritten Welt halten ja immer recht gut dafür her, betroffen zu machen wenn man für sie betet. Am Ende waren dann auch bestimmt 20 Euro in der Kollekte für irgendeine Aktion, deren Namen ich vergessen habe. Bei vielleicht 250 Gottesdienstbesuchern nicht gerade die Welt! Habe ich je zuvor so viel Kupfergeld gesehen? Glaub´ nicht…. „Armut“ weiterlesen