Gaza-City: Eingesperrt

Derzeit eskaliert die Gewalt im Nahen Osten wieder. Wie schrecklich. Auf beiden Seiten, Israel und im Gazastreifen, leben die Menschen in Angst. Hier zwei Artikel, die folgender Frage nachgehen: – Wem schadet der Konflikt ? – Wem nutzt der Konflikt ? Die Bevölkerung auf beiden Seiten will wohl hauptsächlich nur eines: in Frieden leben. Warum ist es bloß so schwer, einen solchen zu erreichen…Man kann zumindest vermuten, dass mit jedem weiteren Todesopfer ein Frieden weiter in die Ferne rückt. Via freitag.de. Wie Ratten in einem Käfig. Gaza-City Es ist überall gleich unsicher. Für anderthalb Millionen Palästinenser gibt es so gut … Gaza-City: Eingesperrt weiterlesen

Brauchen wir einen Volkstrauertag?

Uwe Seibert. Am Sonntag ist Volkstrauertag. Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt. Es ist ein Gedenktag, der gut in den trüben November passt. Ins Leben gerufen wurde der Volkstrauertag 1919 vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Toten des 1. Weltkriegs. Das ist lange her. In unserem Land ruhen seit Jahrzehnten die Waffen und die Mauer, die einst Deutschland teilte, ist friedlich gefallen. Brauchen wir daher heute überhaupt noch einen Volkstrauertag?…>mehr. foto: Daniel Foster, danielfoster437,flickr.com Brauchen wir einen Volkstrauertag? weiterlesen

Integration: „Ausgrenzung ist ein unglaublicher Stress-faktor“

Psychologen stellen sich bisher kaum auf die Belastungen von Migranten ein. Der Psychiater Andreas Heinz fordert im Interview mehr Neugier auf die Klienten. ZEIT ONLINE: Herr Heinz, ist die psychosoziale Versorgung in Deutschland eine fast türkenfreie Zone, wie es die Psychologin Elif Cindik einmal ausgedrückt hat? >mehr. foto: Mark S Mark Soon,flickr.com Integration: „Ausgrenzung ist ein unglaublicher Stress-faktor“ weiterlesen

Kopten haben neuen Papst

Josef Bordat. 4. November 2012. Die koptischen Christen haben einen neuen Papst. Nachfolger des im März verstorbenen Patriarchen von Alexandria und ganz Ägypten, Schenuda III., wird der bisherige Weihbischof von Beheira, Tawadros II., der heute vor 60 Jahren im oberägyptischen Mansoura als Wajih Sobhi Baki Solayman geboren wurde. Wie das Domradio berichtet, werden die Aufgaben, die auf den 118. Nachfolger des Evangelisten Markus warten, keine geringen sein, denn die Lage vieler Kopten in ihrer Heimat wird zunehmend bedrohlich. Wie das Domradio weiter berichtet, haben „Übergriffe auf Christen stark zugenommen“. Es herrsche „ein Klima der Einschüchterung und Angst, das noch mehr Kopten als früher über … Kopten haben neuen Papst weiterlesen

Nachdenken über den Glauben zum Fest von Ghadir Chum

Meryem. Ein weiterer wichtiger Tag im Jahreslauf der Muslime nähert sich: Id-ul-Ghadir. Viele Muslime wissen nichts über diesen wichtigen Tag, oder denken, dass er nur für Shiiten von Bedeutung wäre. Dabei wird doch an diesem Tag an die letzte Rede unseres Propheten Muhammed,s.a.s., vor einer großen Zuhörermenge von ca. 100 000 Muslimen erinnert – auf der Rückreise von seiner letzten Pilgerfahrt und nur drei Monate vor seinem, s.a.s., Tod. Ganz kurz zusammengefasst: Der Prophet, s.a.s. erhielt beim Brunnen von Ghadir Chum – der Stelle an der sich die Pilger zu zerstreuen begannen, zunächst die Offenbarung des folgenden Verses, der auch … Nachdenken über den Glauben zum Fest von Ghadir Chum weiterlesen

Persönliche Gedanken zum Opferfest

Meryem. Bismillahir rahmanir rahim. Wieder einmal steht das höchste islamische Fest vor der Tür. Wieder einmal haben sich Millionen Pilger nach Mekka auf den Weg gemacht. Und wieder einmal bin ich nicht dabei. Das wird wahrscheinlich noch viele Jahre so sein. Aber das ist schließlich kein Grund, sich keine Gedanken zum Sinn dieses Festes zu machen. Über die  Rituale der Pilgerfahrt  habe ich schon geschrieben (3 Teile). Hier gibt es eine webcam in Mekka, bestimmt wird das in den nächsten Tagen noch interessanter anzuschauen. Dass die Pilgerfahrt auch die Frauen besonders ehrt findet sich in dem verlinkten Artikel. Bestimmt findet Ihr noch mehr, einfach mal … Persönliche Gedanken zum Opferfest weiterlesen

Guantánamo – Wie hat sich der Ort, den Obama abschaffen wollte, verändert?

Ein Morgen in Guantánamo: Ein halbes Dutzend Gefangener sitzt vor aufgeklappten Laptops und plaudert mit einem Dozenten. Er gibt einen Kurs namens »Life Skills«. Die Teilnehmer sollen lernen, wie man Computer bedient, seine Finanzen verwaltet, einen kleinen Laden eröffnet. Es sieht aus wie ein ganz normales Fortbildungsseminar – würden die Teilnehmer nicht Gefängnisuniformen tragen und Ketten um ihre Fußknöchel, die sie, kaum sichtbar, an einen Stahlring im Boden fesseln. In einem anderen Zellentrakt…>mehr. foto: casmaron,flickr.com Guantánamo – Wie hat sich der Ort, den Obama abschaffen wollte, verändert? weiterlesen

Atomstreit: Lasst das Zündeln sein…

Via Zeit.de. Der frühere israelische Botschafter Shimon Stein warnt sein Land davor, im Atomstreit mit dem Iran eine rote Linie zu ziehen. Wird Israel im Herbst den Iran angreifen oder nicht? Nach dem Auftritt des israelischen Premiers Netanjahu vor der UN-Generalversammlung vergangene Woche scheint die Gefahr eines Eingreifens zumindest in diesem Herbst gebannt. Netanjahu verlor in New York kein Wort über einen militärischen Angriff, sondern machte der Staatengemeinschaft bildlich klar, wie…>mehr. foto: Gerard Stolk ( vers la Toussaint ),  Gerard Stolk, flickr.com Atomstreit: Lasst das Zündeln sein… weiterlesen

Islamfeindlichkeit: „Der Gott des Gemetzels“

Via Zeit.de.Im globalen Medien-Raum tobt ein symbolischer Weltbürgerkrieg. Viele geben der Religion die Schuld. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt von Immanuel Kant einen Satz, der so fantastisch ist, dass man ihn gar nicht oft genug zitieren kann. »Unter den Völkern der Erde«, schrieb er 1795, sei es nun »so weit gekommen, dass eine Rechtsverletzung an einem Platz der Erde an allen gefühlt wird«. Kant hatte die Weltöffentlichkeit entdeckt und feierte sie als Fortschritt der »Vernunft« – zu einer Zeit, als die Landkarten noch mit weißen Flecken übersät waren.>mehr. foto:Ethan Lofton, Eleaf,flickr.com Islamfeindlichkeit: „Der Gott des Gemetzels“ weiterlesen

Blasphemie. Zur Beleidigung religiöser Gefühle

Josef Bordat. 1. Es ist zwar möglich, Debatten während eines Auslandsaufenthalts zu verfolgen, so ganz nebenbei, aber zu wirklich fundierten Kommentaren reicht dann doch die Zeit nicht aus. Dennoch brennt es mir unter den Nägeln, zumindest einige Bemerkungen loszuwerden, zur Diskussion über den richtigen Umgang mit offenbar schmähenden Darstellungen religiöser Glaubensinhalte in Wort und Bild, die geeignet sind, religiöse Gefühle zu verletzen. Mit anderen Worten: Blasphemie. Mosebach und Spaeman haben dazu schon vor Monaten publiziert, Alipius Müller hat das Thema in den letzten Wochen immer wieder aufgegriffen und dabei zu interessanten Kommentaren angeregt und in den deutschen Medien war immer wieder von den Grenzen … Blasphemie. Zur Beleidigung religiöser Gefühle weiterlesen

Wie Islamhasser politische Debatten kapern

Die immer gleiche Strategie: Erst provozieren Islamgegner, dann reden alle über Meinungsfreiheit und Sicherheit. Immerhin: Unter Jugendlichen verfängt die Methode weniger. Darf man die öffentliche Aufführung eines Filmes, der die Gefühle einer Glaubensgemeinschaft verletzt, im Namen des sozialen Friedens verbieten? Die Debatte um das Video The Innocence of Muslims und die Reaktionen darauf haben den scheinbaren Widerspruch zwischen Meinungsfreiheit und öffentlicher Sicherheit ins Rampenlicht gerückt. Zur großen Freude sowohl der Islamisten als auch der Islamophoben weltweit.>mehr. foto: Merrick Monroe, merrick_monroe,flickr.com Wie Islamhasser politische Debatten kapern weiterlesen

Das Ende der Unschuld? Gotteskrieger 2.0

Mechthild Werner. Ein Filmchen auf you tube, billig produziert, billig provozierend, schon brennt es an einigen Ecken der Welt. Die unbändige Freiheit im worldwide web ruft nicht nur fröhliche Flashmobs hervor, sie kann auch einen todbringenden Mob entfesseln. Genau das war die Absicht. Und einige radikale Christen und rechtsnational Verbohrte zündeln gern mit. Doch außer dem „warum“ weiß noch niemand, wer den Film wie gedreht hat. Aus einem vorgeblich unschuldigen Wüstendrama wurde…>mehr. foto: matthew venn,matthew venn,flickr.com Das Ende der Unschuld? Gotteskrieger 2.0 weiterlesen

Religionsdebatte: Mehr Respekt, bitte !

Anti-Islam-Film, Beschneidung, Pussy Riot: Wir tun uns schwer mit den Gefühlen von Gläubigen, weil viele keine Rücksicht mehr nehmen. Religion ist in Deutschland zum Fremdkörper geworden. Im Osten gehört nur noch eine winzige Zahl Menschen einer Kirche an. Im Westen bekennt sich ebenfalls nur noch eine Minderheit zum Glauben. Der Missbrauchskandal in christlichen Einrichtungen und die weltfremde Haltung insbesondere der katholischen Kirche in vielen Lebensfragen haben das Ihre zur religiösen Entfremdung einer einst christlich geprägten Gesellschaft beigetragen.>mehr. foto: Davide Taviani  Heliøs,flickr.com Religionsdebatte: Mehr Respekt, bitte ! weiterlesen

Das Mohammed-Video: Meinungsfreiheit oder Aufführungsverbot?

Frau Punk. Es vergeht gerade kein Tag an dem in der Zeitung nicht über das sogenannte „Mohammed-Video“ diskutiert wird. Nachdem dieses Video zum ersten Mal veröffentlicht wurde, kam es in vielen arabischen Ländern zu Protesten und Ausschreitungen. Eine Spirale von Provokationen gegen Provokationen und Gewalt wurde gestartet und kostete bereits einige Menschenleben. Sogar Botschaften wurden angezündet und geschlossen. Der Konflikt richtet sich nicht mehr nur gegen die USA, sondern auch gegen europäische Länder. Jetzt wird darüber diskutiert, ob der Film in Deutschland in voller Länge öffentlich gezeigt werden darf oder nicht.>mehr. foto:  Ian Hayhurst,flickr.com Das Mohammed-Video: Meinungsfreiheit oder Aufführungsverbot? weiterlesen

„Allah liebt nicht die Übertreter“

Meryem. Eine Deutsche Muslima zum aktuellen Tagesgeschehen. Bismillahir rahmanir rahim Und kämpfet für Allahs Pfad gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht. Allah liebt nicht die Maßlosen Heiliger Qur´an, Sure 2, Vers 190 Dieser Vers als Einleitung zu diesem Artikel über den Umgang der Muslime mit den Verunglimpfungen unserers geliebten Propheten Muhammed, s.a.s., und unserer Religion, dem Islam. In anderen Übersetzungen heißt es nicht die “Maßlosen” sondern die “Übertreter” – auch das ist sehr passend, denn es geht um das Übertreten von Regeln und Grenzen. >mehr. foto: Tierkel MojoBaer,flickr.com „Allah liebt nicht die Übertreter“ weiterlesen

NS-Zeit: wer sind wir heute ?

  Deutsche werden wieder öfter als Nazis beschimpft. Zugleich sollen sie Europa führen. Und die jüngere Generation will sich nicht mehr schuldig fühlen. Eine Reise in die Zukunft unserer Vergangenheit. Ich bin noch in Hörweite des Holocaust geboren, 1960 war das. Wir Schüler der Sechziger und Siebziger kennen den Nazi-Sound nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch von alten Männern vorn am Pult. Zudem fiel es mir leicht, Zugang zum Schweren zu finden, weil die Propagandabücher des Großvaters im Regal standen, auch Mein Kampf. Ich habe Aschenbecher mit Hakenkreuzen in Familienschränken gefunden und Orden, die nicht ehren. Die spätere Politisierung vertiefte den … NS-Zeit: wer sind wir heute ? weiterlesen

theolounge intern: In der Diskussion

Letzte Woche wurden in der theolounge-Autorengruppe verschiedene Artikel diskutiert, die hier auch mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Berauscht in der Megakirche. Mehr als 10.000 Gläubige kommen in einigen amerikanischen Kirchen zu gigantischen Gottesdiensten zusammen. Was sie treibt und verzückt, haben Soziologen jetzt untersucht.  Verschwendungsvorwürfe. Limburger Bischof flog First Class in die Slums. Warum auf Facebook übertrieben und geprahlt wird. Das Eldorado der Prahler: In sozialen Netzwerken wie bei Facebook wird bei den Einträgen oft maßlos übertrieben. Geltungssucht und ein weltweites Publikum verleitet die Nutzer zur Angeberei. Pussy-Riot-Urteil: Störung im Kölner Dom. Am Sonntagmorgen störte eine maskierte Gruppe von drei Sympathisanten den … theolounge intern: In der Diskussion weiterlesen

Vorstoß gegen Gotteslästerung

Eine zweifelhafte Initiative ergreift der Bamberger Erzbischof: er will Gotteslästerung unter Strafe stellen. Generell wäre es zwar auf jeden Fall wünschenswert, wenn Jedermann Respekt vor Gott zeigen würde. Selbst wenn er nicht an ihn glaubt, dann zumindest aus Respekt vor den Gläubigen. Aber ob man Blasphemie strafrechtlich verfolgen sollte ? Gotteslästerung soll unter Strafe gestellt werden: Für diese Forderung erntet der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick scharfe Kritik. Satire kann man nicht verbieten, argumentieren die Grünen – und warnen vor einem Anti-Blasphemie-Gesetz.>mehr. foto: Sébastien Barré, sebastien.barre,flickr.com,  Bestimmte Rechte vorbehalten von sebastien.barre Vorstoß gegen Gotteslästerung weiterlesen

Beschneidung: Religion braucht kein Messer

Hier ein recht einseitiger Artikel zum Thema, der innerhalb seiner Argumentation allerdings Recht hat. Aber reicht das aus ? Kann man das so einseitig sehen ? Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt nicht ein bisschen oder manchmal oder immer dann, wenn wir es gut finden und es uns passt. Es gilt immer und zu hundert Prozent, deswegen muss Beschneidung verboten bleiben. Ein Kommentar. >mehr. foto: pikimota,flickr.com Beschneidung: Religion braucht kein Messer weiterlesen

Beschneidung: Religionsfreiheit erlaubt nicht alles

Das Justizministerium erklärte, dass die religiöse Beschneidung von männlichen Säuglingen und Knaben hierzulande straflos sei. Man könnte sich aber auf Gewohnheitsrecht berufen. Wien. Nach dem Urteil eines Kölner Gerichts wird auch in Österreich diskutiert, ob die rituelle Beschneidung erlaubt ist. Das Justizministerium erklärte, dass die religiöse Beschneidung von männlichen Säuglingen und Knaben hierzulande straflos sei. Doch das ist keineswegs eindeutig.>mehr. foto: Ole C Eid,flickr.com Beschneidung: Religionsfreiheit erlaubt nicht alles weiterlesen

Beschneidungsdebatte: Unter dem Deckmantel des Säkularismus

Selbsterklärte Verteidiger des Kindeswohls wettern gegen die Jungen-Beschneidung. Dabei ist ihnen keine Übertreibung zu billig, kommentiert Ludwig Greven. Wie gut, dass das Kölner Landgericht die nicht medizinisch indizierte Beschneidung von Jungen als „Körperverletzung“ eingestuft hat. Seitdem können alle, denen religiöse Rituale aller Art schon immer ein Gräuel waren, insbesondere bei Juden und Muslimen, ihren Ressentiments freie Bahn lassen – unter dem Deckmantel des Säkularismus und des Kinderschutzes.>mehr. foto: azri,  semuthutan,flickr.com Beschneidungsdebatte: Unter dem Deckmantel des Säkularismus weiterlesen

Wie Gott arbeitet – Muslime werden Christen

Andreas Meißner. Immer wieder bin ich fasziniert, wenn es Berichte darüber gibt, auf welche – oft unmögliche – Art Gott weltweit Menschen erreicht. Ich verfolge interessiert, wenn es wieder neue Nachrichten von Missionaren rund um den Globus oder auch vor der Haustüre gibt. Und immer wieder erstaunt mich, welche Methoden der Allmächtige anwendet, um Menschen zu sich zu ziehen… Wenn Muslime träumen Es gibt immer wieder Berichte, dass Muslime auf der ganzen Welt durch den christlichen Glauben erreicht werden. Nein, oft nicht direkt durch Missionare, weil in solchen Ländern das Weitergeben der guten Botschaft oft nur unter Lebensgefahr möglich ist. … Wie Gott arbeitet – Muslime werden Christen weiterlesen

Beschneidungsdebatte: Auch die Seele leidet

Die Beschneidung von Kindern kann zu Traumata, Schmerzen und Komplikationen führen. Studien belegen, dass auch die spätere Sexualität negativ beeinflusst wird. In den Leitlinien der Gesellschaft für Kinderchirurgie heißt es, Beschneidungen seien mit einer „signifikanten Komplikationsrate behaftet“. Die Nachblutungsrate wird auf bis zu 6 Prozent beziffert. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, sagt: „Wir Kinder- und Jugendärzte sehen immer wieder Komplikationen nach Beschneidungen, die mit erheblichen Schmerzen einhergehen, da die Genitalorgane außerordentlich schmerzempfindlich sind. Das gilt auch für Neugeborene in den ersten Lebenswochen.“ >mehr. foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von aesop,flickr.com Beschneidungsdebatte: Auch die Seele leidet weiterlesen

Religion in den Grenzen des Rechts

Josef Bordat. Staat und Gesellschaft sollten die Loyalität der religiösen Bürger nicht auf’s Spiel setzen. Der Wunsch nach einer passgenauen, unauffälligen Religiosität, wie ihn 90 Prozent der Deutschen mit Blick auf die rituelle Beschneidung äußern, widerspricht nicht nur der offenkundigen Tatsache, dass Judentum und Islam älter sind als der säkulare Rechtsstaat, sondern vor allem auch dem Umstand, dass es Juden und Moslems mit ihrer Religion ernstmeinen. Ernsthaft eine Überzeugung leben zu wollen, scheidet heute offenbar von vorne herein als möglicher Lebensentwurf aus. Meinungen muss man heute – je nach Stimmung – ein- und ausknipsen können wie Nachttischlampen. Sonst gilt man schnell … Religion in den Grenzen des Rechts weiterlesen

Ist eine Beschneidung gegen das Kindeswohl gerichtet?

Josef Bordat. 1. Ich habe in den letzten Tagen mit einigen Jüdinnen und Juden bzw. Judaistinnen und Judaisten korrespondiert, die sich alle insbesondere über die Rahmung der „Beschneidungsdebatte“ als Fall einer Grundrechtskollision erregten, also darüber, dass unterstellt wird, mit der Ausübung der Religionsfreiheit (i.e. der Beschneidung) werde in das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit eingegriffen und dadurch das Kindeswohl gefährdet. In Wirklichkeit hätten jüdische Eltern mit der körperlichen Versehrung durch die Beschneidung gerade das Kindeswohl im Auge. Das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“ stehe also in Wahrheit nicht nur dem „Recht auf freie Religionsausübung“ gegenüber, sondern für den Fall der Versehrung im Zuge der Beschneidung … Ist eine Beschneidung gegen das Kindeswohl gerichtet? weiterlesen

Interview mit Dieter Graumann: „Beschneidung muss legal bleiben“

Interview mit Dieter Graumann, dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland über eine gesetzliche Klarstellung nach dem Kölner Urteil, über das Versagen des Verfassungsschutzes, über Deutschlands Rolle im Nahen Osten und über die Entwicklung des Glaubens. In Mönchengladbach beten nun Muslime in einer früher evangelischen Kirche – wie stark ändert sich der Glauben in Deutschland? >mehr. foto: Grant, visual.dichotomy,flickr.com Interview mit Dieter Graumann: „Beschneidung muss legal bleiben“ weiterlesen

Die letzten ungelösten Rätsel der Physik

Das Higgs-Teilchen ist entdeckt – und es erklärt, warum es Materie gibt. Trotzdem bleiben viele Phänomene im Universum mysteriös. Was wir sehen, aber nicht verstehen – ein Überblick. Von einem „historischen Meilenstein“ sprach Cern-Direktor Rolf-Dieter Heuer am Mittwoch, nachdem seine Forscher bekannt gegeben hatten, dass sie höchstwahrscheinlich auf das lange gesuchte Higgs-Boson gestoßen seien. Bereits 1964 von dem Physiker Peter Higgs vorhergesagt, bildet das Partikel das zentrale und bis zuletzt unbewiesene Element des Standardmodells der Teilchenphysik, das unsere Welt beschreibt.>mehr. foto: (c)Tim Ruster  / pixelio.de Die letzten ungelösten Rätsel der Physik weiterlesen

Gleichstellung des Islam?

Josef Bordat. Während die Linke seit Jahren für die Gleichstellung der christlichen Kirchen mit dem Islam eintritt, hat sich die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nun für eine Gleichstellung des Islam mit den christlichen Kirchen ausgesprochen, wie das Medienmagazin Pro berichtet. Begründet wird die Position mit der gewachsenen Bedeutung des Islam in Deutschland.>mehr. foto: (c)Viktor Schwabenland  / pixelio.de Gleichstellung des Islam? weiterlesen

Beschneidung in Judentum und Islam

Josef Bordat. Zu den Texten im Zusammenhang mit dem Beschneidungsurteil erreichten mich viele Nachfragen, Kommentare und Mails. Nicht alle kann ich persönlich beantworten, nicht alle will ich persönlich beantworten. Oft wird in den Stellungnahmen der unterschiedliche Status der Beschneidung im Judentum einerseits und im Islam andererseits diskutiert. Ich hatte des öfteren betont, dass die Beschneidung für Juden eine zentrale religiöse Frage ist, für Moslems hingegen nicht. Für die Juden ist es der biblisch beschriebene Initiationsritus (vergleichbar der Taufe im Christentum), für Moslems eine eher sekundäre Vorschrift, von Bedeutung zwar, doch nicht von der Bedeutung.>mehr. foto:Fernando Takai, flickr.com Beschneidung in Judentum und Islam weiterlesen

Die angebundene Katze

Günter J. Matthia. Es begab sich aber zu der Zeit, die heute niemand mehr so genau auf den Tag zu bestimmen sich die Mühe machen würde, dass eine Gruppe von Menschen sich täglich versammelte, um unter der Anleitung eines weisen Mannes gemeinsam über Gott nachzudenken und, soweit verfügbar, heilige Schriften zu studieren. Eines Tages fand sich eine Katze in dem Raum ein und strich neugierig umher. Als die Gruppe aufbrach, verschwand auch die Katze. Beim nächsten Zusammenkommen war…>mehr. foto:  Konstantinos Papakonstantinou, ihasb33r,flickr.com Die angebundene Katze weiterlesen

Beschneidungs-Urteil: kein Weg aus dem Dilemma

Ein Gericht urteilt: Beschneidung ist Körperverletzung. Aber was ist mit der Religionsfreiheit? Beide Seiten haben recht – und auch wieder nicht. Natürlich Köln. In der heiligen Stadt am Rhein wird gerade ein Stück nachgespielt, das schon zweitausend Jahre alt ist. Es geht um die Beschneidung von Jungen. Darf man das? Muss man es sogar, um der Religion zu dienen? Oder ist der Schnitt am Gemächt nicht vielmehr ein tiefer Eingriff in die Freiheit und die Selbstbestimmung des Individuums?>mehr. foto:Fernando Takai, flickr.com Beschneidungs-Urteil: kein Weg aus dem Dilemma weiterlesen

„Landgericht Köln verbietet Judentum in Deutschland“

Josef Bordat. „SuR_LK“ kennt sich aus: „Die Beschneidung einfach verschieben und zum Volljährigkeitsritual machen, Problem gelöst, zusätzlich kann jeder selbst entscheiden ob er mag oder nicht.“, so setzt sie/er es keck in die Kommentarbox eines Die Zeit-Artikels zum Beschneidungs-Urteil des Landgerichts Köln. „Später kann jeder junge Mann für sich selbst entscheiden, ob er sich aus religiösen oder anderen Gründen beschneiden lassen will“, pflichtet „noprincess“ ihr/ihm bei. Das Problem ist nun nicht, dass anonyme Kommentatoren im Internet so zum Thema Beschneidung stehen, sondern dass ein deutsches Gericht dieselbe Haltung einnimmt, wenn es die Religionsfreiheit der Eltern als für „nicht unzumutbar beeinträchtigt“ ansieht, wenn diese … „Landgericht Köln verbietet Judentum in Deutschland“ weiterlesen

Gericht erklärt religiöse Beschneidung zur Straftat

Beschneidung aus religiösem Grund ist aus Sicht des Landgerichts Köln eine strafbare Körperverletzung. Der Zentralrat der Juden sieht die Religionsfreiheit bedroht. Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen ist laut einem Urteil des Kölner Landgerichts Körperverletzung. Schwerer als die Religionsfreiheit wiege das Selbstbestimmungsrecht des Kindes, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Sie verwiesen darauf, dass der Körper des Kindes durch die in Islam und Judentum verbreitete Beschneidung „dauerhaft und irreparabel verändert“ werde.>mehr. foto: Alan,Kaptain Kobold,flickr.com Gericht erklärt religiöse Beschneidung zur Straftat weiterlesen

Gottes Jahrhundert ist angebrochen

Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Monica Toft prophezeit uns eine machtvolle Rückkehr der Religion in die Weltpolitik. DIE ZEIT : Frau Toft, Sie müssen mir helfen. Monica Duffy Toft: Wobei denn? ZEIT: Ihr neues Buch heißt God’s Century, Sie sagen darin, dass Gottes Jahrhundert angebrochen sei. Ich habe versucht, hier in Harvard, wo Sie unterrichten, einen Beleg dafür zu finden – im Studentengottesdienst in der Memorial Church waren 15 Leute, im Buchladen am Harvard Square steht fast ein ganzes Regal mit Büchern des Atheisten Richard Dawkins, und außerhalb der Theologischen Fakultät steht Gott kaum auf dem Lehrplan. Wo, bitte, erleben Sie hier … Gottes Jahrhundert ist angebrochen weiterlesen

Angst vor dem zufälligen Atomkrieg

Iran treibt sein Atomprogramm voran, Israel bewaffnet U-Boote mit nuklearen Marschflugkörpern: Der Nahe Osten steht vor einem neuen Wettrüsten. Experten halten das für ein Horrorszenario – denn schon im Kalten Krieg wäre die Menschheit fast in den Atomkrieg geschlittert. In der Nacht vom 25. auf den 26. September 1983 stand die Welt vor der nuklearen Katastrophe. Kurz nach Mitternacht meldete ein sowjetischer Satellit den Start von fünf Interkontinentalraketen in den USA. 25 Minuten wären vergangen, bis die Sprengköpfe in der Sowjetunion niedergegangen wären. Doch Stanislaw Petrow, der diensthabende Offizier in der Zentrale des Warnsystems, behielt die Nerven….>mehr. foto: Paul Hocksenar, Vermin … Angst vor dem zufälligen Atomkrieg weiterlesen

Es wird einsam um den Faschisten Breivik

Anders Breivik ist ein Mörder ohne Gefolgschaft. Selbst die extremsten Islamfeinde distanzieren sich von ihm. Derweil verblüfft der Mann, der 77 Menschen tötete, mit der Aussage „unanständige und unzivilisierte Gewalt“ abzulehnen. Kein Verrückter mit Wahnvorstellungen, sondern ein Terrorist mit klarem ideologischem Weltbild: das ist das Bild, das politische und historische Experten im Terrorprozess von Oslo vom rechtsradikalen Attentäter Anders Behring Breivik zeichnen. Doch Breivik ist ein Mörder ohne Gefolgschaft. Selbst die extremsten Islamfeinde distanzierten sich im Zeugenstand von den Handlungen des Angeklagten.>mehr. foto:  Arnaud Abélard,flickr.com Es wird einsam um den Faschisten Breivik weiterlesen

„Imageproblem – das Bild vom bösen Islam und meine bunte muslimische Welt“

„Men’s mosque“ – von Anja Hilcher.  Zu Deutsch:„Männermoschee“. Diese dekorativen Lettern prangten, völlig schamlos und etwa in Schriftgröße 48, auf dem Schild. Gefühlsmäßig ein Pleonasmus. Doppelt gemoppelt also. So etwas wie ein „weißer Schimmel“. Denn praktisch jede Moschee ist ja mehr oder weniger eine „Männermoschee“, heutzutage. Manchmal – gepriesen seien die Architekten für ihre Großherzigkeit! – mit mehr oder weniger winzigen, runtergekommenen Fraueneckchen, die mir oft unversehens Tränen der Dankbarkeit in die Augen treiben. Manchmal aber nicht mal das. Wie eben bei dieser „Männermoschee“ auf dem Flughafen von Maskat.>mehr. foto: Dani, Gaspard Winckler,flickr.com „Imageproblem – das Bild vom bösen Islam und meine bunte muslimische Welt“ weiterlesen

Religionskonflikt: Liberal, nicht blöd

Von Salafisten und Rechtspopulisten darf sich der Staat nicht in die Eskalation treiben lassen. Drohen uns hierzulande religiöse Straßenkämpfe? Gehen jetzt radikale Muslime und militante Islamhasser massenhaft aufeinander los, mit Latten und Messern, demnächst womöglich mit noch schwereren Waffen, mitten in Deutschland, im Mai 2012?>mehr. foto: malin156,flickr.com Religionskonflikt: Liberal, nicht blöd weiterlesen

Der Iran und die Frage nach der politischen Vernunft

Via Zeit.de Um einen Krieg vorzubereiten, muss man den Gegner dämonisieren. Genau das geschieht derzeit mit dem Iran. “Der Irre aus Teheran”, “Achse des Bösen”, “Terrorregime” – das sind nur ein paar jener Begriffe, mit denen seit geraumer Zeit aus dem Westen Richtung Iran gegiftet wird. Der Grundtenor: Das iranische Regime ist unberechenbar, ja, es ist geradezu verrückt. Wahr ist das Gegenteil: Das iranische Regime verhält sich rational und es ist berechenbar.>mehr. foto: Rafael Edwards rafa2010,flickr.com Der Iran und die Frage nach der politischen Vernunft weiterlesen

EKD zum Rechtsextremismus

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland nimmt den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges vor 67 Jahren zum Anlass, die menschenverachtenden Taten und Äußerungen rechtsextremer Gruppierungen auf das Schärfste zu verurteilen. Einen entsetzlichen Höhepunkt stellt dabei die mörderische Gewalt dar, die von im Untergrund tätigen Neonazis in den vergangenen Jahren ausgeübt wurde. Die Einstellungen, aus denen diese Äußerungen entstehen, finden sich in der Mitte unserer Gesellschaft und somit auch vereinzelt unter Mitgliedern unserer Kirche. Das christliche Gebot der Nächstenliebe gebietet es, uns in aller Klarheit gegen solche menschenverachtenden Einstellungen und Taten, die diesen folgen, … EKD zum Rechtsextremismus weiterlesen

Evangelische Nachrichtensendung – online

Eben bekam ich eine Email vom Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland und wurde auf deren wöchtenlichen christlichen Nachrichtenkanal aufmerksam gemacht.  Darum geht es: eteos-Nachrichten Nachrichtensendung für Kooperationspartner Information aus Gesellschaft,Sozialpolitik und Kirchen. Journalistisch unabhängig und wöchentlich aktuell aufbereitete Themen. Fakten stehen dabei im Vordergrund, doch auch bunte Meldungen haben ihren Platz, denn Relevanz für die Zuschauer ist das zentrale Kriterium für die eteos-Redaktion. Kernzielgruppe der Sendung sind gesellschaftlich Interessierte zwischen 35 und 55 Jahren. (Quelle) Die Nachrichtensendungen können wöchtenlich über youtube (jeden Freitag neu) abgerufen werden. Sehen Sie Wichtiges zu dieser Woche hier: http://www.youtube.com/user/eteosnachrichten foto: nick chapman, nick see,flickr.com Evangelische Nachrichtensendung – online weiterlesen

Die Leerstelle in der Iran-Debatte

via qantara.de. Atomkonflikt mit der islamischen Republik. Ein Angriff Israels auf Irans Atomanlagen ist für viele politische Beobachter nur noch eine Frage der Zeit. Die Notwendigkeit, Teherans Atomprogramm zu stoppen, wird mit der unmittelbaren Bedrohung Israels durch eine iranische Atombombe gerechtfertigt. Doch die Stichhaltigkeit dieser These wird kaum hinterfragt. Ein Essay von Ulrich von Schwerin. >mehr. foto: lightmash, Mahdi Abdulrazak, flickr.com Die Leerstelle in der Iran-Debatte weiterlesen

Orientierungshilfe zur Koranverteilung der Salafisten

(via Zentrum Ökumene der EKHN) In den letzten Wochen haben Salafisten in den Fußgängerzonen deutscher Städte kostenlos Korane verteilt, um so offensiv für den Islam zu werben. Diese Aktion erhielt eine hohe mediale Aufmerksamkeit und wurde sowohl von Islamgegnern als auch Islamisten instrumentalisiert. Dies hat viele Menschen christlichen und muslimischen Glaubens verunsichert und verärgert. In einem neuen Dokument des Zentrum Ökumene der EKHN sollen wesentliche Fragen, die im Zusammenhang mit der Koranverteilung der Salafisten aufgetaucht sind, beantwortet werden: Wer sind die Salafisten? Warum kann eine Koranverteilung nicht verboten werden? Wie verstehen Muslime den Koran? Wie sehen die Vertreter islamischer Verbände … Orientierungshilfe zur Koranverteilung der Salafisten weiterlesen

Muslimas und Sport ?

Muslimische Sportlerinnen müssen zahlreiche Barrieren überwinden und treten dabei gegen Tradition, Religion und ihre Männer an. Es ist ein kühler Morgen im Schlossgarten von Schönbrunn, als Zeliha Cicek durch den Nieselregen joggt. Sie trägt eine knielange Sportjacke, darunter eine Trainingshose. Andere Sportler grüßen sie mit einem Nicken. Laufsolidarität nennt das Zeliha, die für den Frauenlauf im Juni trainiert. Nur eine Spaziergängerin blickt ihr sichtlich verwundert hinterher, als sie in gleichmäßigem Tempo an ihr vorbeiläuft. Grund ist Zelihas grellrotesKopftuch, der Hidschood: eine Mischung aus Hidschab (Schleier) und Hood (Kopfbedeckung).>mehr. foto:Thomas Hawk,flickr.com Muslimas und Sport ? weiterlesen

Warum die Medien über Breivik berichten

via Zeit.de. Machen sich Medien durch ihre Berichterstattung zu Breiviks Erfüllungsgehilfen? Nein, eine Beschäftigung mit seiner Ideologie ist wichtig, kommentiert M. Horeld. Zu spüren waren die Bedenken schon vergangene Woche. ZEIT ONLINE hatte gerade mit der Berichterstattung über den bevorstehenden Prozess gegen Anders Behring Breivik begonnen, als einige Leser kritisch anmerkten, man solle dem Massenmörder keine mediale Bühne bieten. Es waren vereinzelte Stimmen. Das hat sich inzwischen geändert. >mehr. foto:Matt Schley,flickr.com Warum die Medien über Breivik berichten weiterlesen

Islamunterricht: „Schüler suchen ihren Weg“

Was Jugendliche in Bayern ihren Religionslehrer fragen. Islam-Unterricht in der Schule – ein Streitthema in Deutschland. Moscheeverbände befürworten den Schulunterricht, fragen aber auch kritisch, ob die Kinder dadurch dem Einfluss von Imamen entzogen werden sollen. Mittlerweile bilden deutsche Universitäten islamische Religionslehrer in deutscher Sprache aus. Amin Rochdi ist Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg und Lehrer für islamischen Religionsunterricht an einer Realschule in Bayern. Er sagt im evangelisch.de-Interview, dass Moschee und Schule einander ergänzen.>mehr. foto:Riyaad Minty riy,flickr.com Islamunterricht: „Schüler suchen ihren Weg“ weiterlesen

Bayerischer Rundfunk: Interview / Marc Gerlach

Genau genommen bin ich nur ein kleiner Teil in diesem Interview: so ab ca. der 20. Minute kommen wir Reli-Lehrer ins Spiel. Last, but not least. Es geht um Folgendes: „Gekreuzigt, gestorben und begraben“ – 06.04.2012 Im Zentrum des Christentums steht eine blutig Geschichte, heute, am Karfreitag wird sie landauf landab in den Kirchen erzählt: Jesus wurde gekreuzigt. Gedeutet über Jahrhunderte als Opfertod, um Gott mit den Menschen zu versöhnen. Wie erzählt man Kindern davon? Wollen Eltern und Pfarrer heute überhaupt noch diese blutige Geschichte Kindern weitertradieren – und wenn ja, wie? Das Interview kann man >hier anhören. Alle Podcasts … Bayerischer Rundfunk: Interview / Marc Gerlach weiterlesen

Schleierverbot in Frankreich: Befreiung oder Stigmatisierung?

Islam – Symbol der grausamen Unterdrückung von Frauen und Zeichen eines fundamentalistischen Islams: Mit dieser Argumentation hat Frankreich 2011 als erstes westliches Land Vollschleier verboten. Nach zwölf Monaten fällt die Bilanz durchwachsen aus. Nach Einschätzung von Kritikern hat das Gesetz allenfalls zur weiteren Stigmatisierung der betroffenen Muslime beigetragen. Sie verweisen darauf, dass keine einzige Frau bekannt sei, die wegen des Verbots auf Vollschleier wie Burka oder Nikab verzichte.>mehr. foto:mor flickmor,flickr.com Schleierverbot in Frankreich: Befreiung oder Stigmatisierung? weiterlesen

Grusskarten zu Ostern

Hier gibt es riesengroße E-Cards zu Ostern. Fröhliche, alberne, gewöhnungsbedürftige, tiefsinnige. Schauen Sie gleich einmal rein. Kostet nichts. Wer könnte sich denn über so eine Karte freuen ? Hier gehts zu den > Gruss – Karten. . NEU: Ecards für Deinen eigenen Blog ! In 3 Minuten eigene theolounge-Ecards für Deinen Blog: Du darfst die kleinen Vorschaubilder aller unserer Ecards kopieren und auf Deinen – nicht kommerziellen – Blog einfügen, sofern Du die Verlinkung und die Bilder nicht veränderst. Einfach die kleinen Vorschaubilder mit der Maus markieren und in Deinen Artikel oder Deine Blogseite einfügen. Fertig ! Nun brauchen Deine Leser nur noch darauf zu klicken und können Ecards verschicken. Hier … Grusskarten zu Ostern weiterlesen

Neues vom Massenmörder

Wer wundert es, dass die Islamhasser der rechtsradikalen Plattform „Politically incorrect“ doch tatsächlich eine Pilgerfahrt nach Norwegen unternehmen, um ihrem Idol, dem Massenmörder Breivik, zu huldigen ? Das ist leider kein Witz.  Sie pilgern zum Massenmörder Breivik, um angeblich auf die „Verislamisierung“ der westlichen Welt „aufmerksam zu machen“. Wer aber zu Massenmördern pilgert, hat sicherlich ganz andere Motive im Keller. „Freiheit“ wird wohl kaum eines der Motive im Gepäck sein. Sie nennen es „counter jihad“, also „Gegen-Heiliger-Krieg“, und spielen dabei auf den Egoshooter „Counter Strike“ an, bei dem es einzig und allein darum geht, Menschen zu töten – und zwar … Neues vom Massenmörder weiterlesen

Wegweiser in der Welt der Religionen

Klaus von Stosch gilt als wichtigster Vertreter der Komperativen Theologie in Deutschland, der auch eng mit muslimischen Theologen zusammenarbeitet. Ursula Rüssmann stellt den Paderborner Theologieprofessor und seine Visionen für die noch recht junge Strömung der Religionstheologie vor. Irgendwann als junger Katholik hat sich Klaus von Stosch gefragt: Wie würde ich glauben, wenn ich in Indien aufgewachsen wäre, als Muslim oder Hindu? Denn da war nicht nur der eigene, „zutiefst stimmig empfundene“ christliche Glaube, sondern auch der marokkanische Schwager: Der gläubige Muslim, Ehemann von Stoschs Schwester, habe ihn ungeheuer fasziniert, erinnert sich der Paderborner Theologieprofessor heute. „Da war dann gleich die … Wegweiser in der Welt der Religionen weiterlesen

„Kreuz.net“ verstößt gegen Grundgesetz

Von Christ-Sein keine Spur: Als „homophob, muslimfeindlich und antisemitisch“ stuft der Verfassungsschutz die katholische Internetseite „kreuz.net“ ein. Das geht aus einem Briefwechsel des Behörden-Präsidenten Heinz Fromm und des Grünen-Politikers Volker Beck hervor. Wie der „Kölner-Stadt-Anzeiger“ berichtet, stuft der Verfassungsschutz „kreuz.net“ als grundgesetzwidrig ein. Fromm erklärte in seinem Schreiben an Beck, die Seite solle künftig „intensiver geprüft“ werden. Sie verbreite „menschenverachtende Propaganda“. >mehr. foto: Machine Made,flickr.com „Kreuz.net“ verstößt gegen Grundgesetz weiterlesen

Wie Pressefotos die Realität verzerren

Journalistische Bilder sind objektiv und zeigen die Wirklichkeit. Mit dieser naiven Vorstellung räumt der italienische Fotograf Ruben Salvadori gründlich auf. Ein Schritt zurück und die Wirklichkeit sieht anders aus. Oder vielleicht eher das, was wir tagtäglich als Wirklichkeit wahrnehmen – tausendfach festgehalten in den Aufnahmen von Fotojournalisten, millionenfach verbreitet durch die Medien. Wie sehr der Schein trügen kann, führt uns mit seinem Projekt Photojournalism Behind the Scenes der italienische Fotograf Ruben Salvadori vor Augen.>mehr. foto:Austin King,flickr.com Wie Pressefotos die Realität verzerren weiterlesen

Guter Moslem, schlechter Moslem

Wir gestalten die Gesellschaft nicht, wenn wir Muslime aussortieren. Unser Umgang mit dem Islam ist unzeitgemäß, kommentiert Felix Stephan. Die Globalisierung hat in ihrem Kern etwas zutiefst Unbequemes, denn sie zwingt einen durch ihren Hang zur fortschreitenden Vernetzung auch dort zum Austausch, wo man sich jahrzehntelang an gleichmütige Stille gewöhnt hat. Plötzlich ist es auch in Dithmarschen oder Chemnitz eine realistische Option, dass man sich im Alltag mit Hindus beschäftigen muss oder mit senegalesischen Evangelikalen. Damit können nicht alle gleich gut umgehen. …>mehr. foto:Viktor Nagornyy,flickr.com Guter Moslem, schlechter Moslem weiterlesen

Neue deutsche Nazis

Rechtsextreme, das sind längst nicht mehr nur Schläger und Altnazis. Sie erobern mit Geschick und Geduld neue Milieus und Regionen. Wie kam das? Hat Deutschland ein Neonaziproblem? Nein, werden die meisten auch nach der Aufdeckung der Zwickauer Terrorzelle ein wenig gereizt antworten. Schließlich landen die Rechtsextremisten höchstens im Osten größere Erfolge, die politische Klasse grenzt sich konsequent ab und die NPD zerlegt mittlerweile eher sich selbst als die demokratischen Zustände. Deutschland ist aufgeklärt und tolerant – daran können auch einige Irre nichts ändern.>mehr. foto:Gavin Loynes,flickr.com Neue deutsche Nazis weiterlesen