Charismatisch versus emergent – muss das eigentlich sein?

Günter J.Matthia. Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt. -Lucius Annaeus Seneca Die charismatische Bewegung am Ende Wenn etwas zu Ende geht oder ist, dann heißt das keineswegs, dass es schlecht oder falsch gewesen sei. Im Gegenteil. Es kann ungeheuer wertvoll, bereichernd, unvergesslich sein und sogar bleiben. Zum Beispiel ein wunderbarer Konzertabend – der bleibt noch lange in Erinnerung, lässt sich womöglich als Tonkonserve nachempfinden, hat das Leben bereichert, schöne Stunden geschenkt, war alles andere als vergeudete Zeit oder Mühe, weder für die Musiker noch für die Zuhörer. Oder nehmen wir eine Lebensphase: Eine Kindheit, gefüllt mit Abenteuern, Erfolgen und … Charismatisch versus emergent – muss das eigentlich sein? weiterlesen

„Du gehörst in mein Team.“

„Glaube ist Privatsache.“ Ein oft gehörter Satz. Für viele Leute ein Gefühl, das sie mit sich herumtragen. Diese Meinung ist ein enormer Irrtum. Gewiss gibt es Erfahrungen im Glauben, die man ganz allein erlebt. Einen Notschrei zu Gott in einer schwierigen Lage kann jemand nur ganz allein und im Gebet bei Gott loswerden. Aber privat war der Glaube noch nie in der Geschichte des Glaubens. Das Ich war immer sofort auf sein Du bezogen und beides auf das Wir der Jesus-Christus-Gemeinde.>mehr. foto:Dawn (Willis) Manser,flickr.com „Du gehörst in mein Team.“ weiterlesen

Gute oder schlechte Predigt?

Als Mitarbeiter einer christlichen Organisation und meiner Gemeinde habe ich gelernt, mit einer Überdosis Verkündigung zu leben. Geistliche Impulse, Andachten, Predigten… wir produzieren sie, wir senden sie, wir hören sie, wir lesen sie, wir twittern sie. Gottes Wort, in Menschenhand, im Überfluss. Und immer durch das Sprachzentrum (oder Schreibzentrum) eines Menschen hindurch, der seinen Job meistens sehr gewissenhaft und leidenschaftlich macht – nämlich das was Gott vor vielen Jahrhunderten in Menschenworte eingepackt hat, wieder für die Zuhörer bzw. Leser auszupacken. weiterlesen>>> Foto: A. Meissner Gute oder schlechte Predigt? weiterlesen

„Rent a Pastor“

Ein ungewöhnliches Angebot macht ein evangelischer Seelsorger in Nordhessen: Jeder kann City-Kirchen-Pfarrer Willi Temme im Juli und August für eine Stunde lang mieten – kostenlos. Die Aktion „Rent a Pastor – Eine Stunde mit dem Pfarrer ganz nach Ihrem Wunsch“ stößt nach den Worten von Temme auf unerwartet große Resonanz. Weiter geht es hier… Foto: A. Meissner „Rent a Pastor“ weiterlesen

Perikles und die Stadt

Akropolis_AthenIch war neulich seit langem mal wieder auf einer Party. Bin kein grosser Partygänger und normalerweise kann ich mich drücken, ging diesmal aber nicht. Glücklicherweise gab es einige interessante Gespräche, unter anderem eins über Gemeindemodelle und –vision. Ich habe später zuhause noch weiter über das Thema nachgedacht und mir ist ein Satz von Perikles eingefallen: „alles Gute fliesst in die Stadt, weil die Stadt Grösse hat“. Ich hoffe, er hat das wirklich gesagt, ich zitiere aus dem Gedächtnis nach einem Spielfilm (City Hall), den ich mal gesehen habe… ;-)
Ich glaube, dass die meisten Christen, natürlich die Pastoren vorneweg, über (ihre) Gemeinde denken wie Perikles über Athen: alles Gute muss in die Gemeinde fliessen, weil die Gemeinde Grösse hat – sie ist Gottes Plan und Strategie, etwas wofür es sich lohnt, alles zu geben. Alles verfügbare an Zeit, Geld, Gebet, Motivation usw. muss in die Gemeinde fliessen, die damit schnell zu einem Selbstzweck wird, denn was macht die Gemeinde mit all den Ressourcen, die sie bekommt? Sie wird grösser… „Perikles und die Stadt“ weiterlesen

Internet-Missionar werden? Vision – Teil 1

Als ich vor drei Jahren in der schnell wachsenden New Life Fellowship in Mumbai war, sagte der alte und ehrwürdige Visionär der Bewegung, Pastor Joseph, folgende Worte zu mir, die mich seitdem begleiten.

„Du brauchst eine Vision, eine Strategie, Networking, Finanzen und Evaluation für einen erfolgreichen geistlichen Dienst. „

Auch für den geistlichen Dienst eines Internet-Missionars ist es wichtig, diese fünf Aspekte zu berücksichtigen. Ohne eine konkrete Strategie, wie etwas gemacht werden kann, nutzt die beste Vision nichts. „Internet-Missionar werden? Vision – Teil 1“ weiterlesen

Gemeinden als Drehtür?

Es ist doch erstaunlich, wie aktiv viele christliche Gemeinden agieren, damit kirchenferne Menschen fürs Evangelium/Gemeinde interessiert werden. Aber gleichzeitig „verschwinden“ regelmässig bereits zugehörige Mitglieder durch die „Drehtüren“ der Gemeinden. Worin die Ursachen liegen und was man dagegen tun könnte, das kann man in zwei Artikeln lesen: Bleib noch ein wenig und Bleib noch ein wenig – Teil 2 Foto: leica / pixelio Gemeinden als Drehtür? weiterlesen

Was ist Religionskritik ?

Ist Religion noch zeitgemäß ? Und sag, Gretchen, wie hältst Du’s mit der Religion ? Braucht der Mensch die Religion und kann man Gott überhaupt beweisen ? Was kritisieren wir an der Religion und was sagen die großen Philosophen ? Sind Kirche und Religion dasselbe ? Kann man Glaube und Wissenschaft zusammenbringen ? > Hier gibt es einige Antworten. Bild: lademocracia.es ,flickr.com Was ist Religionskritik ? weiterlesen

Reformation oder Deformation?

spaltungJohn Wimber zitierte in einer Predigt mal einen Freund, dessen Namen ich vergessen habe. Sinngemäss sagte er, dass man die Reformation als eines der grössten Geschenke an den Leib Jesu sehen kann – und als eine der grössten Katastrophen, die ihm je passiert sind.
Sicher war die Reformation notwendig, das Heil in Christus, der Glaube und das Wort mussten betont werden, da führte kein Weg dran vorbei. Aber das Ziel Gottes war nicht die Spaltung seiner Kirche sondern ihre Erfrischung. Im Negativen hat die Reformation ebenso grosse Akzente gesetzt wie im Positiven, seither sind Spaltungen normal bis dahin dass jetzt Gemeinden eher ausserhalb der kirchlichen Sphäre gegründet werden als innerhalb “Refomation” zu versuchen. „Reformation oder Deformation?“ weiterlesen

Publikumspredigt

publikumHeute haben wir im Gottesdienst eine Publikumspredigt gemacht. Das Ganze war nicht ganz spontan, weil es schon am Sonntag vorher angesagt worden ist, aber dennoch sehr geil. Ich habe nicht selbst gepredigt, sonder jeder hatte bis zu maximal fünf Minuten Zeit etwas über einen Bibelvers ihrer/seiner Wahl zu sagen. Am ende waren es sechs Leute, die was gesagt haben, so dass wir auf eine gute Predigtlänge gekommen sind.

Ich muss sagen, dass ich schon ganz schön nervös war. Es gibt ja viele Prediger, die vor einer Predigt nervös sind; das Problem habe ich in der Regel eigentlich nicht. Meist bin ich nur angespannt und etwas angeregt, aber nicht richtig nervös. Diesmal war ich es schon, weil man bei derartigen Experimenten doch eine Menge Kontrolle über der Gottesdienst abgibt und natürlich nicht sagen kann, ob es klappt. Die Hauptfrage war, ob überhaupt einer mitmachen wird. „Publikumspredigt“ weiterlesen

Vergebend leben

Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt. (Matthäus 18,34-35 nach der Einheitsübersetzung)

In der letzten Zeit mache ich eine Beobachtung: Es gibt nichts, was mich mehr von Jesus und einem Leben auf Gott zu abhält als Zorn. Für die Meisten von uns zählt Zorn ja nicht zu den besonders schlimmen Sünden, eher so etwas wie ein Kavaliersdelikt. Ich merke, dass es bei mir anders ist. Wenn ich mich über jemanden oder etwas richtig ärgere, dann ist die Leitung zu Gott dicht. „Vergebend leben“ weiterlesen

form follows function

Das Schwert pfiff Sekundenbruchteile durch die Luft, eine rote Fontäne schoss aus dem Halsstumpf hervor und malte ein Spritzmuster auf das Kleid des Scharfrichters. Der Kopf fiel polternd zu Boden und rollte zur Tür, wo ihn ein Knecht geschickt mit dem Fuß stoppte und auf den blankpolierten Silberteller legte. Der Täufer war tot, ein Ärgernis beseitigt, ein Versprechen gehalten.

Johannes brannte für Jesus. Schon von Mutterleib an mit dem Heiligen Geist erfüllt, gab es für ihn nur einen Lebensinhalt: die Menschen auf Jesus hinzuweisen. Er war nicht attraktiv, niemand „form follows function“ weiterlesen

Lebendige Diskussionsstruktur in der Gemeinde

Irgendwann fingen wir an, uns zu treffen. Es muss 2001 oder 2002 gewesen sein, so genau weiß ich es nicht mehr. Mein guter Freund Klaus hatte ein brisantes Buch gelesen: Häuser, die die Welt verändern von einem gewissen Wolfgang Simson. Und nun war er voller Begeisterung und Eifer für die Vision von Hauskirche und suchte eine Schar von Freunden und Mitstreitern zusammen, um diese Vision zu verwirklichen. Wir waren, wie so üblich, eine Bande von Davids Helden: Verbitterte, Bedrängte und Verschuldete! Allesamt mehr oder weniger Gemeindegeschädigt und mit vielen persönlichen Problemen. „Lebendige Diskussionsstruktur in der Gemeinde“ weiterlesen

theologisch.com startet eigene Suchmaschine

relilounge.de heißt sie und ist ab heute online: die theologisch – philosophische Qualitäts-Suchmaschine von theolounge. Probieren Sie sie einmal aus und empfehlen sie weiter. Kennenlernen kann man sie > hier, oder findet sie auch im unteren Menü unserer Seite (theologisch.com). theologisch.com startet eigene Suchmaschine weiterlesen

Einfache Gemeindeformen (Hauskirche) und Netzwerke

Ich möchte das Thema Netzwerk und Simple Churches, Vernetzung und „Einfache Gemeinden“ aufgreifen, weil ich denke, dass es noch nicht genügend erklärt und diskutiert wurde.

Zunächst einmal, was sind Einfache Gemeinden?

Einfache Gemeinden (Hauskirchen) sind verteilt in ganz Deutschland. Man sieht sie erst auf den zweiten Blick, da in der Regel KEIN Kirchturm vorhanden ist. Hausgemeinden haben ihre Existenz in den Wohnungen und Häuser der Christen. Im Leib Christi entwickeln sich wieder die urchristlichen Formen, Gemeinde zu leben. „Einfache Gemeindeformen (Hauskirche) und Netzwerke“ weiterlesen