Der Muezzinruf zu Köln

In Köln darf aufgrund der Religionsfreiheit in einem Modellversuch in den nächsten zwei Jahren freitags immer der Muezzinruf in der Öffentlichkeit erklingen, solange dies zu bestimmten Stunden und innerhalb der tolerierbaren Lautstärke der Fall ist. Nach diesen zwei Jahren wird dann entschieden, ob dies auch weiterhin so sein kann.

Der Postillon überspitzt gleich in satirischer Weise und lässt künftig auch Atheisten und alle möglichen anderen Religionen bzw Sekten öffentlich von irgendwelchen Türmen herabrufen in Köln.

Nun legt Satire ja gerne den Finger in die Wunde und hier muss man sagen, er liegt dort treffsicher. Denn theoretisch ist es tatsächlich so, was für den einen gilt, muss für den anderen auch gelten. Religionsfreiheit und Rechtsstaat, aber in traditioneller Hinsicht irgendwo auch ein Dilemma.

Andererseits, bevor Traditionen zu Traditionen wurden, waren sie auch ursprünglich einmal Neuheiten.

Religion rückt damit womöglich wieder mehr in die Öffentlichkeit. Darüber könnte sich sogar die christliche Religion freuen, wird damit doch vermutlich auch sie stärker wahrgenommen und kann sich besser positionieren.

Titelbild ist ein Symbolfoto.

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