Verringert Fahrradfahren die CO2 Emissionen?

Angenommen, Sie wollen die Umwelt in der Art und Weise schonen, dass Sie aufs Fahrrad umsteigen, um vermeintlich weniger CO2 zu emittieren. Gelingt Ihnen das?

Fall 1: Sie machen zu dritt eine Fahrradtour.

Fall 2: Sie fahren zu dritt mit dem Auto ins Grüne.

In welchem der beiden Fälle wird mehr CO2 emittiert?

Machen Sie die Probe und folgen hier selbst der Berechnung.

6 Gedanken zu “Verringert Fahrradfahren die CO2 Emissionen?

  1. Da habe ich einige Einwände: Der Aufwand an Material und an Energie für die Erzeugung eines Autos und eines Fahrrades gehören auch in diese Überlegungen mit hineingenommen. Der Ausflug von 3 Personen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad sind eine Möglichkeit. Realität ist, dass die meisten Fahrten mit dem Auto mit nur einer Person im Wagen unternommen werden. Über die Ernährungsgewohnheiten der Autofahrer und der Radfahrer zu spekulieren ist eine Fiktion, die Annahme, dass jemand sich nur von Rindfleisch oder Tomaten ernährt, ob Autofahrer oder Radfahrer ist doch gewagt. Nicht hineingenommen sind auch die Begleitkosten wie, gesundheitliche Langzeitschäden durch Luftverschmutzung, Lärm und Verkehrsunfälle. Auch der Platzverbrauch durch Autos, Parkplätze und Straßen gehört mit in die Kosten- Nutzen Rechnung.

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  2. Lieber fish,

    leider kann ich dir diesmal überhaupt nicht zustimmen.

    Die Berechnung im verlinkten Artikel zeigt meiner Meinung nach sehr schön, dass man sich alles, wirklich alles schönrechnen und anderes schlechtrechnen kann, wenn man nur will.

    Nichts für ungut …

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    1. Auf die Idee, das Ganze durchzurechnen, bin ich erst gekommen, als mir ein Physiker, der selber bei einem großen Verkehrsunternehmen arbeitet, den Hinweis gegeben hatte, dass Fahrradfahren nicht per se CO2 einspart. Klar ist Fahrradfahren gesund, klar fällt beim Autofahren noch eine ganze Menge mehr an als nur CO2. Es gibt also eine Menge an Gründen, das Autofahren zu reduzieren. Aber die Sache mit den CO2 Emissionen ist eben so, wie hier berechnet.

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  3. Die Sache mit den CO2-Emissionen ist eben nicht so, wie dort berechnet. Die Kommentare zum verlinkten Artikel haben eigentlich schon alles dazu gesagt. Nur nochmal kurz:

    Warum isst der Radfahrer eigentlich ausschließlich Rindfleisch? Wenn man schon so rechnet, dann muss man dem gegenüberstellen, dass auch der Autofahrer nur Rindfleisch isst, sonst ist es doch eine Milchmädchenrechnung, in der man Äpfel und Birnen miteinander vergleicht. Du sagst ja selbst, dass die Rechnung nicht mehr funktioniert, wenn der Radfahrer nur wenig Rind isst.

    Da ich viel Rad fahre, kann ich sagen, dass ich mich ganz normal ernähre und nicht mehr esse als meine Frau, die wenig Rad fährt. Es stimmt also schon nicht, dass der Radfahrer, nur weil er Rad fährt, größere Mengen konsumiert als der Autofahrer. Es könnte sogar eher umgekehrt sein, weil der Autofahrer wegen Bewegungsmangel mehr Fett ansetzt und sein Körper gerade deshalb auch immer mehr Fett verlangt. Jedenfalls lebt der Autofahrer ungesünder als der Radfahrer, weil er sich nicht bewegt, was wiederum Folgen haben kann, die zu einem größeren CO2-Ausstoß führen (Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, größerer Verschleiß an Autos, Fettleibigkeit etc.). Das KANN so sein, MUSS aber nicht.

    Warum isst der Radfahrer alternativ zum Rindfleisch ausschließlich Käse? Ich kenne keinen Menschen, der sich ausschließlich von Käse ernährt.

    Warum fällt dir als weitere Alternative nur ein, dass der Radfahrer kiloweise Tomaten isst? Auch das ist ja völlig unrealistisch. Also ist auch die Bemerkung, der Radfahrer müsste einen Anhänger mit 12,5 kg Tomaten hinter sich herziehen, eine bloße Fiktion, die den Radfahrer im Vergleich schlecht aussehen lässt.

    Ich würde dann nicht dein Fazit ziehen, dass ein Vergleich zwischen Auto- und Radfahren bzgl. des CO2-Ausstoßes nur bedingt geeignet ist (was ja rein theoretisch und abstrakt stimmt, weil alle Berechnungen nur bedingt aussagekräftig sein können), sondern mein Fazit wäre, dass aufgrund der unrealistischen und fehlerhaften Grundannahmen die ganze Rechnung nur (freundlich gesagt) bedingt aussagekräftig ist.

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    1. Der Artikel macht anhand von Beispielrechnungen deutlich, dass auch beim Radfahren CO2 emittiert wird.
      Um 100 Kilometer zurückzulegen, wird, je nachdem, woher man die Energie bezieht, eine gewisse Menge an CO2 ausgestoßen. Es kommt dabei nicht drauf an, ob sich jemand nur von Rindfleisch oder nur von Tomaten ernährt, sondern es geht um das Prinzip. In der Tat werden sich Menschen natürlich von einem Mix ernähren.

      Bei beiden, beim Autofahrer als auch beim Radfahrer, könntest du natürlich noch die Energie und den CO2 Ausstoß hinzufügen, die beide Menschen in Ruhe verursachen. Das müsstest du dann aber bei beiden machen, nicht nur bei einem.

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