Unsere Seele, der Tod und erstaunliche Erfahrungen aus dem Hospiz

Die Leiterin des Hospizes Bethel in Bielefeld berichtet davon, was sie und andere Menschen immer wieder wahrgenommen haben, wenn Menschen im Hospiz verstorben sind.

Wissenschaftlich lassen sich diese Erfahrungen natürlich nicht begründen, sie sind aber so zahlreich und einprägsam, dass sie irgendwie nicht rein subjektiv sein können, sondern auf eine objektive Realität hinter unserer sichtbaren Wirklichkeit hindeuten.

Sie können diesen interessanten Bericht hier lesen.

13 Gedanken zu “Unsere Seele, der Tod und erstaunliche Erfahrungen aus dem Hospiz

  1. Fisch: „Wissenschaftlich lassen sich diese Erfahrungen natürlich nicht begründen“

    Ja, das Größere kann mit dem Kleineren nicht erklärt oder begründet werden.

    Die Begründung ist Teil der Logik und die ist nur ein kleines Werkzeug für den täglichen Gebrauch auf der Horizontalen; für die Wahrheit oder das Leben aber ist sie viel zu klein.

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  2. Fisch: „dass sie [diese Erfahrungen] irgendwie nicht rein subjektiv sein können“

    Doch, die sind rein subjektiv.
    Das Meiste ist rein subjektiv.

    Das Allermeiste ist
    nicht objektivierbar.

    🌴

    Fisch: „auf eine objektive Realität hinter unserer sichtbaren Wirklichkeit“

    1. Genau genommen gibt es keine „objektive Realität“. Was wir Realität nennen, ist unsere Projektion. Auch unser Reich ist nicht von d i e s e r Welt.
    2. Die Wirklichkeit ist nicht sichtbar; jedenfalls nicht über unsere Sinne.

    Unsere Sinne und der Verstand beschränken uns.

    Alles Wesentliche ist jenseits davon.
    Zwar gegenwärtig, aber unsichtbar.

    Schon die Liebe… ist nicht faßbar.

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  3. Linda Bulthaup: „wie lange brauchen die Seelen dafür, das Zimmer, das Haus und unsere Welt zu verlassen? Derzeit gibt es … keine validen Studienergebnisse“

    Wie soll hier eine Validität möglich sein??

    Kurze Zeit, bevor mein Vater starb, sah er jemanden in einer Ecke des Raumes stehen, den von uns anderen niemand sah. Er war sogar böse auf meine Mutter, weil er wohl einen Nebenbuhler vermutete.

    Wie sollte das Phänomen objektivierbar sein?

    Wir haben es nicht gelernt und sind es nicht mehr gewohnt, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen und rufen deshalb sofort nach den „Experten“ (EKD zum Beispiel 😉).

    Die Kirchen sind daran nicht unbeteiligt ― sie gaben
    lange genug vor, was gedacht/geglaubt werden sollte.

    Das ändert sich gerade: Die Herden verflüchtigen sich, die
    Zäune werden eingerissen, die Kündigungen eingereicht.

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  4. Fisch: „Ich orientiere mich gerne an der EKD … Das steht ja jedem frei.“

    Unbedingt!
    Es ist Teil der Freiheit,
    sich in Unfreiheit zu begeben.

    Aber warum sich in Abhängigkeit begeben, wenn
    wir doch souverän, also in Würde leben können ?

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    1. Ich wüsste es durchaus zu schätzen, wenn du deinerseits auch eine gewisse Toleranz an den Tag legen könntest und mich nicht immer in eine Richtung drängen würdest, was ich denn nun angeblich zu glauben habe oder was nicht (nämlich genau das, was du glaubst).

      Für mich ist die Sichtweise der EKD eine, an der ich mich immer wieder orientiere, und das ist auch mein gutes Recht. Darüber hinaus ist es so, dass jeder Mensch sich an irgendetwas bindet, man ist nie völlig frei. Dadurch aber, dass man sich an das Eine bindet, ist man von anderen Dingen frei. Du bist übrigens auch nicht frei, du bindest dich an deine Ideen und Gedanken, von denen du glaubst, sie seien richtig. Das rede ich dir übrigens auch nicht dauernd aus. Also ich wüsste es zu schätzen, wenn du mich hier nicht dauernd erziehen wollen würdest, sondern einfach so sein lassen könntest, wie ich bin, ich bin ja auch schon groß und glaube, auch einen gewissen Überblick über die Dinge zu haben. Darüber hinaus können wir gerne über das ein oder andere diskutieren. Aber bitte ohne dieses Drängen in eine Richtung immer.

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  5. Linda: „Der Mann war … schon sehr schwach und gezeichnet und war tagelang im Finalstadium, ohne Nahrung, Flüssigkeit oder die Möglichkeit, sich mitteilen zu können.“

    Exakt so war es auch bei meinem Vater, dessen Bett zuletzt
    im Wohnzimmer stand… Die Lippen wurden noch benetzt.

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  6. Linda: „In dem Moment – und ich meine in dem Moment – änderte sich seine Atmung. Er öffnete noch einmal seine Augen und verstarb“

    Mein Vater lag im Bett auf der Seite, ich saß hinter ihm, meine Mutter und zwei meiner drei Schwestern vor ihm.

    Bis dann meine älteste Schwester plötzlich aufstand und weinend sagte, daß sie den Raum verlassen müsse, damit ihr Vater sterben könne. Sie hatten eine engere Verbindung. Mich bat sie noch, eine Musik aufzulegen. Wir wußten, daß er das so wollte.

    Beim Sanctus aus dem Requiem von Berlioz machte er seinen letzten Atemzug, blieb aber noch drei Stunden anwesend. Der Unterschied war deutlich zu spüren.

    Das Sanctus: https://www.youtube.com/watch?v=G_qHWwtaAYs

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  7. Linda: „Ist es tatsächlich die Seele des Menschen, die den Körper verlassen hat? Diese Frage ist nicht objektiv beantwortbar“

    Das ist egal. Wir können aus DEM nicht herausfallen.
    Wir sind geborgen – einerlei wie die Umstände sind.

    Sterbe-Tage sind spirituelle Tage.

    Momente, in denen wir – auch als anwesende
    Gäste – der „anderen Seite“ am nächsten sind.

    🌾

    Linda: „Diese Frage ist nicht objektiv beantwortbar“

    In wesentlichen Dingen wird
    keine Objektivität gebraucht.

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  8. Linda: „ich frage mich, ob nicht vielleicht wirklich jemand mit uns im Raum ist, der mich sieht, aber nicht umgekehrt“

    Ja, was denn sonst?!

    Auch wenn wir allein sind,
    sind wir doch nicht allein.

    Ich erinnere mich an keinen Moment,
    in dem ich mich „allein“ gefühlt hätte.

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