Im Lichte betrachtet

Wir sehen Sterne aller Klassen,
Himmelskörper diverser Massen.
Nicht Größe und nicht Gewicht,
Sterne faszinieren durch ihr Licht;
Beleuchten Planeten groß und klein,
Auch wir genießen den Sonnenschein.

Mittelgroß unser Zentralgestirn,
Das Ende darum noch ziemlich fern.
Sonnen von riesenhafter Gestalt
Werden hingegen nicht allzu alt.

Masse ist also nicht immer Klasse,
Das beste Bier oft im kleinsten Fasse.
Dunkle Materie und dunkle Energie
Führen im Universum Regie.
Das Licht schreibt die Dramaturgie.

Rainer Kirmse , Altenburg

Selbstliebe und Nächstenliebe. Was war zuerst?

Selbstliebe entsteht nicht einfach dadurch, dass man sich sagt, man findet sich toll.

Sondern Selbstliebe entsteht einerseits dadurch, dass man bereits angenommen und geliebt wurde, andererseits dadurch, dass man andere Menschen liebt und sich um sie kümmert.

Durch diese Nächstenliebe, die nicht einfach nur ein Gefühl ist, sondern zu einem großen Teil auch ein Handeln, spürt man, dass man selbst liebevoll handelt und deswegen auch liebenswert ist.

Nächstenliebe schafft also Selbstliebe und Selbstannahme.

Jesus sagte, liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. In dieser Reihenfolge.

Und vorangestellt nannte er noch die Gottesliebe. Liebe Gott von ganzem Herzen.

Denn wenn du Gott von ganzem Herzen zu lieben versuchst, wirst du dich einerseits auch von ihm angenommen und geliebt fühlen, und wirst andererseits auch versuchen, seine Geschöpfe, also deine Mitmenschen, deine Nächsten zu lieben. Und letztlich wirst du dann bei der Selbstliebe und Selbstannahme herauskommen.

Die Gottesliebe und die Nächstenliebe sind insofern einerseits eine Wohltat für die Mitmenschen, aber ebenso auch ein Geschenk für dich und ein Weg zu dir selbst.

Gottesliebe schafft Selbstannahme, diese schafft Nächstenliebe, welche wiederum die Selbstannahme fördert.

Oder einfacher:

Gottesliebe bewirkt Selbstannahme bewirkt Nächstenliebe bewirkt Selbstannahme bewirkt Gottesliebe.

Aus psychologischer Sicht müsste man aber wahrscheinlich noch ergänzen, dass auch ein gewisses Urvertrauen, welches man in der frühen Kindheit erworben hat, nötig ist, um an Gott glauben und sich bei ihm geborgen fühlen zu können.